Die Plakataktion “Hier Passiert’s! Wer bewegt den Stadtteil?” lädt zur Kommunalwahl am 12.9.2021 ein. Greifbare Erfolge der Stadtbezirksräte in der letzten Wahlperiode werden durch Plakate für die Bevölkerung sichtbar gemacht. Durch konkrete Projekte, die durch die Stadtbezirksräte realisiert wurden, wird gezeigt, dass Kommunalpolitik relevant ist und damit wird ein Anreiz für die Beteiligung an den Wahlen geschaffen. Das Bürgerbüro Stadtentwicklung setzt darauf, dass das Verständnis der Bürger*innen für Kommunalpolitik durch die Plakate in drei Stadtteilen gefördert wird und so die Wahlbeteiligung am 12. September steigt.

In manchen Bezirken Hannovers liegt die Wahlbeteiligung bei unter 40 Prozent. Häufig sind das Stadtteile in prekären Soziallagen. “Hier passiert’s!” konzentriert sich auf die Stadtteile, die 2016 die geringste Wahlbeteiligung hatten und spricht nicht wählende Bürger*innen an. Die Bürgermeister*innen der Stadtbezirksräte Döhren-Wülfel, Bothfeld-Vahrenheide und Nord haben das Vorhaben unterstützt und erfolgreiche Projeke aus den Stadtteilen Mittelfeld, Vahrenheide und Hainholz genannt. Aus deren Angaben wurden Plakate, die in den Stadtteilen das jeweilige Projekt markieren. Auch auf social media Kanälen werden die Erfolge geteilt und öffentlich gemacht.

Dabei bleibt die Darstellung der Arbeit der Stadtbezirksräte explizit auf die Vergangenheit beschränkt und ohne Fokus auf die antragstellende oder ausschlaggebende Partei.

Ausgewählte Projekte

Vahrenheide
  • Sozial- und Migrationsberatungsstelle Vahrenheide
  • Fitnessparcours / Calisthenics im Grünzug Vahrenheide
  • Stadtteilpark Schwarzwaldstraße
Hainholz
  • Hainhölzer Markt
  • Naturbad
  • Offener Mittagstisch
Mittelfeld
  • Nachbarschaftstreff
  • Bücherschrank und Spielplatz
  • Erneuerung niederländischer Expo-Pavillon

 

 

Die Anlauf-, Koordinations- und Vermittlungsstelle in Vahrenheide wurde 2019 errichtet. Es gab vorher keine Beratungsstelle, die pragmatische, lösungsorientierte Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten anbietet. Geholfen wird allen Bürgerinnen und Bürger mit Fragen zu Migrationsberatung. Neu zugezogene geflüchtete Menschen erhalten Unterstützung. Von Juni 2019 bis Juni 2020 wurden 1.457 Beratungsgespräche durchgeführt! Durch die Beratungsstelle werden soziale Einrichtungen entlastet, der Lebensunterhalt gesichert und die gelingenden Integration und Teilhabe wird gefördert. Dem Projekt wurde eine dauerhafte Finanzierung zugesichert.

 

Hainhölzer Markt: Hier wurde ein alter Wohntrakt entfernt, damit ein neues Haus mit Wohnungen für Menschen mit Behinderungen entstehen kann. Ein Wohncafé und eine Bankfiliale finden dort ebenfalls Platz. Der “Hainhölzer Markt” wird seit zehn Jahren mit einem Bauherren entwickelt. Dieses Jahr soll mit dem Bau begonnen werden. Der Bezirksrat hat sich für die frühzeitige realisierung des Hochbahnsteiges eingesetzt.

 

Durch die Arbeit des Bezirksrats konnte die frühere Stadtbücherei Mittelfeld als Nachbarschaftstreff erhalten werden. Der hintere Außenbereich bekam Turngeräten für Alt und Jung. Hier ist es gelungen, nicht nur eine einmal angedachte Schließung des Nachbarschaftstreffs zu verhindern, sondern diesen in Zusammenarbeit mit Verwaltung und Vereinen zu einem kleinen Stadtteilzentrum auszubauen. Teile des Projektes sind eine Vertrauensbücherei, die Möglichkeit Veranstaltungen durchzuführen und ein Mehrgenerationenplatz, der mit den unterschiedlichsten Spiel- und Sportgeräten bestückt wurde. An der Auswahl waren die Nutzer*innen beteiligt.

 

Das Naturbad entwickelte sich aus einer Bürger*innenbewegung. Die Stadt wollte das bestehende Freibad nicht weiter unterstützen. Die “Bad-AG” setzte sich für den Bau eines Naturbades ein und konnte den Wunsch gemeinsam mit Hilfe des Bezirksrats erfüllen. Das Naturbad ist das einzige seiner Art in ganz Hannover.

 

Der Stadtbezirksrat Bothfeld-Vahrenheide hat einen Gerätepark für Krafttraining unter freiem Himmel entstehen lassen. Calisthetics ist körperliches Training ohne spezielles Sportequipment. Das Training funktioniert mit dem eigenen Körpergewicht. Durch die Geräte hat jede*r Bürger*in eine einfache Möglichkeit, ein neues Fitnesslevel zu erreichen, Kraft aufzubauen und dabei unabhängig vom Fitnessstudio zu sein. Anlass zum Bau war eine Bedarfserhebung mit Vertreter*innen der Jugendhilfeeinrichtungen. Viele Menschen wünschten sich Fitnessparcours. Das wurde an den Stadtbezirksrat gerichtet. Dieser hat bei der Stadtverwaltung einen Antrag gestellt. Nach intensiven Diskussionen und Mitwirkung von Jugendlichen wurde der Gerätepark gebaut.

 

Ein neuer Bücherschrank mit einer separaten Abteilung für Kinderbücher wurde vom Bezirksrat finanziert und von der Verwaltung am Rande des Spielplatzes Gundelachweg aufgestellt. Damit wird an diesem bei vielen Familien im Stadtteil beliebten Ort ein niedrigschwelliges Leseangebot für Alt und Jung gemacht, das auch sofort nach Einweihung sehr gut angenommen wurde. Der Spielplatz selbst wird mit neuem Spielgerät aufgewertet.

Kartendarstellung

Wo sind die Projekte und die Plakate? Hier eine Übersicht

 

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