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Autofreier Sonntag 2018

Juni 2018

 

Welche Initiativen und Projekte in Hannover kennen Sie? Wo engagieren Sie sich? Mit diesen Fragen wendeten wir uns an die vielen Hannoveraner*innen die bei bestem Wetter zum Jubiläum des 10. autofreien Sonntag im Zentrum der Innenstadt kamen.

 

Auf unseren großen Hannover-Stadtplan konnten mit pinken und gelben Zetteln die Passanten ihre Initiativen oder Vereine verorten. Überraschenderweise kannten einige Anwohnende viele Initiativen in ihrem Stadtteil nicht und waren positiv darüber überrascht, wie viele engagierte Mitbürger*innen es in ihrer direkten Nachbarschaft gibt.

 

Eine weitere Aktion am Stand waren unsere Taschen von HannoverMachen. Diese wurden ebenfalls mit sehr großer Begeisterung von Groß und Klein angenommen. Mit verschiedenen Farben konnten die Taschen auf unterschiedliche Art und Weise individuell gestaltet werden.

 

Außerdem nutzten wir die Gelegenheit, unser neues Projekt Audio-StadtRadTouren vorzustellen. Dies ging aus unserer populären StadtRadTour-Reihe mit Sid Auffarth hervor. Seit fast 30 Jahren bietet der Bauhistoriker für das Bürgerbüro Stadtentwicklung Radtouren durch Hannover und die Region an. Da es dieses Jahr die letzte Stadtradtour-Reihe in dieser Form geben wird, haben wir die Touren der letzten drei Jahre aufgezeichnet und Audiotouren produzieren lassen. Es sind 14 unterschiedliche Touren mit jeweils acht Stationen entstanden, die mithilfe der kostenlosen App Izi.Travel jederzeit mit dem Fahrrad und dem Smartphone nach(er)fahren werden können. Wer Sid Auffahrt noch einmal bei der StadtRadTour selbst erleben möchte, hat die Chance zu den letzten Terminen in diesem Sommer vorbeizukommen.

 

Wir freuen uns, dass viele Besucher*innen beim 10. autofreien Sonntag auf uns aufmerksam wurden und gleichzeitig erste Projektideen entstanden sind. Wir sind ganz gespannt welche sich davon irgendwann auf unserer HannoverMachen Plattform wiederfinden werden.

 

Trotz warmer Außentemperaturen haben sich am 11.06.2018 ungefähr 60 interessierte Bürger*innen und Fachleute in der VHS Hannover zum Thema „Freiräume in der Stadt“ ausgetauscht. Prof. Dr.-Ing. Scholich, Vorstand bbs, führte ins Thema ein. Seinen Vortrag finden Sie hier.

 

Anschließend gab Prof. Dr. Kaspar Klaffke, ehem. Leiter des Grünflächenamts Hannover, zum Thema „Freiraumplanung für die Stadt – vom Landschaftsrahmenplan über Stadt als Garten bis Stadtgrün 2030+“ einen umfangreichen Überblick über die Freiraumplanung in Hannover. Seinen eindrucksvollen Vortrag können Sie sich nebst der Präsentation herunterladen.

 

Sonja Beuning, Leiterin FB Planung und Raumordnung der Region Hannover, gab Einblicke zum Thema „Naherholung und Naturerleben in der Region Hannover – Fahrrad- und Gartenregion“. Sie weitete den planerischen Blickwinkel auf die gesamte Region Hannover aus und erläuterte die Freiraumsicherung in RROP und stellte eine Vielzahl an Projekten der Region zur Freiraumnutzung vor.

 

Als Dritter begann Herr Prof. Dr.-Ing. Martin Prominski, LUH, zum Thema „Die Stadt als Freiraum –Freiräume in einer Stadt“, bei dem er zunächst selbst einige studentische Projekte erläuterte, um im Anschluss das Wort an drei seiner Studierenden zu übergeben, die ebenfalls zwei Projekte kurz vorstellten, die mit spannenden Ideen gespickt waren.

Den Abschluss bildetet der Verein Hannover Voids , wo stellvertretend Maximilian Heise und Magdalena Jackstadt ihre Vision von zukünftiger Bürgerbeteiligung vorstellten.

 

Dietmar Scholich moderierte anschließend eine Abschlussdiskussion, bei der das bbs das Plenum darum bat, Meinungen, Wünsche und Erwartungen an Freiräume in der Stadt und Region zu formulieren. Rebekka Jakob, bbs, notierte die Wünsche und Anregungen.

 

Aus rechtlichen Gründen dürfen wir die weiteren Präsentantinnen und Vorträge leider nicht zur Verfügung stellen.

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auszeichnung: Das Bürgerbüro Stadtentwicklung ist Demokratie-Ort


Die Partizipationsagentur Politik zum Anfassen e.V. hat unser Projekt HannoverMachen als einen der ersten Demokratie-Orte Hannovers ausgezeichnet .

 

Ein Demokratie-Ort kennzeichnet sich dadurch, dass er Demokratie vor der eigenen Haustür zum Leben erweckt. Mit HannoverMachen haben auch wir den Anspruch, diesen Gedanken in die Tat umzusetzen.  So unterstützen wir gezielt lokales Engagement vor Ort und geben gemeinwohlorientierten Ideen Hannovers eine Plattform.

 

Die Demokratie-Orte

Auf der Webseite HannoverLiebe besteht die Möglichkeit, einen interaktiven Rundgang durch die Demokratie-Orte Hannovers zu machen.

 

Herzlichen Dank für diese Auszeichnung, wir fühlen uns geehrt in einer Reihe mit weiteren tollen Projekten Hannovers genannt zu werden!

 

 

Die Demokratie-Orte sind eine Aktion der lokalen „Partnerschaft für Demokratie“ der Landeshauptstadt Hannover im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Audio-StadtRadTouren sind online!

 

Hannover mit dem Rad erkunden? Mit uns kann man sich Stadthistorie und kulturelle Stätten am Wegesrand jetzt auch per Smartphone erklären lassen. Unsere Audio.StadtRadTouren sind online!

 

Seit 1990/91 führten der Bauhistoriker Sid Auffarth und Matthias Muncke (BUND) „historisch-ökologische Radtouren“ an, die später als „StadtRadTouren“ zu regelmäßigen Veranstaltungen in das Programm des neu gegründeten Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e.V. (bbs) überging.

 

Ab dem Jahr 2015 hat das Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e.V. alle StadtRadTouren mit Sid Auffarth und Petra Metsch aufgenommen, um daraus Audiodateien zu erstellen und diese allen Interessierten im Internet anzubieten. In den vergangenen 18 Monaten haben wir es mit großer Unterstützung geschafft, insgesamt 14 verschiedene Audio.StadtRadTouren mit insgesamt ca. 110 Hörstationen zu realisieren.

Ab sofort stehen diese Touren jederzeit zur kostenlosen Nutzung am PC (www.audio.stadtradtouren.de) oder unterwegs per Smartphone/Tablet (App „izi.travel„) zur Verfügung!

Bitte auf jeden Fall Testen & Weitersagen!!

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„Wohnen leitet Mobilität“ – 2. Dialogforum des VCD in Hannover

Verschiedene Vertreter*innen aus Mobilitäts- und Wohnungsbranche, sowie der Kommunen und Planungsbehörden trafen am Dienstag, den 10.04.2018 beim zweiten Dialogforum des Verkehrsclub Deutschland aufeinander. Das Thema der umwelt- und sozialverträglichen Mobilität innerhalb der Wohnquartiere stand dabei im Mittelpunkt

Der VCD entwickelt anhand von Dialogforen, die in halbjähriger Abfolge stattfinden, gemeinsam mit den unterschiedlichen Teilnehmenden Mobilitätskonzepte. Im Rahmen des Projektes „Wohnen leitet Mobilität“, sollen sie für intelligentere Mobilität am Wohnort sorgen. Ein Dialog zwischen Kommunen, Planer*innen und Wohnungsunternehmen wird hierbei angestrebt. Unter der Leitung von Hans-Christian Friedrichs (VCD Landesverband Niedersachsen) und Christian Harstrick, Regionalkoordinator des Projektes „Wohnen leitet Mobilität“ in Hannover, wurde die Veranstaltung im Hodlersaal des neuen Rathauses eröffnet. Zunächst wurde vorgestellt, wie das Wohnen in Hinblick auf das Mobilitätsverhalten nachhaltiger gestaltet werden kann. Präsentiert wurden das „digitale Brett“, als Smartboard im Hausflur, die Verkehrsinformationskarte der ÜSTRA und der sogenannte TrolleyBoy, als Transportalternative.

Unter der Betrachtung verschiedener Mobilitätsfaktoren, wie Nahmobilität, Car-Sharing, ÖPNV, PKW-Verkehr und Kommunikationssysteme/Apps wurde schließlich ein „World-Café“, als Workshop-Methode, durchgeführt. Anregungen, Strategien bzw. Lösungsvorschläge und zugehörige fördernde, als auch hemmende Faktoren wurden in diesem Zusammenhang gesammelt. Von Abänderung des Stellplatzschlüssels zugunsten Abstellmöglichkeiten von Fahrrädern oder aber digitalisierte Fahrscheinkonzepte – die Teilnehmenden besaßen eine Vielzahl an Ideen.

Dabei kam heraus, dass Kooperation und Zusammenarbeit in Netzwerken für die Aufstellung eines Konzeptes von hoher Bedeutung sind. Die vorgestellten Projekte zur Vereinfachung des Alltags der Mobilität sind letztendlich in Zusammenhang mit ihrem Nutzen zu hinterfragen. Deckt das Smartphone beispielsweise nicht bereits die Funktionen eines „digitalen Brettes“ ab oder wird es unser Mobilitätsverhalten wirklich vereinfachen? Neben den innerhalb des Dialogforums besprochenen Inhalten zur Vereinfachung des Mobilitätverhaltens werden in den anderen Foren des VCD weitere Themen, wie die Planung, den Bau oder die Umstrukturierung von Wohnquartieren für eine intelligentere Mobilität behandelt.

Das nächste Dialogforum des VCD findet im Herbst 2018 statt. Weitere Infos

 

zum Projekt „Wohnen leitet Mobilität“ oder zum Verein selbst finden Sie hier.

Das bbs zu Gast bei der Plattenkiste von NDR1 Niedersachsen

Die NDR 1 – Zuhörer*innen unter Ihnen haben es möglicherweise bereits mitbekommen bzw. mitgehört.

 

Am 22. Februar waren wir von 12-13 Uhr zu Gast bei der Plattenkiste und konnten, zwischen unseren Musikwünschen, von unserer Arbeit im Bürgerbüro Stadtentwicklung berichten. Dietmar Scholich, Manfred Müller und Jamuna Putzke wurden von Jens Krause durch die Sendung geführt und zu unserer Arbeit und unseren Projekten interviewt.

 

Viele interessante und aktuelle Themen aus Hannover kamen auf, wie z.B. der Neu- und Ausbau von Schulen oder die Neugestaltung der Fahrradwege. Auch über unsere Crowdfunding-Plattform „HannoverMachen“ und die darauf präsentierten Projekte konnte kurz berichtet werden.

 

Was genau bei der Plattenkiste besprochen wurde, können Sie in dem folgenden, ausführlichen Bericht des NDR entnehmen:

 

 

Bürgerbüro Stadtentwicklung aus Hannover gestaltet die Sendung Plattenkiste von NDR 1 Niedersachsen

 

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Plätze, Parks & Co: Straßenräume, Stadträume, Lebensräume – Wie wollen wir leben auf unseren Straßen?

 

Welches Potenzial steckt eigentlich in unseren Straßen? Dieser Frage gingen wir in unsere Fortsetzung der Veranstaltungsreihe „Plätze, Parks & Co“ am 17. Januar 2018 nach. Unter dem Titel „Straßenräume, Stadträume, Lebensräume“  fanden ca. 70 Bürger*innen und Fachleute zusammen, um über die hannoverschen Straßen zu diskutieren.

 

Thematischen Einstieg bildete Prof. em. Hermann Knoflacher des Institut for Traffic Planning and Traffic Engineering in Wien. Aus verkehrsplanerischer Perspektive führte er in die Problematik ein, dass die städtischen Infrastrukturen vorwiegend auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet sind. Er brachte Beispiele aus seiner langjährigen Berufstätigkeit mit, bei denen er Quartiere durch Einschränkung des Autoverkehrs neues Leben eingehaucht hat.

 

Oliver Thiele, Architekt und Fahrradaktivist aus Hannover, zeigte welche Möglichkeiten die Straßen Hannovers offenbaren, sobald weniger Autos auf ihnen zu finden sind. Er erlaubte einen Blick hinter die Kulissen seines Projektes PlatzDa! Hannover. Und stellte sein neues Projekt Jamiel Kiez vor, bei dem Straßen zu kulturellen Begegnungsräumen werden sollen.

 

Abschließend gab Prof. Dr. Tanja Mölders eine Einführung in gender-gerechtes Planen. Die Studierenden ihres Seminars stellten vor wie sie dieses Wissen  auf den Straßenraum planerisch angewand haben.

Ergänzend war in den Räumlichkeiten der VHS eine Galerie eingerichtet, die den Teilnehmenden die Möglichkeit gab, sich die Beine zu vertreten und weitere studentische Projekte auf gestalteten Wandplakaten anzuschauen.

 

Abschluss bildete eine moderierte Reflexion zu der Frage, welche Erwartungen und mögliche Handlungsschritte bei den Zuschauenden vorliegen, um eine Veränderung auf unseren Straßen in der Stadt und Region zu erreichen. Das Bürgerbüro Stadtentwicklung e.V. notierte die Anregungen des Publikums.

 

        

Herausforderung Wohnen – Kooperationsveranstaltung von bbs und ARL

Unsere erste Veranstaltung des Jahres und gleich so ein Andrang! Die Kooperation mit der Akademie für Raumfoschung und Landesplanung (ARL) erwies sich damit mal wieder als ein toller Erfolg! Wir hatten wirklich nicht damit gerechnet, dass weit über 120 Einwohner*innen Hannovers unserer Einladung zum Thema „Herausforderung Wohnen“ folgen würden. Viele mussten wir wieder nach Hause schicken, weil die Werkstatt Ihmezentrum am 15. Januar 2018 aus allen Nähten platzte. Ein lebender Beweis dafür, dass das Thema Wohnen auch in Hannover zu einer drängenden Herausforderung geworden ist?

 

Prof. Dr.-Ing. Dietmar Scholich (Vorstand des Bürgerbüro Stadtentwicklung) begrüßte die dichtgedrängten Zuhörer*innen und führte in die aktuellen Fragestellungen der Thematik „Herausforderung Wohnraum“ ein. Sein Kurzinput lässt sich hier nachlesen: Einführung Scholich

 

Anschließend hielt Prof. Dr. Barbara Schönig von der Bauhaus Universität Weimar einen Vortrag mit dem Titel „Herausforderung Wohnraum für alle“. Prof. Dr. Schönig hat ein Buch herausgegeben, welches sich mit dieser Fragestellung dezidiert auseinander setzt. Hier finden Sie eine Leseprobe als Zusammenfassung des Vortrages.

 

Im Anschluß stellte Daniel Fuhrhop, Autor von „Verbietet das Bauen“, seine Thesen zur Lösung der neuen Wohnfrage vor. Im Anschluß stellte er pragmatische Lösungen für Einwohner und Kommunen vor. Seine Thesen hat Daniel Fuhrhop für uns in einem kurzen Text zusammengefasst.

 

Danach startete die Podiumsdiskussion mit Michael Heesch (Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Landeshauptstadt Hannover) , Dr. Frank Eretge (Firmengruppe Gundlach) und Dr. Klaus Habermann-Nieße (Stadtplaner plan zwei und Gründungs- und Vorstandsmitglied der WOGE Nordstadt) . Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Dr. – Ing. Evelyn Gustedt (ARL).

 

Vielen unserer Gäste ist sicher deutlich geworden, dass die Stadt Hannover schon auf den Wohnungsmarkt Einfluss zu nimmt und dass der Einfluss nur begrenzt nämlich vor allem auf öffentlichen Flächen und im Bereich von Neubauten möglich ist. Die aktuelle Wohnfrage muss auf vielen Ebenen gelöst werden. Die öffentliche Hand betrifft dies nicht nur auf kommunaler sondern auch auf Landes- und Bundesebene, vor allem im Hinblick auf die Finanzierung und Förderung von sozialem Wohnungsbau und die Etablierung einer Wohnungspolitik die nicht nur Randgruppen, sondern auch die breite Masse im Fokus hat.
Auch die Bürger*innen selbst und hier vor allem die einkommensstarken können sich nicht aus der Verantwortung nehmen und müssen sich fragen lassen, ob der immer größere Bedarf an Wohnfläche gerechtfertigt ist. Die Kommerzialisierung des Wohnungsmarktes hat dafür gesorgt, dass die soziale Schere im Bereich Wohnen ähnlich weit auseinanderklafft wie bei den Einkommen. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt auch in Zukunft kommt es beim Wohnen darauf an ob sich auch Bessergestellte auf Verkleinerungen á la Fuhrhop einlassen können.

Wir danken allen Akteuren und Gästen für die gelungene Veranstaltung!

Einen ausführlichen Bericht zu der Veranstaltung finden Sie hier als Download.

 

Hoheit über die Stammtische – Wie geht Campaining?

Ab heute wird Hannover umgekrempelt! Die ca. 60 Aktivisten die gestern im Transformationswerk bei der Veranstaltung des bbs mit Heinrich Strößenreuther waren, wissen jetzt wie es geht.

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Zukunft am Waterlooplatz – Veranstaltung aus der Reihe „Plätze, Parks und Co.“

 

„Der Stellenwert des Waterlooplatzes ist gleich 0“, so ein Statement eines Bürgers aus den Zuschauerreihen, als Dietmar Scholich (stellv. Vors. bbs) bei der Abschlussdiskussion nach der Bedeutung des Platzes für die Anwesenden fragte.

Kontroverse Zukunftsbilder für den Waterlooplatz wurden deutlich, als am Montag, den 29.05.2017 rund 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Hannover ihren Weg in die Volkshochschule gefunden haben, um mit dem Bürgerbüro Stadtentwicklung Meinungen, Wünsche, Ideen und Erwartungen zur „Zukunft am Waterlooplatz“  auszutauschen.

Prof. Dr.-Ing. Dietmar Scholich eröffnete die Veranstaltung und leitete Vortragende und Interessierte durch einen Abend voller Ideen. Scholich machte aufmerksam auf die Notwendigkeit des kooperativen Umgangs im öffentlichen Raum und plädierte für die Partizipation bei gesellschaftlich und politisch relevanten Entscheidungen.

Dr.-Ing. Sid Auffarth, Bauhistoriker und Anwaltsplaner, lieferte mit seinem ersten Statement einen Einstieg in die Thematik, indem er die Besucher mitnahm auf einen historischen Streifzug des Waterlooplatzes von der Planung 1825 bis heute. Der Platz erfuhr in der Vergangenheit einen Wechsel zwischen Militarisierung und Entmilitarisierung. Heute wird der Platz für temporäre Veranstaltungen genutzt und befindet sich in mitten des Regierungsviertels von Hannovers.  Fotos zu seinem Vortrag finden Sie hier.

Anschließend knüpften Ernst Futterlieb und Klaus Heinzel, Architekten und Stadtplaner an, und präsentierten ihre städtebauliche Konzeptstudie „Wohnen im Regierungsviertel“, die im Zusammenhang mit Mein Hannover 2030 entstanden ist. Beide gehen davon aus, dass eine Bebauung an der Südseite mit vielseitiger Nutzung im Erdgeschoss dazu beitrage, dem Platz neue Energie und Lebensqualität einzuhauchen. Ziel sei eine Bereicherung der Stadt durch das Wachsen sozialer und urbaner Qualitäten. Näheres zum Vortrag finden Sie hier und hier.

Ein abschließendes Statement lieferten Landschaftsarchitektur und Architektur Studierende der Leibniz Universität Hannover, im Rahmen eines Seminars, mit dem Schwerpunkt gendergerechte Planung, unter der Leitung von Prof. Dr. Tanja Mölders. Besonders prägende Gedanken lieferte dabei der Architekturstudent Ibrahim Salim Klingeberg-Behr, dessen Vortrag in den Zuschauerreihen großen Anklang gefunden hat. Klingeberg-Behr konzentriert sich in seinem Entwurf auf das Diversity-Konzept, indem er jede gesellschaftliche Gruppe bei der Planung miteinbezieht und ein multifunktionales Forum rund um die Waterloosäule vorsieht. Platz für vielfältige Nutzungen könnte sein so genanntes „Haus der Demokratie“ bieten. Landschaftsarchitekturstudierende schlagen wiederum eine Bebauung, südlich am Waterlooplatz vor, mit Raum für soziale Projekte auf den Flachdächern der Häuserreihe. Weiteres ist hier nachzulesen.

Dietmar Scholich moderierte die Abschlussdiskussion, Rebekka Jakob sammelte Wünsche und Ideen der Besucher an der Flipchart ein: Es scheint Einigkeit darüber zu herrschen, dass der Waterlooplatz derzeit einen geringen Stellenwert in Hannover einnimmt. Doch gibt es verschiedene Ansätze und Ideen, wie mit diesem zukünftig besser umgegangen werden kann. Die einen sprechen sich für eine Bebauung am Waterlooplatz aus, andere verneinen dies vehement. Andere hingegen wünschen sich einen Abenteuerspielplatz oder einen Bürgerpark, der Raum für verschiedenste Aktivitäten, gerade für die Anwohner der Calenberger-Neustadt, bietet. Die Diskussion zeigt, dass der Waterooplatz trotz fehlender Freiflächen in Hannover kaum genutzt wird, da einerseits die Lavesallee eine Barriere zur Zugänglichkeit darstellt und andererseits der Verkehrslärm eine Nutzung kaum möglich macht.

Eine Dokumentation der Anmerkungen aus dem Publikum sowie eine Zusammenstellung der Ergebnisse der Diskussion ist hier zu finden.

 

Einen Artikel der HAZ über unsere Veranstaltung können Sie hier nachlesen.

 

Ibrahim Klingeberg-Behr verfasste eine schriftliche Ausarbeitung zu seinem Entwurf für den Waterlooplatz im Rahmen des Seminars „Plätze, Parks und Co – Freiräume in der Stadt (geschlechter)gerecht gestalten“, nachdem er diesen auf der Veranstaltung des Bürgerbüro präsentierte. Interessierte können diese hier nachlesen.

 

 

 

 

 

 

Zukunft des Köbelinger Marktes – Veranstaltung aus der Reihe „Plätze, Parks & Co.“

 

Anlieger, Anwohner, Planer, Politiker, interessierte Bürger… über 90 Menschen kamen am Mittwoch, den 05.April 2017  in die städtische Galerie KUBUS um mit dem Bürgerbüro Stadtentwicklung über die Zukunft des Quartiers rund um den Köbelinger Markt zu diskutieren.

Manfred Müller (1. Vorsitzender des bbs) stellte den Sachstand zum Bebauung dar. Weitere Informationen in seiner Präsentation und auf den Webseiten der Stadt Hannover hier und hier.

Anschließend präsentierte Kai Koch (Vizepräsident des Bund Deutscher Architekten, BDA) Ergebnisse eines Workshops des BDA der im Vorfeld der City 2020+ Überlegungen zur Aufwertung der Altstadt 2005 durchgeführt wurde. Dabei wurden auch schon Überlegungen zum Köbelinger Markt angestellt. Sein Vortrag findet sich hier.

 

Oliver Kuklinski (Geschäftsführer des bbs) moderierte die Diskussion über die Zukunft des Köbelinger Markts und sammelte Perspektiven der Anlieger*innen aus dem Publikum ein. Die Anwesenden hielten in Kleingruppen ihre Wünsche und Ängste fest, die anschließend zusammengetragen wurden.

Grundsätzlich scheinen die Pläne der Stadt nach dem Abriss der Verwaltungsgebäudes Wohnbebauung zu errichten und eine Aufwertung und Belebung des Quartiers auf Akzeptanz zu treffen. Die Anwesenden wünschen sich eine gute soziale Durchmischung als Ziel für die Wohnbebauung.
Bedenken gibt es teilweise aufgrund der Höhe der geplanten Gebäude. Auch die verkehrlichen Änderungen bereiten einigen Anwesenden sorgen. Sie befürchten, dass der Verkehrsfluss ins Stocken gerät, durch die Umwandlung der Leinstr. in eine Sackgasse und die Auslastung der Marktstr. Andere wünschen sich genau das: eine Verkehrsberuhigung und eine zukunftsorientierte Verkehrsplanung rund um den Köbelinger Markt und bessere Bedingungen für Fahrradfahrer sowie die Berücksichtigung der Anforderungen der E-Mobilität.
Umstritten ist auch die Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf dem Köbelinger Marktplatz, von einigen wurde sie begrüßt, da es Quartiernah bisher kaum Möglichkeit gibt sich im Freien aufzuhalten, andere befürchten, dass sich mit Trinkern eine ähnliche Situation wie am Weiße-Kreuz-Platz oder am Raschplatz entwickeln könnte und lehnen dies ab.

Eine Dokumentation der Anmerkungen aus dem Publikum sowie eine Zusammenstellung der Ergebnisse der Diskussion in Kleingruppen ist hier zu finden.

Einen Artikel der HAZ über unsere Veranstaltung können Sie hier nachlesen.

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Plätze, Parks & Co. – Auftakt der Veranstaltungsreihe

 

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Standpunkte aus ganzen verschiedenen Blickwinkeln zum Umgang mit dem öffentlichen Raum gab es am 30. Januar bei unserer Auftaktveranstaltung zu der Reihe „Plätze, Parks & Co.“ im Pavillon. Das Podium war mit 12 Vertretern aus Politik, Planung und Bürgern mehr als gut besetzt. Aber auch im restlichen Saal drängten sich die Menschen: mehr als 120 Personen kamen, um zuzuhören, aber auch um selbst mitdiskutieren zu können. Einziger Wermutstropfen: ein Vertreter der Bauverwaltung konnte leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

 

Klaus Selle und Sid Auffarth hielten die Eingansreferate. Während Klaus Selle sich in seinem Vortrag vor allem der Bedeutung der öffentlichen Räume in der Vergangeheit und heute widmete, schlug Sid Auffarth in seinem Vortrag einen Bogen über die verschiedenen Aktivitäten zum Umgang mit dem öffentlichen Raum in Hannover in den letzten 3 Jahrzehnten.

 

Die Diskussionsbeiträge erstreckten sich über das Scheitern der Bebauung des Steintorplatzes, die aktuellen Streitgkeiten zur Umgestaltung des Wedekindplatzes und Experimentierkultur im öffentlichen Raum und die Rolle der Bürgerbeteiligung in all diesen Zusammenhängen.

 

h-eins.tv hat unsere Veranstaltung in voller Länge aufgezeichnet. Herzlichen Dank dafür!

 

ein Blog-Beitrag über unsere Veranstaltung findet sich hier:

Be­richt: Plät­ze, Parks & Co. – Vom Um­gang mit dem öf­fent­li­chen Raum in Han­no­ver

 

 

 

 

 

 

 

 

HannoverMachen.de – CrowdfundingPlattform des bbs ist online!

Ein grüner Buzzer wird gedrückt, ein Feuerwerk geht los und HannoverMachen.de ist online!

Zur Auftaktfeier von HannoverMachen kam eine bunte Mischung an Stadtbewegern und –bewegten aus dem Dunstkreis des bbs, Mitarbeiter der Stadt Hannover und die Initiatoren der ersten Bürgerprojekte die sich auf der Plattform HannoverMachen präsentieren.

In einer Feierstunde im Transformationswerk der Agentur neuwärts hielt der Oberbürgermeister Stefan Schostok ein Grußwort und schaltete gemeinsam mit Vertretern des bbs die Plattform frei. Außerdem wurden die ersten Projekte der Plattform präsentiert und die Initiatoren interviewt.

Anschließend klang die Feier bei Speis und Trank aus und die Anwesenden nutzten die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen.

H1 unser lokaler Fernsehsender berichtete von unserer Auftaktveranstaltung, der Bericht wurde am Mittwoch bei 0511 gezeigt und ist jetzt online zu finden.

 

Fotografisch dokumentiert wurde der Abend von dem Fotograf Michael Wallmüller alle Fotos dieses Beitrags stammen von ihm.

 

„Gesund durch Stadtplanung?“ im November der Wissenschaft – bbs und ARL lassen diskutieren

Das Podium hätte noch ewig weiter diskutieren können zu den Auswirkungen von Verkehr und Freiraumnutzung auf die menschliche Gesundheit.

 

Das Eingangsreferat von Prof. Dr.-Ing. Sabine Baumgart von TU Dortmund betonte den historischen Zusammenhang von Gesundheit und Stadtplanung und endete mit der Aufforderung diese beiden Aspekte auch heute mehr zusammen zu denken. Um den salutogenesischen Ansatz („Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit“) weiter zu verfolgen müssten bestehendes Know-How in den Kommunen als strategische Partner einbezogen werden. Sie endete mit einem Zitat von Jason Corburn: „Partizipative Stadtplanung ist somit auch eine Form präventiver Medizin“.

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Die sich anschließende Diskussion konzentrierte sich dabei stark auf das Streitthema Auto. Einig waren sich die meisten der Anwesenden, dass der Autoverkehr in der Stadt zu viel Raum einnimmt sowie Lärm und Schmutz verursacht. Michael Heesch von der Stadtverwaltung war es ein Anliegen zu betonen, dass das Auto nicht allein als „Schädling“ sondern auch als „Nützling“ angesehen werden müsse, auf das viele Menschen angewiesen seien.
Oliver Thieles (Initiative Hannovercyclechic und Platzda!) Forderung nach autofreien Quartieren in Hannover, parierte Heesch in dem er betonte, dass es der Stadt Hannover ein Anliegen sei für alle Bürger der Stadt zu planen. Es gäbe daher derzeit keine Absichten Wohngegenden zu erreichten, in welche nur ein bestimmtes Klientel (in diesem Fall ohne Autobesitz) ziehen könnte. Heeschs Aussage ein Leben ohne Auto müsse man sich erstmal leisten können, rief einen Vertreter des VCD aus dem Publikum auf den Plan. Dieser betonte, man solle nicht den Eindruck erwecken, das Auto wäre das günstigere Verkehrsmittel.
Axel Priebs, Umwelt- und Planungsdezernent der Region Hannover, betonte, als öffentliche Hand könne man den Bürgern zwar Angebote und Anreize zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln bieten, die Entscheidung müsse in einem freiheitlichen Land aber jeder Bürger selbst treffen.
Aus dem Publikum gab es das Statement dem Autoverkehr würde es viel zu leicht gemacht: sobald sich an Engpässen wiederkehrende Stauereignisse bemerkbar machten, würden diese beseitigt, statt Bürgern dieser unbequemen Situation  auszusetzen und dadurch ein Umdenken einzuläuten.

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Zurecht kam am Ende die Bemerkung aus dem Plenum, dass das Thema der Luftreinhaltung bzw. Schadstoffemissionen auf dem Podium viel zu kurz gekommen sei. Die Landtagsabgeordnete Maaret Westphely nutzte daher die Abschlussrunde um dieses Thema aufzugreifen und forderte, dass die „Umweltzone“ als ein Instrument des Luftreinhalteplans weiterentwickelt werden müsse, um Grenzwerte zu Stickoxidbelastungen einhalten zu können.

 

 

 

 

 

 

 

Hier gibt es die Folien aus dem Vortrag von Frau Baumgart zum Download.

 

Diese Veranstaltung organisierte das bbs gemeinsam mit der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL). Herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit!

“Not a dime in my pocket – but a dream in my head” – Crowdfunding, was ist das ?

Viele Träumer folgten dem Aufruf des Bürgerbüros Stadtentwicklung am 25.10.2016 in die Faust Warenannahme. Vor dem Hintergrund des Starts von HannoverMachen im November 2016 hatten wir den Crowdfunding-Experten Ernst Neumeister von CrowdCamp eingeladen, um über die Möglichkeiten von Crowdfunding bei der Realisierung von Projekten zu informieren.

 

Anhand zahlreicher Beispiele erklärte der Crowdfunding-Spezialist die grundlegenden Arten und Prinzipien von Crowdfunding sowie die für ihn wichtigsten Erfolgsfaktoren. Außerdem betonte er, dass durch eine gute Vorbereitung ein mögliches Scheitern des Crowdfundingziels fast ausgeschlossen werden kann. Ergänzend dazu, gab es eine Anleitung für die maßgeblichen Schritte auf dem Weg zur erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne.

dsc_0411Die zahlreichen Fragen während der Veranstaltung reflektieren das große Interesse des Publikums an diesem Thema. Damit möglichst viele Hannoveraner ihre Träume für Hannover wahr werden lassen können, haben wir die die lokale Crowdfundingplattform HannoverMachen für gemeinnützige Projekte initiiert. Ab dem 21. November wird es hier tolle Projekte aus Hannover, für Hannover mit Hannover geben. Wir freuen uns auf alle die helfen Träume wahr werden zu lassen.

 

Wer den Abend noch einmal Revue passieren lassen möchte, findet hier die Präsentation von Ernst Neumeister. Weitere Informationen zu seiner Crowdfunding-Beratung Crowdcamp gibt es hier.

 

Hier noch ein freudestrahlendes Gruppenfoto zum Abschluss: das Team von HannoverMachen aus dem bbs mit unseren Pilotprojekt-Inihtiatoren und Ernst Neumeister.

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Bürgerbüro Stadtentwicklung beim Forum für Bürgerbeteiligung

Dass die „Gesellschaft im Umbruch“ ist, zeigte auch die Kommunalwahl in Niedersachsen, bei der etablierte Parteien größtenteils herbe Stimmenverluste hinnehmen mussten.

Thema war dies auch bei der Tagung der Stiftung Mitarbeit, die am vergangenen Wochenende, vom 09. bis 11. September, in der ev. Akademie Loccum stattgefunden hat. Diskutiert wurde viel darüber wie unsere Demokratie lebendig bleibt und sich weiterentwickeln kann. Politische Entscheidungen sollten von einem Großteil der Bürger mitgetragen werden und diese nicht rechtspopulistischen Parteien in die Arme getrieben werden – darüber waren sich die Teilnehmenden einig.
Für die Politik gilt es jetzt, das Vertrauen der Bürger wieder zu gewinnen und Transparenz in Entscheidungsprozesse zu bringen. Eine Möglichkeit dafür wird in der Entwicklung und Umsetzung von Leitlinien für die Bürgerbeteiligung gesehen. Auf der Tagung stellten die Städte Heidelberg, Graz und Bonn ihre Leitlinien-Modelle und Erfahrungen vor.

 

Über unsere img_20160910_173118Crowdfunding Plattform für gemeinnützige Bürgerprojekte HannoverMachen haben wir in Loccum im Rahmen einer Projektbörse informiert. Die lokale Crowdfunding-Plattform fand großen Anklang bei den Profis der Bürgerbeteiligung aus Verwaltung, Politik, NGOs und freier Wirtschaft. Sie wird als Instrument verstanden um BürgerInnen dabei zu unterstützen, selbst Ihre Themen auf die Agenda zu setzen und sich in die Stadtentwicklung aktiv einzubringen.  Hannover gehört diesbezüglich zu den Pionieren im Empowerment von Bürgerengagement.

Auch wählen gehen ist Bürgerbeteiligung!

…aber nur Wählen gehen reicht uns nicht! Für das Bürgerbüro Stadtentwicklung ist es ein wichtiges Anliegen, dass Bürger sich in die Entwicklung ihrer Stadt aktiv einbringen können und von Politik und Verwaltung frühzeitig einbezogen werden. Die Weichen dafür werden jetzt wieder neu gestellt, am 11. September 2016 ist es soweit: die Kommunalwahlen stehen an!

 

Die Kommunalpolitik beeinflusst wie keine andere unser direktes Umfeld:

Die meisten Entscheidungen zur Stadtentwicklung treffen die von uns gewählten Kommunalpolitiker. Sie bestimmen außerdem auch wann und wie weit sich Bürger zur Vorbereitung dieser Entscheidungen in Beteiligungsprozessen einbringen dürfen. Belässt man es bei gesetzlichen Minimalanforderungen oder geht man frühzeitig mit den betroffenen Bürgern ins Gespräch? In der Kommunalwahl bestimmen die Wähler mit, wie Bürgerbeteiligung in Hannover gelebt werden soll.

 

Aber auch die Kommunalpolitik selbst ist Beteiligung von Bürgern. Denn gewählt werden ganz normale Mitbürger, die sich ehrenamtlich politisch engagieren und bereit sind Entscheidungen zum Wohle unserer Stadt zu treffen. Wer für den Bezirk, die Stadt und die Region Entscheidungen treffen soll, dass entscheiden die Wähler.

 

In der kommenden Woche gibt es viele Gelegenheiten Kommunalpolitiker in Aktion zu erleben und sich die (Aus-)Wahl zu erleichtern. Hier eine kleine Auszug spannender parteiübergreifender Veranstaltungen zur Kommunalwahl:

 

  • Am Montag, 22. August 2016, 19:00 Uhr             Achtung: Veranstaltung nur für Frauen!!
    frauenpoli-Tisch, ich wähle…und du?… und warum?
    Im Frauenzentrum Laatzen
    Moderation: Dr. Christine Schwarz, Soziologin, Leibniz Universität Hannover
    Bitte anmelden Tel.: 0511 898 858 20
    http://frauenzentrum-laatzen.de/frauenpoli-tisch/
  • Dienstag, 23. August 2016, 18 Uhr,
    Zukunft des Ihmezentrums
    Im Capitol
    Der Verein Zukunftswerkstatt Ihmezentrum läd dazu ein mit Vertretern verschiedener Parteien die Zukunft des Ihmezentrums zu diskutieren.
    https://www.facebook.com/ihmezentrum/
  • Am Dienstag, 23. August 2016, 18:30 Uhr
    Speed-Dating zur Kommunalwahl 2016
    Im Kulturzentrum Pavillon
    Der Bildungsverein lädt ein Fraktionsvorsitzende von im Rat der Stadt Hannover vertretenden Parteien jeweils 12 min. auszufragen.
    Anmeldung bei Beate Gonitzki, (beate.gonitzki@bildungsverein.de)
    https://bildungsverein.de/node/3128819
  • Am Mittwoch, 24. August 2016, 20:00 Uhr
    HAZ-Forum zu Wahl
    im Anzeiger Hochhaus
    HAZ-Leser diskutieren mit Vertretern der Parteien SPD, CDU, Die Grünen, FDP, Die Linke, Die Hannoveraner, AfD und die Piraten.
    Moderation: Felix Harbart und Conrad von Meding (beide HAZ)
    Karten an den HAZ-Vorverkaufsstellen
    http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Reden-Sie-mit!-Das-HAZ-Forum-zur-Kommunalwahl
  • Am Montag, 29.August 2016, 18:00 Uhr
    Freie Träger! Forderungen zu Kommunalwahl in Hannover.
    im Kulturzentrum Pavillon
    Diskussion mit Vertreter_innen der Ratsfraktionen zu Zuwendungen für kommunale Aufgaben in freier Trägerschaft
    Moderation: Conrad von Meding
    http://pavillon-hannover.de/programm/veranstaltung/?nr=22106

Wem gehört die Stadt – Bürger in Bewegung

Diesen sehenswerten Dokumentarfilm zum Thema Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung zeigte das ZDF bis zum 12.07. in seiner Mediathek.

 

In Spielfilmlänge kommen Akteure mit verschiedene Perspektiven auf ein Großbauprojekt, hier eine Shopping Mall in Köln-Ehrenfeld, zu Wort. Investoren, Verwaltung, Bürger und Politik sie alle haben ein Wörtchen mitzureden.

Hier gibts die website zum Film.

 

 

Stadt lernen, Stadt machen – Jugend, Schule, Stadtentwicklung

Unter diesem Motto beendete das Bürgerbüro Stadtentwicklung (bbs) am vergangenen Freitag die Woche gegen Rechts für Demokratie im Neuen Rathaus in Hannover.

 

 

Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Stadtentwicklung von unten“, diese Reihe hatte das bbs eigens für den Dialog „Mein Hannover 2030“ entwickelt. Auf vielfachen Wunsch aus der Bürgerschaft wird diese nun fortgeführt. Das bürgerschaftliche Engagement in der Stadtentwicklung zu fördern steht dabei im Vordergrund. Menschen werden zur aktiven Mitgestaltung Hannovers angeregt und mobilisieren alternative Vorstellungen der Stadtentwicklung. Es werden hannoversche, aber auch überregionale Projekte präsentiert, die nicht durch Verwaltungshandeln oder Ratsbeschlüsse initiiert und realisiert wurden, sondern von den Bürgern in Eigenregie.

 

Beim Workshop am 3. Juni stand die Beteiligung junger Menschen ab dem Teenageralter im Vordergrund. Was sie zu bieten hatten, begeisterte auch die Älteren unter den Teilnehmern. An verschiedenen Tischen stellten Aktive aus dem schulischen, kulturellen und sozialen Bereich Beispiele vor die Jugendliche motivieren sich in Stadtentwicklungsthemen einzubringen.

 

Präsentiert wurden verschiedene Projekte aus der Schmiede des Vereins „Politik zum Anfassen e.V.“. Mit ihrer inzwischen bundesweiten Reichweite führen sie nicht nur in Hannover Jugendliche an Stadtentwicklung heran. Auch der hannoversche Verein Janun e.V. sowie das Historische Museum Hannover und die St.-Ursula-Schule zeigten Wege auf wie sie auf Jugendliche zugehen um sie für Stadtentwicklung zu sensibilisieren oder einzubeziehen.

 

2016-06-03 14.24.57_Pferdestall

Besondere Beachtung fand ein Projekt von Schülern des Gymnasiums Julianum in Helmstedt. Im Seminarfach „Helmstedt 2020“ wurde die Idee geboren, Helmstedt aus Sicht der Jugend fit zu machen für die Zukunft. Es entstand ein Kultur- und Jugendcafé in einem ehemaligen Pferdestall. Zunächst gedacht vor allem für junge, kreative und engagierte Helmstedter, frei nach dem Motto „Mach deine Stadt zu deiner Stadt“! Schon bald wurde daraus ein beliebter Treffpunkt für Bürger allen Alters. Wie der Moderator Dietmar Scholich, Vorstand des bbs, zum Abschluss hervorhob, zeigen das Vorhaben aus Helmstedt wie auch die anderen Projekte, dass jugendliche Bürger die Entwicklung ihrer Stadt selbst in die Hand nehmen und ihre Stadt mitgestalten können.

 

Anschließend wurden Erfahrungen bei der Realisierung der Projektideen ausgetauscht und Anregungen für Interessierte gegeben, die ähnliche oder auch andere Vorhaben in Angriff nehmen wollen.

 

Die Beiträge der Referenten sowie die Vorstellung der Projekte sind hier für Sie dokumentiert:

Begrüßung durch Dietmar Scholich, Bürgerbüro Stadtentwicklung e.V.

 

Impuls Dr. Frank-Michael Czapek, Studiendirektor, Landesschulbehörde Niedersachsen

Impuls Gregor Dehmel, Politik zum Anfassen e.V.

 

Kultur- und Jugendcafé „Pferdestall“

Politik zum Anfassen e.V.: Realitycheck2030, Pimp Your Town!

Politik zum Anfassen e.V.: Umfrage1417

Christiane Wiese: Jugend 2020

Andreas Eberth: Stadt der Zukunft (Poster)