Archiv für den Autor: bbs

Sozialer Stadtrundgang mit Asphalt

Gestern durften wir beim sozialen Stadtrundgang in eine Welt eintauchen, die wohl für viele von uns meistens unsichtbar bleibt. Wir wollten erfahren, wie Wohnungslose die Stadt jenseits von teuren Fassaden erleben und uns an Orte führen lassen, wo sie keine Randgruppe sind. Asphalt formuliert es so: „Unsere Stadtführerinnen und Stadtführer sind Experten der Straße. Sie zeigen Ihnen auf dem Rundgang die Ecken Hannovers, an denen sich das Leben der Wohnungslosen abspielt und beantworten Ihre neugierigen Fragen“.

IMG_0608

Der Asphalt-Verkäufer Bernd führte uns an Plätze, die Wohnungslose aufsuchen können wenn Sie ein Bett, etwas zu essen oder sonstige Hilfe benötigen.

Startpunkt waren die Redaktionsräume von Asphalt in der List. Dort wurden wir sehr freundlich von Bernd in Empfang genommen.

Bevor es losging informierte uns der Vertriebsleiter von Asphalt über die Entwicklung des Straßenmagazins, dass seit über 20 Jahren in Hannover herausgebracht wird und die Existenzgrundlage für viele Menschen ist. Rund 80 Frauen und Männer verkaufen das Monatsmagazin. Und viele aus der Runde der Teilnehmer hatten Geschichten von ihren Stammverkäuferinnen und –verkäufern zu berichten, bei denen sie regelmäßig nicht nur das Magazin erhalten sondern auch oft auf ein kurzes Gespräch stehen bleiben. Ausgehend von Hannover als größtem Standort ist Asphalt mittlerweile in 15 Städten Niedersachsens erhältlich. Mit einer Auflage von durchschnittlich 27.000 Zeitungen erreicht Asphalt monatlich rund 60.000 Leserinnen und Leser.

Der erste Stopp des Rundgangs war die Einrichtung „Bed by Night“, eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche. 13 Plätze bietet das Haus, das etwas versteckt zwischen hohen Bäumen am Welfenplatz liegt. IMG_0610

Gleich daneben steht ein alter Bunker der bis 2011 auch als Notanlaufstelle für obdachlose Menschen diente und heute Platz für Probenräume für Musiker bietet. Weiter ging es durch die Straßen hinter dem Bahnhof zu Einrichtungen die – oft ganz unscheinbar im Stadtbild- schon seit vielen Jahren wichtige Anlaufstellen für Menschen in Not darstellen. Am Raschplatz hinter dem Bahnhof angekommen erzählte uns Bernd, wie sehr die Zahl der Wohnungslosen aus seiner Sicht vor allem im letzten Jahr zugenommen hat. Wir konnten uns vor Ort selbst ein Bild machen. Und als wir Zeuge einer Konfrontation zweier Männer wurden durften wir erleben wie Bernd sich sofort verantwortlich fühlte und sich kümmerte, wo wir anderen eher scheu und zurückhaltend reagierten. Am Ende ereilte uns noch das angekündigte Gewitter, das den schwülwarmen frühen Abend beendete. Wir hatten es alle eilig ins Trockene und nach Hause zu kommen. Und vielleicht spürten mehrere von uns an diesem Abend den hohen Wert, den ein eigenes trockenes Zuhause bietet.

 

Wer Lust hat, sich an einem sozialen Stadtrundgang zu beteiligen kann sich direkt an die Redaktion von Asphalt wenden: www.asphalt-magazin.de/

 

 

 

 

 

Viel Besuch beim Autofreien Sonntag

OB_Oliver

Gestern beim Autofreien Sonntag konnten wir vielen Hannoveranerinnen und Hannoveranern ihren Lieblingsort in Hannover entlocken. Auf der großen Stadtkarte konnte man schnell sehen, welche Orte besonders beliebt sind: Hannover liebt ganz besonders seine Grünfläche. Und ganz weit vorne liegen Maschsee und Eilenriede. Richtig gerne sind die Menschen aus Hannover auch in ihren eigenen Stadtteilen unterwegs und am schönsten ist es für viele einfach zu Hause. Das Hannover eine Stadt voller leidenschaftlicher Kleingärtner ist zeigten die vielen Nennungen der zahlreichen Kleingartenkolonien und dem breiten Ruf nach deren Erhalt.

IMG_0584

Trotz des Regens am Morgen hatten wir an unserem Stand immer viel Besuch. Am Ende des Tages hatten wir über 200 Lieblingsorte gesammelt und mit noch mehr Standgästen über ihre Stadt gesprochen. Auch Wünsche und Kritik konnten unsere Besucherinnen und Besucher auf unserer Wäscheleine loswerden und die Orte auf der Karte markieren. Hier wurde schnell deutlich, dass sich viele Menschen eine Belebung des Ihmezentrums wünschen und ein Konzept um den Raschplatz als Aufenthaltsort attraktiver zu machen.

 

Unser neues Projekt HannoverMachen konnten wir bei dieser Gelegenheit erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. Dabei führten wir viele spannende Gespräche – vielleicht bahnt sich hier schon das ein oder andere Projekt für unsere Crowdfunding-Plattform für Bürgerprojekte an.

Rundgang durch das Ihme-Zentrum gibt tiefe Einblicke und eröffnet neue Perspektiven. Ein neuer Blick – ein neues Gefühl?

„Wann waren Sie zuletzt hier“ fragte Constantin Alexander, Initiator der Aktion „Das Ihme-Zentrum, ein neues Wahrzeichen für Hannover“, die TeilnehmerInnen am Rundgang durch das Ihme-Zentrum in Hannover Linden. Bei den meisten liegt das schon eine ganze Weile zurück. Zu wenig Anlässe, die einen in den großen und verwinkelten Komplex führen, es sei denn, man möchte zu den Stadtwerken oder sein Kind anmelden im Fachbereich Jugend und Familie der Landeshauptstadt Hannover.

 

Doch an diesem windigen Dienstagabend hatte sich eine Gruppe aus Interessierten und MitarbeiterInnen des Bürgerbüros versammelt, um an einem der geführten Rundgänge teilzunehmen die Constantin Alexander seit einer Weile anbietet.

 

P1120303-Kopie-WEB                               P1120321-Kopie-WEB                               P1120312-Kopie-WEB

 

Er startete mit einem Blick in die lange Geschichte des Ihme-Zentrums und die Bedingungen seiner Erbauung. Auch TeilnehmerInnen, die sich noch an diese Zeit erinnern, konnten hier viel Neues erfahren. Auch darüber, warum es kein Lösung sein kann, das Ihme-Zentrum abzureißen, wie es oft in Gesprächen schnell tönt. Die Geschichte des Ihme-Zentrums ist eine voller Visionen, Erwartungen und enttäuschter Hoffnungen unter der Beteiligung vieler Akteure die sich im Laufe der Jahrzehnte daran gerieben haben. Der Rundgang führte dann durch die Tiefgaragen, hinauf auf die Ebene 1, ehemals die Einkaufsmeile, und weiter auf die Dächer einer Zwischenebene. Die teils aufgerissenen Wände der Fassaden wirkten beim vorbeistreifen wie offene Wunden. Die unbelebten und ungepflegten Wege und Plätze wirkten unwirtlich und wenig einladend.

 

P1120322-Kopie-WEB                P1120319-Kopie-WEB                P1120333-Kopie-WEB

 

Doch je näher man hinsah und die Distanz aufbrach, desto mehr gaben sie sich als gestaltbare Flächen zu erkennen. Hier wäre für so viel Ausprobieren im urbanen Raum Platz. Platz für Kunst und Kultur wäre in rauen Mengen vorhanden. Hier könnte Mehr-Generationen-Wohnen stattfinden, aus dem Zusammenleben von Flüchtlingen, Studenten und den alten Bewohnern könnten neue Gemeinschaften entstehen. Constantin Alexander formuliert es so: „Das Ihme-Zentrum ist kein Problem, sondern eine Herausforderung“ Oh ja! Eine Herausforderung die immer mehr Menschen anzunehmen bereit erscheinen. Das Gefühl zum Ihme-Zentrum verändert sich grade. Die Wahrnehmung ist einem Wandel unterworfen, weil es Menschen wie Constantin Alexander gibt, die sich auf einmal so dafür einsetzen. Dieser Einsatz steckt an, das Interesse springt über, und die Phantasie ist plötzlich beflügelt ob der Möglichkeiten, die sich hier bieten.

P1120342-Kopie-WEB

 

All diese Möglichkeiten sammelt Constantin Alexander übrigens als Vorschläge auf seiner Seite: https://experimentihmezentrum.wordpress.com. Mitvisionieren ist ausdrücklich erwünscht. Anmelden für einen Rundgang kann man sich unter rundgang@ihmezentrum.org. Das Ganze ist kostenlos und dauert rund anderthalb Stunden.

4. Utopianale

Sehr gerührt schaute Felix Kostrzewa, Frontmann des Utopianale-Orgateams auf seine Mannschaft. Zwei Tage Festival lagen hinter ihnen und fast ein ganzes Jahr Vorbereitungszeit. Nun, am Sonntagabend war es geschafft, sie hatten den HannoverannerInnen und Gästen aus der Region zwei Tage lang wunderbare Filme von und für Visionäre vorgeführt und viele dabei tief bewegt. Sie hatten Möglichkeiten der Begegnung geschaffen die sicher bei vielen BesucherInnen nachwirken werden. Und sie hatten ein vielseitiges Rahmenprogramm angeboten, dass viele vor die Qual der Wahl stellte.

 

Dass die Utopianale weit mehr zu bieten hat als Utopien, hat sie am letzten Februar-Wochenende 2016 bereits zum vierten Mal bewiesen.

 

Das Filmfestival offenbarte den BesucherInnen ein vielseitiges Programm rund um das Thema „Wie wollen wir uns bewegen?“. Diese Frage bezog sich sowohl auf die Frage nach unserer Mobilität und nachhaltigen Verkehrskonzepten der Zukunft als auch darauf, wie wir uns aufeinander zu und miteinander bewegen, und welche BürgerInnenbewegungen daraus entstehen können.

Utopianale-2016-15-der-Saal-in-ganzer-breite-und-fülle-WEB

An zwei Tagen tummelten sich 450 Menschen in den Räumen des Freizeitheims Linden. Gemeinsam wurden sechs Filme geschaut. Den Aufschlag machte „The Human Scale“. Eine Dokumentation über das Leben in Städten – insbesondere auch in den Megacities von denen es weltweit immer mehr gibt – und welchen Einfluss es auf uns ausübt.

 

„Bikes versus Cars“ zeigte die Arbeit von Aktivisten, die die Straße als Lebensraum für alle zurückerobern wollen. Einer der Höhepunkte war sicherlich die sogenannte „Werksschau“ über das Ihmezentrum von Hendrik Millauer und Alexander Constantin. In „Ihmezentrum – Traum – Ruine – Zukunft“ ließen sie Bewohner, Architekten, Stadtplaner und andere Zeitzeugen zu Wort kommen. Die Fertigstellung des Films ist übrigens im Sommer 2016 geplant. „How to Change the World“ zeigte die Geschichte von Greenpeace und „Yes Men“ beeindruckte mit spektakulären Aktionen zum Klimaschutz um die Aktivisten Andy und Mike aus den USA.

 

Die Utopianale ist eine Veranstaltung die auf Kooperation aufbaut, und so wurden die 11 Workshops durch zahlreiche Organisationen durchgeführt die sich und ihre Arbeit auch auf dem „Markt der Möglichkeiten“ vorstellten.

 

Die Gelegenheiten für Begegnungen unter den BesucherInnen waren durch zahlreiche Mitmachaktionen geboten. Berührungs- oder Kontaktängste konnten bereits beim Mitbringfrühstück abgebaut werden. Und spätestens in den Workshop Phasen ergab sich durch lebhafte Diskussionen, die auch Platz für persönliche Anteile ließen, ein enger Austausch zwischen den engagierten TeilnehmerInnen.

Utopianale-2016-17-voller-Filmsaal-toller-Film---IhmeZentrum-WEB Utopianale-2016-38-workshops2-ua-Steffi-WEB Utopianale-2016-13-mdm4-foodsharing-WEB

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch das bbs hatte sich mit einem Workshop unter dem Motto „Bürgerbeteiligung in Hannover und ein Rückblick auf den Stadtentwicklungsdialog „MH2030“ beteiligt.

 

Lebhaft wurde dort noch einmal das Qualitäts-Empfinden des Dialogs diskutiert, ob sich ein solcher Prozess tatsächlich für echte Beteiligung der BürgerInnen eignet und wie in Hannover auch in Zukunft eine möglichst vielschichtige und heterogene Kultur des politischen Austauschs gelebt und erhalten werden kann. Auch EinwohnerInnen, die bisher wenig Kontakt mit „MH2030“ hatten bekamen so die Gelegenheit, mit Akteuren und TeilnehmerInnen am Prozess in einen Austausch zu treten und an deren Erfahrungen zu partizipieren.

Utopianale-2016-22-EXTRAS---zB-Guckkästen-WEB Utopianale-2016-7-steh-auf-aktion-IST-die-UT4-Sich-mit-Freude-näher-kommen-WEB Utopianale-2016-35-workshops1-John-B-WEB

 

 

Evaluationsworkshop der Stadt Hannover in Kooperation mit dem bbs

Gut 100 Personen aus Verwaltung, Wirtschaft, bürgerlichen Öffentlichkeit und Politik nahmen am letzten Freitag an dem Evaluationsworkshop im Neunen Rathaus, der von der Stadt Hannover in Kooperation mit dem Bürgerbüro Stadtentwicklung veranstaltet worden ist, teil. Ziel der Veranstaltung war es, auf der einen Seite zurück zu schauen und Stolpersteine und Erfolge des Stadtentwicklungsdialoges „Mein Hannover 2030“ zu identifizieren und zum anderen zukünftige Beteiligungsstrategien und -verfahren für die Stadt Hannover zu erarbeiten.

 

In kollegialer Atmosphäre wurden in dem 4-stündigen Workshop folgende Thesen/Ziele erarbeitet:

1) Bürgerbeteiligung soll verstetigt werden, d.h. auch in Zukunft zu allen Stadtbild verändernden Entscheidungen bzw. Maßnahmen der Stadt bzw. der Verwaltung stattfinden bzw. ein Prüfung erfolgen, ob Bürgerbeteiligung im Vorfeld oder während dieser Entscheidungen oder Maßnahmen relevant ist.

 

2) Bürgerbeteiligung soll professionalisiert werden. Das Wissen über erfolgreiche Verfahren und Konzepte der Bürgerbeteiligung sollen sowohl innerhalb der Verwaltung, die für die Beteiligungsverfahren der Stadt hauptverantwortlich ist, als auch bei externen Partnerorganisationen kontinuierlich gebündelt und schnell und routiniert in die Praxis umgesetzt werden. Dazu bedarf es der Bildung langfristiger und gefestigter Netzwerke innerhalb der Verwaltung und zwischen der Verwaltung und Partnerorgnisationen in Hannover.

 

3) Insgesamt sollen Bürgerbeteiligungsverfahren, insbesondere, wenn sie onlinegestützt sind, im Sinne der oben genannten Professionalisierung moderner und zeitgemäßer, insbesondere auch in visuell-ästhetischer Hinsicht, vorbereitet und durchgeführt werden.

 

4) Die Zusammenarbeit mit den Medien soll auf eine neue Ebene gehoben werden: Dafür soll die Bedeutsamkeit von Bürgerbeteiligung als wichtiger (und immer wichtiger werdender) Faktor der demokratischen Struktur verdeutlicht werden. Sowohl externe Organisationen und Gruppen, als auch die Verwaltung sorgen gleichzeitig dafür, dass ein mediales Verständnis dafür entsteht, dass die Veränderungen von Strukturen Zeit bedarf und Hannover als Stadt mit einerlebendigen Beteiligungskultur nur durch die gemeinsame Verpflichtung (Öffentlichkeit, Politik, Medien, Verwaltung) gegenüber diesem Ziel geschaffen werden kann.

DSC04846web

DSC04850web

2016-01-29 17.44.34web

DSC04876web

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.Utopianale 2016

Im Februar findet zum 4.Mal die Utopianale statt – das mittlerweile auch über Linden hinaus bekannte Filmfestival über nachhaltiges Leben und gesellschaftliche Utopien. Mit dabei auch wieder das bbs. Wir wollen am Sonntag den 28.Februar in einem Workshop mit Ihnen gemeinsam reflektieren, wie in Hannover auch in Zukunft eine möglichst vielschichtige und heterogene Kultur des politischen Austauschs gelebt und erhalten werden kann! Alles Weitere finden Sie unter: http://utopianale.de/

Fachexkursion 2015 – noch einmal ins Ruhrgebiet

Paar Wörter über unsere Fachexkursion 2015.

 

Die Forderung Willy Brandts im Jahr 1961, der Himmel über dem Ruhrgebiet müsse wieder blau werden, markiert den Beginn des umweltpolitischen Denkens in Deutschland. Wir haben auf unseren Ausflügen von Ratingen aus etliche Zeugnisse der frühen Industrialisierung, des Kohleabbaus, der Stahlproduktion  bis hin zur Entwicklung der Kulturlandschaft Ruhr kennengelernt. Dabei bilden Industriekultur und Industrienatur den Rohstoff für ein neues, ein anderes Ruhrgebiet, dessen Himmel blau ist.
Da wir schon 1999, 2005 und 2010 das Gebiet der IBA Emscher Park bereist haben, wollten wir einige Projekte wieder sehen und in Augenschein nehmen, was sich seitdem getan hat. In Duisburg erkundeten wir den Innenhafen mit dem Garten der Erinnerung, dem Jüdischen Gemeindezentrum, dem Museum Küppersmühle und der Buckelbrücke. In Dortmund gings zum Phoenix-See, wo bis 2001 ein Stahlwerk stand, das von Chinesen teilweise abgebaut und in China weiter genutzt wird. Heute verdecken Eigentumswohnungen am Wasser das angrenzende Arbeiterquartier. In Ratingen besichtigten wir mit der Spinnerei Cromford von 1790 den ältesten mechanischen Textilbetrieb des Kontinents, von dem außer dem Produktionsgebäude auch Arbeiterwohnungen und Herrenhaus erhalten sind.

Das Bürgerbüro Stadtentwicklung im Interview bei Radio Leinehertz

Sid Auffarth wird mit Cord-Borgentrick-Stein geehrt

Der Mitbegründer und das langjähriges „Gesicht“ des Bürgerbüros Stadtentwicklung Sid Auffahrt wird mit dem Cord-Borgentrick-Stein für sein Engagement für die Bewahrung der Baukultur der Stadt Hannover geehrt. Besonders hervorgehoben wird der Einsatz Sid Auffahrts, der von Haus aus Bauhistoriker ist, für seinen Einsatz für den Erhalt des Plenarsaals des Landtages in Hannover.

Die Ehrung wird vom Heimatbund Niedersachsen vergeben und zeichnet besonders engagierte Bürger aus, die sich für den Erhalt der hannoverschen Baukultur und die Heimatpflege insgesamt einsetzten.

Der Stein wird im kommenden Jahr vor dem Platz am Döhrener Turm eingesetzt.

 

Stadt stellt Ergebnisse des Stadtentwicklungsdialog online

Der Konzeptentwurf des Stadtentwicklungskonzept „Mein Hannover 2030“ ist online. Lesen Sie die Vorhaben, die die Stadt Hannover aus der Dialogphase aus ca.1400 Einzelergebnissen herausgefiltert hat, unter https://www.yumpu.com/en/embed/view/wQdjkvV2eFXOTI1U

 

Auch ein Online-Dialog ist freigeschalltet, in dem bis zum 17.Dezember, Vorschläge und Kommentare zu dem Konzept aufgeführt werden können.

https://www.e-government.hannover-stadt.de/dialog/index.php?app=hannover&section=meinung

 

 

 

Die Ergebnisse des Bürgerdialogs „Mein Hannover 2030“!

Das Bürgerbüro Stadtentwicklung hat den Bügerbeteiligungsdialog „Mein Hannover 2030“ in den letzten Monaten intensiv begleitet. Wir freuen uns Ihnen alle zentralen Schlüsse vorzustellen, die wir aus den Veranstaltungen dieses Jahres zusammengefasst haben. Lesen Sie selbst!

 

 

 

0001Web

0002web 0003web 0004web

Präsentation der Ergebnisse von „Mein Hannover 2030“ am 19.11 im Sprengel-Museum

Während des Bürgerdialoges „Mein Hannover 2030“ haben Bürgerinnen und Bürger auf knapp 200 Veranstaltungen sechs Monate mit Verwaltungsmitarbeitern und Politikern über die Zukunft Hannovers diskutiert. Ziel der Bürgerbeteiligung war es, die Grundlage für ein neues integriertes Stadtentwicklungskonzept zu erarbeiten. Der erste Konzeptentwurf wird am 19.11.2015 im Sprengel-Museum der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Das bbs war während des Bürgerdialoges mittendrin und hat den Prozess mit einer eigenen Online-Umfrage und den beiden Veranstaltungsreihen „Mein Hannover 2030 unter der Lupe“ und „Stadtentwicklung von unten…“ aktiv mitgestaltet. Wir freuen uns an diesem Abend auch die Ergebnisse der Online-Umfrage und unserer beiden Veranstaltungsreihen zu präsentieren.

 

Dafür laden wir Sie herzlich ein. Wir freuen uns auf einen lebendigen Austausch mit Ihnen und einen spannenden Abend in den neu gesatalteten Räumlichkeiten des Sprengel-Museums.

 

Die Veranstaltung findet statt am 19.November 2015, von 18.00- 21.30 Uhr im „Calder-Saal des Sprengel Museums Hannover, Kurt-Schwitters-Platz 1,30169 Hannover

0003 0002

4. Veranstaltung von ‚Mein Hannover 2030 unter der Lupe‘

Die Begleitveranstaltung des bbs zum Stadtentwicklungsdialog ‚Mein Hannover 2030‘ ist zum Anschluss gekommen. In einem leider zu kleinen und nur unzureichend belüfteten Raum im Pavillon am Raschplatz trafen sich am Mittwoch, den 15.07 gut 30 Bürgerinnen und Bürger, um ein gemeinsames Fazit zum Stadtentwicklungsdialog MH2030 zu ziehen. Folgendes wurde festgehalten:

 

  • MH2030 ist ein erfolgreicher und begrüßenswerter Versuch eine thematisch breite, die langfristige Entwicklung der Stadt betreffende Bürgerbeteiligung in Hannover zu realisieren.
  • MH2030 wird als ein anspruchsvoller Prozess mit hohen selbstgesteckten Zielen betrachtet.
  • Begrüßt wurde die breite Auswahl an Themen und die Tatsache, dass überhaupt der Dialog auf unterschiedlichen Ebenen und mit unterschiedlichen Akteuren geführt wurde.
  • In vielen Veranstaltungen fühlten sich die BürgerInnen gehört.
  • MH2030 ist hinsichtlich seiner Reichweite und seiner Transparenz verbesserungswürdig.
  • Viele Bevölkerungsgruppen waren unterrepräsentiert (insbesondere Jugendliche und Menschen mit Migrationshintergrund).
  • Eine nachhaltige Kooperation mit den Medien ist nicht geglückt, was den Bekanntheitsgrad von MH2030 schmälert. Viele BürgerInnen fühlen sich unzureichend informiert.
  • Zudem wurde bemängelt, dass der Dialog zu vielen Themen nicht detailliert und ausführlich genug geführt wurde bzw. werden konnte.

In wie immer lebhaften Diskussionen wurde darüber hinaus darüber reflektiert, wie Bürgerbeteiligung in Hannover verstetigt werden kann. Diesbezüglich wird eine Plattform für eine kooperative Stadtentwicklung angestrebt, die es ermöglichen würde, dass auf der einen Seite Vorhaben der Stadt frühzeitig an die BürgerInnen herangetragen und begleitet und auf der anderen Seite Ideen, Projekte, Anliegen der BürgerInnen frühzeitig an die zuständigen Stellen/Ansprechpartner der Stadt vermittelt und rückgekoppelt werden. Diese Strategie würde einen dauerhaften Diskurs zu den relevanten Themen und Projekten der Stadtentwicklung ermöglichen und die Umsetzung von Vorhaben sowohl aus der Zivilgesellschaft als auch von Politik und Stadtverwaltung nachhaltig und bürgernah voranbringen.

 

Das bbs freut sich auf die Umsetzung und Weiterentwicklung der zahlreichen innovativen Vorschläge der TeilnehmerInnen aus den Veranstaltungen und die Begleitung von MH2030 in den kommenden Monaten!11745468_945946172132739_946717347830013527_n 11753746_945947925465897_6827716095708973799_n 11695885_945948252132531_3725280063706795904_n

Impressionen der StadtRadTour zum Thema ‚Wasser‘

Zum Thema ‚Maschsee und sonst nix?‘ fand die 3. StadtRadTour dieses Sommers statt – an einem   zum Thema passenden – regnerischen Freitag. Hier einige Impressionen der Radtour, die erkundete, welche Rolle ‚Wasser‘ im hannoverschen Städtebau spielt. Dabei ging es entlang der Ihme, Leine und Hannovers zahlreichen Kanälen – so es das Wetter den zuließ.

2015-06-19 14.08.06 2015-06-19 14.16.34 2015-06-19 14.37.53 2015-06-19 15.40.43 2015-06-19 15.57.23 2015-06-19 17.45.14 2015-06-19 17.45.28 2015-06-19 16.21.12 2015-06-19 18.21.15 2015-06-19 16.45.01

Abschluss der Veranstaltungsreihe ‚Stadtentwicklung von unten…‘ zum Thema ‚Quartier und Nachbarschaft‘

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe ‚Stadtentwicklung von unten…‘ stellte am letzten Freitag, den 26.06 die Veranstaltung ‚Quartier und Nachbarschaft‘ dar.

 

Wie es im Veranstaltungsflyer hieß, bilden soziale Beziehungen den Kitt des Gemeinwesens. Ein zentraler Ort an dem sich soziale Beziehungen vollziehen, sind Nachbarschaften bzw. Quartiere. Deswegen sind sie als wichtiger Bestandteil einer zukunftsorientierten Stadt auch von Interesse für eine nähere Betrachtung im Dialogprozess von Mein Hannover 2030.

 

Ausgangspunkt der Veranstaltung war die Frage, wie es zu der Herausbildung solcher gut integrierten Quartiere kommt, welche Chancen damit verbunden sind und wie Kommunen derartige Prozesse unterstützen können.

 

Dass die zunehmende Mobilität, das Verschwinden von Grenzen in räumlicher, sozialer und kultureller Hinsicht, mit andern Worten, dass der Prozess der Globalisierung nicht gegen den Trend der sozialräumlichen Integration spricht, sondern dafür, machte Dr. Olaf Schnur deutlich.

 

Er verwies in seinem Impulsvortrag darauf, dass gerade die Prozesse der Individualisierung und Entgrenzung und der Verlust ‚vorgefertigter‘ Biografien, die mit der Globalisierung einhergehen, das Bedürfnis nach Stabilität und Gemeinschaftlichkeit im unmittelbaren sozialräumlichen Umfeld verstärken. Hier bieten Quartiere die Möglichkeit an, sich einer Vielzahl an sozialen, kulturellen und ökonomischen Anknüpfungspunkten und Netzwerken anzuschließen und auf diese Weise Stabilität herzustellen.

 

Quartiere sind in Zeiten des demografischen Wandels Ort der Kommunikation, der nachbarschaftlichen Nothilfe und sozialen Kontrolle. Sie können als ‚Integrationsmaschinen‘ dienen und Orte der sozialen, ökonomischen und kulturellen Teilhabe sein, als lebensweltlicher Dreh- und Angelpunkt fungieren und ‚echte‘ nachbarschaftliche Partizipation generieren.

 

Im zweiten Teil der Veranstaltung stellten sich Projekte vor, die lebendige Nachbarschaften exemplarisch (vor-)leben:

 

Fazit der Veranstaltung ‚Quartier und Nachbarschaft‘: Die Identifikation mit dem direkten räumlichen Umfeld führt zu der Steigerung sozialer Teilhabe, der kulturellen Vielfalt und der Orientierung am Gemeinwohl! In Hannover existiert diese lebendige Identifikation mit dem Quartier bereits vielerorts – und das nicht nur in Linden-Nord. Indem die Stadt die richtigen Rahmenbedingungen schafft, kann sie bis 2030 den sozialen Zusammenhalt auch in den bisher ‚toten‘ Quartieren fördern. Vorschläge dafür waren u.a.:

 

  • Finanzielle Förderung von mehr Nachbarschaftseinrichtungen und Personal
  • Kommune als Ermöglicher: Spiel-/Räume bereitstellen, offene Atmosphäre aufbauen, keine Erfolgszwänge schaffen
  • Verwaltung muss für neue/kreative/“verrückte“ Ideen offen sein
  • Soziale Durchmischung der Quartiere fördern
  • Bereitstellen von nutzbaren Flächen und Räumen

Vielen Dank für die spannenden und bereichernden Diskussionen, Ideen und Vorträge!

IMG_8356

 

 

 

 

 

IMG_8355IMG_8348IMG_8360

2.Stadtradtour „Straßenkunst oder Schmierereien?“

In dem vergangenen Monat sind wir durch Calenberger Neustadt, Linden-Nord  und Nordstadt geradelt. Das Thema der Radtour ist „Straßenkunst oder Schmierereien“ gewesen. Dabei haben wir zahlreiche Graffiti angeschaut:

 

Station 01. Das UJZ Glocksee: ein Übungsparcours mit Grüßen von Kater Karlo und Hulk und anderen. Das Jugendzentrum wurde 1972 eröffnet. Den Anstoß gab ein Konzert der „Ton,Steine, Scherben“ im besetzten Haus in der Arndtstraße 1971 („Macht kaputt, was euch kaputt macht!“. Ursprünglich für das städtische Fuhramt gebaut, beherbergt es heute Kindergarten, Hort, Indigo und Café, Werkstätten und Theater)

 

P1110565 Web P1110574 WebP1110585 Web P1110595 Web P1110589Web

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wussten Sie schon, dass… Glocksee Abriss

 

 

Station 02. Das Capitol, Konzert- und Party-Club in Linden, kehrt sein Inneres nach Außen

P1110609 Web

 

Station 03. Die 2010 eröffnete Ihme-Gallery gibt Bezeichnendes, Nachdenkliches und Fröhliches

P1110621-WebP1110619-Kopie-Web

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Station 04. Am Lindener Markt lädt Hannah Arendt zum philosophischen Gespräch: „Niemand hat das Recht zu gehorchen.“

August 2014 vom Graffitikünstler Patrick Wolters (BeneR1) zusammen mit Kevin Lasner (Koarts) im Auftrag der Hausgemeinschaft geschaffen.

IMG_0542-Web

 

Station 05. Tierisches am Küchengarten

P1110639Kopie-Web

Station 06. Unbekanntes an der Rampenstraße. Auch so kann Werbung aussehen – an der Rampenstraße waren Ayla, Alev und Hülya aktiv

 

Station 07. Auf dem Wasser und unter dem Wasser – Nasses am Spielplatz Albert + Stärkestraße

P1110653 Web

Station 08. Politisches an der Ecke Stärkestraße: „500 Jahre Kolonialismus und Völkermord, 500 Jahre Widerstand!“

P1110656 Web

Station 09. Menschen und Masken bei FAUST, und die Omi schaut zu

P1110663 Web

Station 10. Nedderfeldstraße: Von Hasen und Scillas und Linden

P1110664-Kopie-Web P1110669-Kopie-Web IMG_0565-Kopie-Web

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Station 11. Eine typisch Schwittersche Lebensweisheit: „Das Leben ist eine herrliche Erfindung. Man sollte sich ein Patent darauf geben lassen.“

P1110677 Web

Station 12. Der anonyme Riesen-Sprayer vom „autonomen Zentrum“ in Aktion an der Limmerstraße 98 und die Farb-(beutel-) Kleckse, geschaffen von Jasha Müller (streetartshit) Ende 2013

P1110680 Web

Station 13. Wird das Chemie-Schloss an der Callinstraße grafftiti-frei? Die Vandalen und die Übermaler; sowie „little Guggenheim“ in Callinstraße 4 (Führung Ralf Gartelmann)

P1110718 Web

Station 14. Die Kofferfabrik n der Schaufelder Straße: „Die Revolution ist großartig; alles andere ist Quark.“ Rosa Luxemburg (1918) zeigt, wo‘s langgeht. 1987 besetzten linke Aktivisten die leerstehende Fabrik, im August 1995 Höhepunkt der Auseinandersetzungen- übrig blieben Bürgerschule (Kulturtreff) und die Kofferfabrik mit dem Sprengelkino

P1110725-Web

 

Veranstaltung „Nachhaltige Stadt“ regt zum Nachdenken an

Am 12. Juni fand die 6. Veranstaltung der Veranstaltungsreihe ‚Stadtentwicklung von unten…‘ des Bürgerbüros Stadtentwicklung (bbs) in der Bürgerschule (Stadtteilzentrum Nordstadt) statt.

 

Thema der Veranstaltung war ‚Nachhaltige Stadt‘: Gesellschaftliche Herausforderungen zeigen sich besonders deutlich in Städten, seien es Klimawandel, Ressourcenverbrauch, Freiraumsicherung, Energieversorgung, soziale und kulturelle Integration oder bezahlbares Wohnen. Die Anstrengungen um eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung werden wesentlich in den Städten entschieden.

 

Diskussionsgegenstand war daher die Frage, wie Hannover eine solche nachhaltige Stadt werden kann, eine vielfältige Stadt, mit Angeboten für unterschiedliche Lebensstile, Einkommen und Qualifikationen, ein Ort, wo jede und jeder die Chance bekommt, entsprechend seinen individuellen Voraussetzungen ein zufriedenes Leben zu entwickeln.

 

Zu Beginn gab Tanja Mölders, Professorin an der Leibniz Universität, Einblicke in die aktuellen Debatten zum Thema ‚Nachhaltige Entwicklung‘. Anschließend stellte Dr. Klaus Habermann-Nieße, Inhaber des Planugsbüro plan zwei, überregionale und lokale Projekte mit interessanten bürgerschaftlichen Ansätzen für eine nachhaltige Stadt vor.

 

Im Rahmen eines Marktplatzes berichteten im zweiten Teil eingeladene Projektverantwortliche über ihre Initiativen und diskutierten mit den Teilnehmern über Erfahrungen, Erfolge und Probleme:

 

Ulrike Prüß von „Berthas Beete – Die Essbare Südstadt Hannover“

 

Nadja Dorokhova von „GENUSS − Gemeinsam für Natur- und Umweltschutz im Stadtteil“

 

Kirsten Klehn von der Wohnungsgenossenschaft WOGE Nordstadt eG

 

Maren Coldewey von „Kultur des Wandels“

 

Lars Wichmann von „HANNAH − Lastenräder für Hannover“

 

Velten Wilharm von der Stadt-Teil-Werkstatt und Repair Café.

 

Die präsentierten Projekte machten deutlich, wie Menschen bereits heute ihre Stadtquartiere im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gestalten und haben Anregung gegeben es ihnen

gleich zu tun.

IMG_4824

IMG_4814

IMG_4812

IMG_4813

Die dritte Veranstaltung von „Mein Hannover 2030 unter der Lupe“

Wie ist der Stand von ‚Mein Hannover 2030‘ momentan? Entwickelt sich der Bürgerdialog in die gewünscht Richtung? Macht es Sinn eine feste Bürgergruppe zu instalieren, die die Qualität der Bürgerbeteiligung bei den kommenden Phasen von ‚Mein Hannover 2030‘ im Auge behält?

Wie lassen sich noch mehr Mitbürger zur Mitarbeit motivieren? Was benötigen BürgerInnen aus Hannover langfristig, damit ihr Bedürfnis nach politischer Teilhabe in der Stadt gerecht wird?

 

Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der 3. Veranstaltung von ‚Mein Hannover 2030 unter der Lupe‚, der BürgerInnenbegeleitgruppe zum Stadtdialog. Die diesmal etwas geringere TeilnehmerInnenzahl ermöglichte es, noch tiefer ins Detail zu gehen. Dies führte auch dazu, dass wir einige Punkte als Ergebnisse festhalten konnten:

 

  • Eine so genannte ‚Lobbygruppe‘ müsste so aufgebaut sein, dass sie auf der einen Seite Kriterien nach innen an ihre Mitglieder hat (Wunsch nach Förderung der Demokratie, Akzeptanz der bestehenden politischen Strukturen) und auf der anderen Seite einen klaren Arbeitsauftrag hat – der eine IMG_0319kurzfristige Perspektive  (Begleitung und Evalutation der derzeitigen Bürgerbeteiligungsprozesse der Stadt) und einen langfristige Perspektive (Förderung der politischen Teilhabe in der Stadt Hannover insbesondere für jene, die momentan ihre politschen Rechte kaum wahrnehmen [können]) hat.
  • Die Einführung eines festen Veranstaltungformates zu festen Terminen im Jahr an dem wichtige Themen der Stadt (Verkehr, Integration, Bildung, etc.) mit Verwaltungsmitarbeiters und Politkern gemeinsam diskutiert und abgestimmt werden.
  • Die Werbung für die Möglichkeiten von Mitbestimmung müssen vereinheitlicht und ausgeweitet werden.

IMG_0331   IMG_0328

 

Das Ihme-Zentrum in Hannover: Monumentale Bausünde oder urbanes Wahrzeichen?

Zahlreich strömten die Besucher aus Hannover am Freitag Abend zum Dialog an Deck auf die MS Wissenschaft an der Vahrenwalder Straße. Bei der Diskussion ging es um ein Thema, das die Stadt seit langem umtreibt: Die Zukunft des Ihme-Zentrums.

Das Ihme-Zentrum ist ein monumentales Bauprojekt aus den 70er Jahren mit der Idee der „Stadt in der Stadt“, architektonisch im Brutalismus verortet, nie komplett fertiggestellt, die Gewerbeflächen heute verwaist – im Moment ein nicht zu übersehendes großes Fragezeichen der Stadtentwicklung in Hannover.

Eigentlich waren sich Publikum und Experten relativ schnell einig: Das Ihme-Zentrum ist als Baudenkmal wichtig – und auch emotional anscheinend besser in die Stadt integriert, als manch abweisend wirkende Fassade es vermuten lassen könnte. Die vielen Wohnungseigentümer und Mieter leben gerne dort, und viele Menschen in Hannover haben durchaus positive Erinnerungen an die frühen Jahre, als das Ihme-Zentrum eine wichtige Adresse für den Großeinkauf war. Aber die seit langem leerstehenden Gewerbeflächen, marode Geschosse, unwirtliche Treppenhäuser, die schwierige Zugänglichkeit für Fußgänger sind Themen, die nicht nur die Bewohner des Ihme-Zentrums umtreiben. Aus anderen Städten gibt es gute Beispiele, dass eine „Revitalisierung“ von mit den Jahrzehnten veralteten Infrastrukturen in solchen Wohn- und Gewerbekomplexen möglich ist: zum Beispiel das Märkische Viertel in Berlin. Die Hoffnungen richten sich jetzt auf den Investor, der das Ihme-Zentrum erworben hat. Für Gespräche mit ihm haben die Bürger bereits kreative Ideen, wie man das Ihme-Zentrum neu gestalten und entwickeln könnte: man wünscht sich einen bunten Mix aus Gewerbe und Kultur und einen neu gestalteten Zugang zur Ihme. Auch ein Hotel könnte dort einziehen, eine Hochschule oder ein städtisches Schwimmbad. Parkplätze für Wohnmobile oder Ladestationen für E-Autos könnten das Ihme-Zentrum zu einem Mobilitätszentrum machen. Für die Bewohner vor Ort ist die Basis-Infrastruktur wichtig: ein Supermarkt, eine Ärztehaus und die Instandsetzung der teilweise maroden Gebäudestrukturen. Diese Vorstellungen und Visionen der Bürger finden durchaus Anklang bei der Stadt – gemeinsam hofft man jetzt auf einen gesprächsbereiten Investor, der die sozialen Aspekte ebenso ernst nimmt wie die ökonomischen.

Text von: Redaktion » Beate Langholf, Wissenschaft im Dialog gGmbH

 

Weitere Informationen zum Thema:

http://digital.haz.de/ihmezentrum/

und

https://experimentihmezentrum.wordpress.com/

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Dialog an Deck in Hannover, 29.05.2015. Wissenschaft im Dialog. CC BY 2.0 DE

 

Die Veranstaltung auf der MS Wissenschaft wurde von der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), der Initiative Wissenschaft im Dialog (WID) und dem Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover durchgeführt.

Zweite Veranstaltung „Mein Hannover 2030 unter der Lupe“

Am Mittwoch, den 22. April fand das zweite Treffen von „Mein Hannover 2030 unter der Lupe“ statt. Das Bürgerbüro Stadtentwicklung hat zu dieser Veranstaltung eingeladen, um BürgerInnen den Raum zu bieten,  Lob und Kritik zum Stadtentwicklungsprozess zu äußern.

P1110359-Kopie-WEB

P1110453-Kopie-Web

 

 

 

 

 

 

 

 

 

P1110466-WEB2

 

 

P1110425-WEB

Die interessierten BürgerInnen, die unsere Auftaktveranstaltung verpasst hatten, haben an diesem Abend eine kurze Einleitung zum Thema bekommen.

Danach konnten sich die TeilnehmerInnen in Gruppen aufteilen und intensiv zu ausgesuchten Themen diskutieren.

 

Insgesamt war das 2. Treffen der BürgerInnenbegleitgruppe zu „Mein Hannover 2030“  ein voller Erfolg. In themenbezogenen Gruppen wurden positive Eindrücke und Verbesserungsvorschläge gesammelt, die in den Stadtentwicklungsdialog einfließen.

 

Unter den Anwesenden war auch Sven Krüger aus dem Büro des

P1110443-Kopie-Web

Oberbürgermeisters, der die Mitglieder der BürgerInnenbegleitgruppe für den 12. Mai, 17 Uhr zu einem Gespräch ins Rathaus einlud.