Rundgang durch das Ihme-Zentrum gibt tiefe Einblicke und eröffnet neue Perspektiven. Ein neuer Blick – ein neues Gefühl?

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„Wann waren Sie zuletzt hier“ fragte Constantin Alexander, Initiator der Aktion „Das Ihme-Zentrum, ein neues Wahrzeichen für Hannover“, die TeilnehmerInnen am Rundgang durch das Ihme-Zentrum in Hannover Linden. Bei den meisten liegt das schon eine ganze Weile zurück. Zu wenig Anlässe, die einen in den großen und verwinkelten Komplex führen, es sei denn, man möchte zu den Stadtwerken oder sein Kind anmelden im Fachbereich Jugend und Familie der Landeshauptstadt Hannover.

 

Doch an diesem windigen Dienstagabend hatte sich eine Gruppe aus Interessierten und MitarbeiterInnen des Bürgerbüros versammelt, um an einem der geführten Rundgänge teilzunehmen die Constantin Alexander seit einer Weile anbietet.

 

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Er startete mit einem Blick in die lange Geschichte des Ihme-Zentrums und die Bedingungen seiner Erbauung. Auch TeilnehmerInnen, die sich noch an diese Zeit erinnern, konnten hier viel Neues erfahren. Auch darüber, warum es kein Lösung sein kann, das Ihme-Zentrum abzureißen, wie es oft in Gesprächen schnell tönt. Die Geschichte des Ihme-Zentrums ist eine voller Visionen, Erwartungen und enttäuschter Hoffnungen unter der Beteiligung vieler Akteure die sich im Laufe der Jahrzehnte daran gerieben haben. Der Rundgang führte dann durch die Tiefgaragen, hinauf auf die Ebene 1, ehemals die Einkaufsmeile, und weiter auf die Dächer einer Zwischenebene. Die teils aufgerissenen Wände der Fassaden wirkten beim vorbeistreifen wie offene Wunden. Die unbelebten und ungepflegten Wege und Plätze wirkten unwirtlich und wenig einladend.

 

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Doch je näher man hinsah und die Distanz aufbrach, desto mehr gaben sie sich als gestaltbare Flächen zu erkennen. Hier wäre für so viel Ausprobieren im urbanen Raum Platz. Platz für Kunst und Kultur wäre in rauen Mengen vorhanden. Hier könnte Mehr-Generationen-Wohnen stattfinden, aus dem Zusammenleben von Flüchtlingen, Studenten und den alten Bewohnern könnten neue Gemeinschaften entstehen. Constantin Alexander formuliert es so: „Das Ihme-Zentrum ist kein Problem, sondern eine Herausforderung“ Oh ja! Eine Herausforderung die immer mehr Menschen anzunehmen bereit erscheinen. Das Gefühl zum Ihme-Zentrum verändert sich grade. Die Wahrnehmung ist einem Wandel unterworfen, weil es Menschen wie Constantin Alexander gibt, die sich auf einmal so dafür einsetzen. Dieser Einsatz steckt an, das Interesse springt über, und die Phantasie ist plötzlich beflügelt ob der Möglichkeiten, die sich hier bieten.

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All diese Möglichkeiten sammelt Constantin Alexander übrigens als Vorschläge auf seiner Seite: https://experimentihmezentrum.wordpress.com. Mitvisionieren ist ausdrücklich erwünscht. Anmelden für einen Rundgang kann man sich unter rundgang@ihmezentrum.org. Das Ganze ist kostenlos und dauert rund anderthalb Stunden.

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