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Zukunft Stadt – Digitalisierung öffentlicher Räume

Von |2019-12-04T08:35:33+01:0003.12.2019|

Was bedeutet Digitalisierung für die öffentlichen Räume und für das Zusammenleben in der Stadt? Was hat sich schon geändert, was wird sich noch ändern?

Zum Thema „Digitalisierung öffentlicher Räume“ in der Veranstaltungsreihe „Zukunft Stadt“ kamen am vergangenen Montag, den 25. November 2019, um 18 Uhr etwa 50 Interessierte im Freizeitheim Vahrenwald zusammen. Nach einer Begrüßung durch unseren Vorstandsvorsitzenden Manfred Müller übernahm die Leiterin unserer Geschäftsstelle Rebekka Jakob die Moderation der Veranstaltung.

Als ersten Impulsredner duften wir Herrn Dr. Jens Libbe vom Deutschen Institut für Urbanistik (difu) begrüßen. Er betonte in seinem Vortrag „Wirkungen der Digitalisierung im Raum“, dass Digitalisierung kein Selbstzweck sein sollte, sondern immer einen dienenden Charakter für die Stadt besitzen muss. Als in diesem Kontext besonders relevante Bereiche hob Herr Dr. Libbe Energie, Mobilität, Handeln und Produktion hervor. Zurzeit sei es noch zu früh genaue Zahlen zu nennen, Trends in den Auswirkungen der Digitalisierung ließen sich jedoch schon erkennen. So führe etwa der wachsende Online-Handel dazu, dass das Angebot des lokalen Einzelhandels immer kleinteiliger werde und schneller wechsle. Das zentrale Thema der Zukunft sei demnach die (Um-)Verteilung und Gestaltung vom öffentlichen Raum in Folge von Digitalisierung.
Im Anschluss referierte Sven Krüger, der Digitalisierungsbeauftragte der Landeshauptstadt, über die Digitalisierungsstrategie Hannovers. Er stellte heraus, dass es sich um einen Veränderungsprozess im gesamten Lebensraum Stadt handle und Hannover sich „auf den Weg gemacht“ habe. Nicht zuletzt durch das Onlinezugangsgesetz, das die Verwaltung verpflichtet bis Ende 2022 flächendeckend alle Dienstleistungen digital zur Verfügung zu stellen, habe das Thema hohe Priorität. Als die vier zentralen Handlungsfelder benannte Herr Krüger:

  1. Infrastruktur (z. B. WLAN)
  2. Digitale Dienstleistungen (z. B. Urkundenportal, webKITA)
  3. Innovation (z. B. Mobiles Arbeiten)
  4. Fachkonzepte (z. B. eBeteiligung, Medienentwicklungsplan)

Nach diesen spannenden Impulsen wurde der Marktplatz eröffnet, auf dem sich sechs Digitalprojekte aus Hannover vorstellten: Der AHA Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover mit ihrer Müllmelde-App Hannover Sauber, die Urbane Logistik – Initiative Stadt Hannover, die Region Hannover mit der App Bike Citizens, der Hafven, Politik zum Anfassen e. V. mit ihrer App PLACEm und Graphmasters mit ihrer Navigations-App NUNAV.

In der abschließenden Diskussionsrunde gefiel den Besucher*innen besonders, welche Vielfalt an digitalen Projekten in Hannover bereits besteht. Aber auch die Projekte freuten sich über die Rückfragen und den so entstandenen, gelungenen Austausch. In Zukunft wird uns die Digitalisierung im alltäglichen Leben wohl immer stärker begleiten. Wir bleiben daher gespannt!

Präsentationen und Materialien aus der Veranstaltung zum Download:

Wissen vs. Handeln im Klimaschutz

Von |2019-11-14T12:33:49+01:0014.11.2019|

Wer kennt das nicht? Eigentlichen weiß jede*r, dass Erdbeeren aus Spanien im Winter lange Transportwege hinter sich haben, aber trotzdem gönnt man sie sich ab und zu. Auch ist bekannt, dass das Auto viel umweltschädlicher als das Fahrrad ist, aber gerade bei nasskaltem Wetter siegt dann doch oft die Gemütlichkeit.
Warum Menschen sich trotz vorhandenen Wissens um Alternativen weiterhin klimaschädlich verhalten, wollte das Kuratorium Klimaschutzregion Hannover ergründen. So hatten sie am 06.11.2019 zu einem öffentlichen Diskurs zum Thema „Wissen vs. Handeln im Klimaschutz“ eingeladen. Die besonders aktuelle Relevanz dieses Themas zeigte sich auch in den Besucher*innenzahlen: Der Sitzungsaal im Haus der Region war mit knapp 400 Gästen ausgebucht.

Der Abend startete mit Begrüßungen von Hauke Jagau (Regionspräsident), Werner Backeberg (Kuratoriumsvorsitzender und Bürgermeister der Gemeinde Uetze) und Prof. Dr. Lars-Oliver Gusig (Klimaweisen-Rat). Anschließend wurde die Moderation an Jan Egge Sedelies (HAZ) übergeben, der mit Prof. Dr. Harald Welzer (FUTURZWEI) den ersten Impulsredner des Abends vorstellte.
In seinem Vortrag sprach Welzer über die Notwendigkeit der Abkehr von den vorherrschenden, negativen Klimaszenarien und vorschreibenden Verhaltensregeln. Diese würden oft nur zu Widerstandsreaktionen führen, statt zum Umweltschutz zu motivieren. Anstelle dessen sollte auf utopische, klimafreundliche Zukunftsgeschichten gesetzt werden. Diese positiven Visionen würden Menschen Alternativen zum konsumgetriebenen Handeln aufzeigen und sie motivieren ihr Verhalten zu ändern – vorausgesetzt die Geschichten sind überzeugend und erstrebenswert. So könne laut Welzer der notwendige Wandel der Wertvorstellungen auf den Weg gebracht werden.

Einen anderen Ansatz wählte Prof. Dr. Kaiser (Professor für Persönlichkeits- und Sozialpsychologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) im nachfolgenden Impulsvortrag. Er stellte anhand empirischer Studien vor, dass umweltfreundliches Handeln von zwei Faktoren abhinge: Der (Intensität der) eigenen Umwelteinstellung und der Schwierigkeit ein bestimmtes Verhalten auszuführen. „Leichte“ Maßnahmen wie Recycling ergreife noch (fast) jeder. Um regelmäßig für den Umweltschutz zu spenden oder selbst eine Fahrgemeinschaft zu bilden, müsste man jedoch besonders umweltschutzmotiviert sein, da diese Verhaltensweisen schwerer auszuführen seien. Um klimafreundliches Handeln zu fördern, müsse daher entweder dieses dauerhaft „leichter“ gemacht oder das Umweltbewusstsein der Menschen erhöht werden.

Im Anschluss trug SPAX seinen Poetry-Slam-Text „Grauzone“ vor und erntete auch mit seinem improvisierten Rap zum Thema „Klimaschutz und innerer Schweinhund“ lauten Beifall.

Es folgte die Podiumsdiskussion im Fishbowl-Format: Neben Prof. Dr. Welzer, Prof. Dr. Kaiser und SPAX nahmen auch Michael Nagel (Fridays for Future), Celine Gerlica (Students for Future) und Christine Karasch (Regionsrätin, Leiterin des Dezernates für Umwelt, Planung und Bauen) Platz auf der Bühne. Zwei Stühle blieben dabei jedoch frei: Diese waren für Gäste aus dem Publikum bestimmt, die so bei Bedarf mit in die Diskussion einsteigen konnten. Es entwickelte sich eine lebhafte und spannende Debatte über die Zukunft und Machbarkeit des Klimaschutzes, die durch die Beiträge aus dem Publikum bereichert wurde.

Insgesamt war es eine gelungene und interessante Veranstaltung, an der wir gerne teilgenommen haben. Wir sind sehr gespannt, was sich zukünftig im Bereich des regionalen Klimaschutzes noch ergeben wird und wie dies unser Zusammenleben in der Stadt beeinflussen wird.

Wie kommt mein Projekt in die Wikipedia ?

Von |2019-12-13T10:14:46+01:0027.09.2019|

Wer hat sich das nicht schon einmal gefragt: Wer bestimmt eigentlich welche Themen in der Wikipedia behandelt werden und welche nicht? Warum gibt es keinen Wikipedia Eintrag über mich oder über mein Projekt? Antworten auf diese Fragen wollten wir am 26.09.2019 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Werkstatt Bürgerbeteiligung finden.

Wikipedia gehört zu den am häufigsten besuchten Websites weltweit. Die Inhalte der gemeinnützigen Enzyklopädie werden überwiegend von ehrenamtlichen Autor*innen erstellt und gepflegt.
Mit unserer bisher kleinsten Werkstatt Bürgerbeteiligung trafen wir uns in den Räumen von Wikipedia Hannover, um zu lernen wie Wikipedia funktioniert. Das Tolle an unseren zehn Teilnehmer*innen: jede*r kam um für seine Initiative oder Organisation einen Wikipedia Eintrag anzulegen! Und so konnten wir nach einer ersten theoretischen Einführung durch die Wikipedia-Profis gleich in die Praxis starten. Wikipedia Benutzerkonten wurden angelegt und Benutzerseiten mit ersten Inhalten gefüllt. Nach und nach lernten wir, wie ein kleines lokales Projekt in der Wikipedia beschrieben werden kann. Im Umgang mit den Diskussionsforen entdeckten wir, welche Netiquette beachtet werden sollten und welche Qualitätskriterien bei der Erstellung von Einträgen gelten. Diese vielen kleinen Hürden sichern die Qualität auf Wikipedia und machen die Enzyklopädie zu einer relativ verlässlichen Quelle an Informationen.

Wie ein Weg sein kann, seine Organisation auf Wikipedia zu bringen und darüber hinaus auf Wikipedia aktiv zu sein, ist in diesem Workshop gut deutlich geworden. Vielen Dank an die Wikipedia Hannover Gruppe für diese lehrreiche Veranstaltung! Wer weiterhin Unterstützung beim Erstellen von Einträgen in der Wikipedia benötigt, kann sich an die Gruppe wenden. Jeden Donnerstag von 17:00 – 19:00 Uhr bietet sie in ihren Räumen in der Andreaestr. 1 ein offenes Editieren an, das von erfahrenen Wikipedia Autoren begleitet wird.

Auch auf Wikipedia selbst gibt es viele nützliche Informationen die weiterhelfen können:

Wikipedia:Fragen von Neulingen

Hilfe:Übersicht

Hier ist übrigens der Wikipedia Eintrag über das Bürgerbüro Stadtentwicklung.

“Unbeteiligt Beteiligt!?” Podiumsdiskussion mit Oberbürgermeisterkandidat*innen

Von |2019-10-01T09:42:02+01:0026.09.2019|

26. September 2019

Aktuell gibt es eine große Anzahl an Initiativen in Hannover, die sich aus ganz unterschiedlichen Motiven für Bürgerbeteiligung in Hannover einsetzen. Diese Initiativen haben sich diesen Sommer zu dem Forum für Bürgerbeteiligung zusammengeschlossen und anlässlich der Wahl des neuen Stadtoberhauptes eine Podiumsdiskussion auf die Beine gestellt. Eingeladen waren die Kandidat*innen Marc Hansmann, Belit Onay, Iyabo Kaczmarek und Eckhard Scholz. Moderiert wurde von Jürgen Manemann (Forschungsinstitut für Philosophie Hannover) und Annette Wichmann (Stadtakademie Hannover)

Zunächst hatten die Kandidat*innen die Aufgabe sich zu positionieren, was für sie echte Bürgerbeteiligung bedeutet. Anschließend stellte die Initiativen democracy in motion (DIM), ihre Idee vor neue Grundsätze der Bürgerbeteiligung und einen Beteiligungsrat auf der Basis des Zufallsprinzips einzuführen und ließ die Kandidat*innen zu dem Konzept, eine vierte Gewalt als konsultatives Gremium zu installieren, Stellung beziehen. Anschließend hatten die Initiativen Pro.Kronsberg, Bumke selbermachen und Wasserstadt Limmer die Möglichkeit ihre Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung zu schildern. Sie brachten jeweils Beispiele vor, die aus Sicht ihrer Initiativen als besonders große Hürden der Beteiligung eingestuft wurden:

  • Zugang zu Informationen zu bestimmten Vorhaben nur stark eingeschränkt und unter hohen Hürden möglich,
  • kein transparenter Umgang mit den Ergebnissen von Beteiligungsverfahren
  • keine zuverlässige Fortführung von angekündigten Beteiligungsverfahren
  • die Auflösung einer Sanierungskommission, während in einem Stadtteil ein großes Baugebiet entsteht mit dem sich die Einwohner*innenzahl fast verdoppelt.
  • die Übernahme von großen Immobilien im Stadtteil durch Investoren ohne vorab im Stadtteil mit den Einwohner*innen die Bedarfe zur Weiterentwicklung zu klären
  • die Durchführung von Beteiligungsverfahren durch Investoren anstelle der Verwaltung

Wieder hatten die Kandidat*innen Gelegenheit darauf einzugehen und äußerten unterschiedliche Ansatzpunkte wie weit sie Forderungen der Bürgerinitiativen folgen können, wie sie Bürgerbeteiligung bei ihrem Amtsantritt gestalten wollen und wo sie rechtliche Einschränkungen sehen.

Auf der Podiumsdiskussion wurden vor allem Negativbeispiele der Bürgerbeteiligung, die zu einer Unzufriedenheit bei den betroffenen Initiativen geführt haben thematisiert. Auch das Bürgerbüro Stadtentwicklung hat sich anlässlich dieser Podiumsdiskussion mit seiner Einschätzung zu Bürgerbeteiligung in Hannover auseinandergesetzt und sieht auch Aspekte die sich aktuell positiv entwickeln. Ein Anknüpfen an alte Erfolge als Hannover Vorreiterin in der Bürgerbeteiligung war ist bei weiteren gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen vielleicht zukünftig wieder möglich:

Es gibt einen Videomitschnitt der Podiumsdiskussion, der hoffentlich bald online verfügbar ist. Wir werden ihn dann hier verlinken.

Im Forum für Bürgermitwirkung organisiert sind folgende Initiativen:

  • Bürgerinitiative Wasserstadt Limmer
  • Ecovillage Hannover
  • Hannovair Connection
  • Initiative Bumke selbermachen
  • Intiative pro.Kronsberg – Mensch, Natur, Zukunft e.V.
  • Jamiel Kiez
  • Platz Da!
  • Politische Beteiligungsinitiative Hannover DIM / Democracy in Motion
  • Transition Town Hannover e.V.
  • Wissenschaftsladen Hannover e.V.
  • Zukunftswerkstatt Ihmezentrum e.V.
  • Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e.V.

100 Jahre Bauhaus – Das bbs auf den Spuren von Gropius & Co in Hannover

Von |2019-12-17T11:50:17+01:0017.07.2019|

Allerletzte Stadtradtour mit Sid Auffarth zum Bauhaus-Jubiläum

Versteckt und für architektonische Laien etwas unscheinbar anmutend liegt ein kleines Juwel vom großen Bauhaus-Gründer Walter Gropius in der Nordstadt. Es war unser Startpunkt zu einer ganzen Reihe von Projekten aus der Zeit des Bauhaus und der „Neuen Sachlichkeit“.

Begrüßt wurden wir von Kai Koch, bbs-Beiratsmitglied und Vizepräsident des BDA (Bund Deutscher Architekten), der im Gropius-Haus im Alleehof in der Nordstadt residiert. Das Gebäude – Bauhausarchitektur in Reinform: „weiß, klar und zweckmäßig“ – wurde 1953 im Auftrag der Familie Stichweh von der Bauhaus-Ikone geplant und steht unter Denkmalschutz. Gropius lebte zu der Zeit schon lange in den USA.

Mit Sid Auffarth und 40 Mitradler*innen ging es bei sommerlicher Hitze von der Nordstadt über die Oststadt bis zum Maschsee.

Rote Moderne: „weiß, klar und zweckmäßig“ trifft roten Klinker

Dem Bauhaus-Prinzip der Funktionalität und Schlichtheit hatten sich alle Projekte, die wir ansteuerten, verschrieben. Damit haben sie auch heute noch einen hohen Nutzwert und von Bewohner*innen geschätzte Attraktivität. Überall waren die Bauhaus-Grundformen Dreieck, Kreis und Quadrat wieder zu finden, oftmals mit den für Hannover typischen Fassaden in rotem Klinker – der „Roten Moderne“.  Im Detail zeigt aber jeder Bau, jede Siedlung ihre Besonderheiten – von Kleinstwohnanlagen (Siedlung im Kreuzkampe) bis zum Listhof  mit gemeinschaftlich nutzbaren Einrichtungen wie Waschräumen, Heizanlage.

In der Südstadt besuchten wir „prominente“ Bauten wie die Stadtbibliothek oder die ehemalige TIHO und pädagogische Akademie. Sid Auffarth ließ uns mit seinen lebendigen, alltagsnahen Schilderungen eintauchen in den Zeitgeist der 20er Jahre, in die Aufbruchsstimmung, das radikale Denken der Kunst- und Architekturszene, die sich – wie wir am Maschsee sehen konnten – durch die NS-Vorgaben nicht ausbremsen ließen.

Wer möchte, kann diese Tour mit Hilfe unseres Flyers jetzt schon nachfahren. Ende des Jahres wird es die Führung mit Sid Auffarth im Originalton digital abrufbar geben, so dass Sie sich mittels Audioguides auf die Spuren der Bauhaus-Architektur begeben können. Die Umsetzung dieser Audio.StadtRadTour wurde vom BDA dankenswerter Weise mit einer Spende zu unterstützt. Mehr dazu unter: www.audio.stadradtouren.de

Neues Wohnen – bürgerschaftlich, nachhaltig, experimentell

Von |2019-10-02T07:58:36+01:0011.06.2019|

Wie kann bei spürbar zunehmenden Wohnungsdruck attraktiver Wohnraum für Jung und Alt geschaffen werden? Und wie bleibt eine Stadt dabei trotzdem lebenswert?

Unter dem Motto „Neues Wohnen – bürgerschaftlich, nachhaltig, experimentell“ aus der Veranstaltungsreihe „Zukunft Stadt“ fand am vergangenen Montag, den 03. Juni 2019 unsere Veranstaltung im Freizeitheim Vahrenwald statt. Das Thema „Wohnen“ zeigte seine aktuelle Relevanz: Trotz warmen Juniwetters, nahmen mit großem Interesse 60 Personen teil.

Unter der Moderation unseres Vorstandmitglieds Dietmar Scholich wurden die Besucher*innen auf die folgenden Inputs der Veranstaltung eingestimmt und die eingeladenen Expert*innen vorgestellt.

Maria Knorre von der DomagkPark Genossenschaft eG in München, stellte in ihrem Vortrag die Entstehung und die Strukturen des DomagkParks, ein Wohnquartier auf dem Areal einer alten Funkkaserene, dar. Um die Herausforderungen eines solch großen neu entstandenen Quartiers zu bewältigen, brauche es gute Organistaion und ein funktionierendes Zusammenspiel aus ehrenamtlichen Mitwirkenden und Hauptverantwortlichen. Die DomagkPark Genossenschaft und Verein wurde gegründet, um soziale und kulturelle Projekte im Quartier zu organisieren. Weitere Informationen finden Sie hier in der Präsentation von Frau Knorre. Details zu dem Projekt finden Sie in der Präsentation von Frau Knorre. s.u.

Die Stadt- und Regionalsoziologin der HafenCity Universität Hamburg, Prof. Dr. Ingrid Breckner, stellte in ihrer Präsentation die Quartiersentwicklung der Seestadt Aspern/ Wien vor. Dabei unterstreicht sie, dass es bei einem gemeinschaftlichen „Wohnen für Alle“ eine gute Kombination aus Gewerbe, Freiraum, Kultur, Sport, smarter Mobilität und Stadtteilmanagement braucht.  Sie finden in der Präsentation von Frau Breckner weiteren Informationen zum Projekt Seestadt Aspern. s.u.

Krankheitsbedingt mussten wir leider auf Dipl.- Ing. Karl Heinz Range, Architekt aus der Geschäftsführung KSG Kreissiedlungsgesellschaft Hannover mbH verzichteten. Dafür konnte jedoch Hans Mönninghoff (ehemaliger Wirtschafts- und Umweltdezernat der Stadt Hannover) spontan für die Veranstaltung gewonnen werden. Als Mitorganisator des Urban Ecovillage Hannover stellte er den Prozess des entstehenden „Suffizienz Ökodorf, unter den Bedingungen einer Großstadt“ vor. Bei diesem rein bürgerschaftlich organisierten Projekt stehen die ökologischen, sozialen und kostengünstigen Aspekte im Vordergrund und jede*r zukünftige Bewohner*in soll selbst ein Teil der Quartiersentwicklung werden. Das Projekt ecovillage wird in seiner Präsentation ausführlich vorgestellt.

Den abschließenden Vortrag hielt Dipl.- Ing. Lorenz Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung Gundlach Bau und Immobilien GmbH + Co KG in Hannover, der Projekte aus seines Unternehmens vorstellte. Gundlach setzt den Fokus bei seinen Wohnprojekten vor allem auf den Menschen selbst und entwickelt  Wohnräume bunt, bezahlbar und klimawandelangepasst. Gundlach experimentiert dabei mit einer starken Reduzierung privater Wohnflächen und der Bereitstellung großzügiger Gemeinschaftsflächen. Beispiele dafür finden sich in der Präsentation von Lorenz Hansen.

Das Interesse der Teilnehmer wurde durch viele Rückfragen deutlich, und damit um einen gelungenen Austausch bereichert. Das Thema „Wohnen“ wird auch zukünftig ein spannendes Thema der Stadtentwicklung bleiben, dass Menschen verschiedener Generationen betreffen wird und zusammenbringen kann.

Präsentationen und Materialien aus der Veranstaltung zum Download:

Mehr erreichen für deinen Stadtteil!

Von |2019-12-13T13:50:27+01:0023.05.2019|

So vielfältig wie die Stadtteile Hannovers, sind auch ihre Stadtteilrunden. In nahezu allen Stadtteilen treffen sich mehr oder weniger häufig engagierte VertreterInnen der Nachbarschaft, des Einzelhandels, sozialer Einrichtungen, der Politik und andere, um gemeinsam über die Entwicklung ihres Stadtteils zu beraten, Aktionen anzustoßen, sich über Geschehnisse im Stadtteil auszutauschen, Termine abzusprechen oder auch einfach nur um Kontakte zu pflegen.

Für die Werkstatt Bürgerbeteiligung „Mehr erreichen für Deinen Stadtteil!“ des Bürgerbüro Stadtentwicklung kamen engagierte Menschen im Februar 2019 in der Zukunftswerkstatt Ihmezentrum zusammen um sich gegenseitig zu inspirieren, wie sie mehr für ihren Stadtteil erreichen können.

So vielfältig wie ihre Zusammensetzung und die selbstgewählten Aufgaben ist auch die Entstehungsgeschichte von Stadtteilrunden. Manche entstanden initiiert durch das Sanierungsprogramm „Soziale Stadt“ andere sind bürgerinitiiert, manche können durch ihre Struktur als Träger für Projekte agieren, andere sind auf Projektträger aus dem Stadtteil angewiesen. In der vom Bürgerbüro Stadtentwicklung organisierten Werkstatt Bürgerbeteiligung wurden all diese unterschiedlichen Runden zusammengebracht und Erfahrungen konnten ausgetauscht werden.

Stadteilrunden in Hannover stehen vor ähnlichen Herausforderungen, Räume und andere Ressourcen hängen oft von einer öffentlichen Förderung ab. Rein ehrenamtlich getragene Stadteilrunde haben nur Zugang zu Räumen, wenn diese im Stadtteil niedrigschwellig zur Verfügung stehen. Einigen Stadtteilrunden fällt es schwer bei Politik und Verwaltung auf Akzeptanz für ihre Ideen zu treffen und einen Weg zur Umsetzung zu finden. Die Wünsche der Beteiligten machen deutlich, dass es vielfältige Hürden geben kann, die das Engagement für den Stadtteil ausbremsen.

Eine Stadtteilkonferenzen am Beispiel des Essener Stadtteils Katernberg bei der sich Einwohner*innen des Stadtteils mit Politiker*innen und Verwaltungsmitarbeiter*innen themenbezogen austauschen und ihre gemeinsamen Ziele entdecken können, könnten dabei Abhilfe schaffen. Das Beispiel für stadtteilinitiierte Stadtentwicklung des Referenten Prof. Klaus Wermker, ehemaliger Leiter des Büros Stadtentwicklung der Stadt Essen, zeigte eindrücklich die Identität mit dem eigenen Stadtteil und das Problembewusstsein der dortigen Akteure.

Neue Impulse für die eigenen Stadteilrunden wurden mitgenommen, die vor allem darauf abzielen, mehr Menschen aus dem Stadtteil einzubeziehen und unterschiedliche Milieus anzusprechen.

Eine Zusammenfassung der Vortrags von Prof. Klaus Wermker finden Sie hier und eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

SAVE THE DATE ! 28. Juni 2019 Stadtradtour zum Bauhaus-Jubiläum

Von |2023-10-16T09:30:14+01:0023.05.2019|

Die Gründung des Bauhauses in Weimar jährt sich zum 100sten Mal. Die neue Sachlichkeit ist ohne dessen Lehre, Lerer und Bauten undenkbar. Aber was ist davon in Hannover angekommen? Im traditionsgeleiteten Hannover ist die reine Lehre nur einmal vertrete, wo ihre Merkzeichen „weiß, klar, zweckmäßig“ anschaulich werden. Viele Bauten zählen zur Roten Moderene, die mit „rot, klar, zweckmäßig“ überzeugen. Die StadtRadTour führt zu zehn diskussionswerten Orten.

Die Fahrradtour 犀利士
wird wie immer von Dr. Sid Auffarth | Bauhistoriker geführt.

Die Tour ist auf max. 30-35 Teilnehmer*innen begrenzt. Wir bitten um Anmeldung unter info@bbs-hannover.de

In Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA) Niedersachsen.

Werkstatt Bürgerbeteiligung: Nachbarschaften aktivieren

Von |2019-12-18T15:11:07+01:0018.03.2019|

Wer passt mal eben auf dein Kind auf, hilft dir beim Einkaufen oder organisiert ein Grillfest auf dem Hinterhof? Die Menschen aus deiner Nachbarschaft?!

Wie macht man aus dem anonymen Nebeneinander ein aktives Miteinander? Brauchen wir gemeinsame Ziele? Wann fühlen wir uns zugehörig? Welche Faktoren begünstigen nachbarschaftliche Beziehungen und welchen Beitrag kann ein*e jede*r leisten, damit ein Miteinander gelingen kann im Spannungsfeld von Nähe und Distanz?

Diesen Fragen wollten wir gemeinsam in einer Werkstatt Bürgerbeteiligung im März 2019 nachgehen. Dazu luden wir Menschen ein, die selbst in ihrer Nachbarschaft aktiv werden wollen. Als Impulsgeber*innen waren Akteur*innen eingeladen, die viel Erfahrungen mitbringen und uns ihre Beispiele aus der Praxis präsentierten: Anke Biedenkapp, Projektleiterin Zukunftsinseln; Tomasz Lachmann, Initiator Gesellschaft für außerordentliche Zusammenarbeit und Dana Milovanovic, nebenan.de.

Wir wollten aber auch miteinander lernen und uns damit beschäftigen, wie man Nachbarschaften aktivieren kann, auf welche Ressourcen wir zurückgreifen können und welche Methoden sich insbesondere auch in den Hannoverschen Nachbarschaften bewährt haben. In den drei Workshoprunden gab es eine hohe Diskussionsbereitschaft. Die Motivation für die Teilnahme an der Veranstaltung war sehr differenziert. Je nachdem, ob Personen mit privatem oder beruflichem Interesse dominierten, wurden entsprechende Aspekte diskutiert. Im Anschluss wurden die Ergebnisse zusammengetragen und vorgestellt.

Ausgangslage

Die Ausgangslage der an Nachbarschaftsaktivierung Interessierten war sehr unterschiedlich. Privat motivierte Personen wollten, die Menschen in ihrer Nähe kennenlernen, Wurzeln schlagen, ein neues Zuhause schaffen, ein soziales Netz für gemeinsames Interesse etablieren, ein Gefühl der Gemeinschaft entwickeln ohne ein Zweckbündnis zu bilden, Vertrautheit erhalten um ein Sicherheitsgefühl herzustellen und betrachteten das Miteinander als Bereicherung.
Beruflich motivierte Personen kamen beispielsweise aus Wohnungsgenossenschaften, Stadtteilkulturzentren, der katholischen Kirche oder einer Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen und waren auf der Suche nach Netzwerken. Ihr Interesse an Methoden der Nachbarschaftsaktivierung lag darin begründet, dass dies Teil des Programms ihrer jeweiligen Institution ist.

Möglichkeiten der Aktivierung

Möglichkeiten der Nachbarschaftsaktivierung reichen von Lernangeboten, gemeinsamem Essen in lockerer Atmosphäre, Stammtischgründung (bzw. der weiteren Öffnung und Bekanntmachung ebendieser), über Bürger*innenbasare, Reparaturcafés, Hofflohmärkte, Garagen- und Nachbarschaftsfeste (der „Tag der Nachbarschaft“ bietet dafür für viele eine gute Möglichkeit). Generell geht es darum, Lust auf „Selbermachen“ bzw. Möglichkeiten der Beteiligung/des Mitmachens zu schaffen.

Mobilisierung

Zur Mobilisierung der Nachbarschaft können sowohl analoge als auch digitale Medien genutzt werden (siehe Tabelle). Dabei bietet die Kooperation mit kommunalen Einrichtungen, Vereinen und Organisationen die Möglichkeit zum Kontakt mit wichtigen Multiplikator*innen, die für die Erweiterung eines Netzwerks essentiell sind.

Analoge Medien Digitale Medien
  • Verteilung von Wurfzetteln/Flyern
  • Zeitschrift (z. B. Wohnungsbaugenossenschaft)
  • Newsletter
  • persönliche Ansprache
  • Informierung der Presse
  • Aushänge (schwarzes Brett)
  • Einträge auf nebenan.de
  • digitales schwarzes Brett mit Bildschirmen und Displays
  • Ankündigung auf einer Homepage

Festigung des Netzwerkes

Um ein noch loses Netzwerk, das beispielsweise bei einem Nachbarschaftsfest entstanden ist, aufrecht zu erhalten, braucht es die gegenseitige Pflege und Motivation der Aktiven, um es zu etablieren. Wertschätzung, eine Regelmäßigkeit, das Schaffen von Ritualen, eine ausgewogene Arbeitsteilung und das Formulieren gemeinsamer langfristiger Ziele helfen dabei. Daneben bringen offen zu bleiben und neue Strömungen und Einflüsse zuzulassen eine Chance auf Langfristigkeit. Hierfür sollten Interessen erfragt und ermöglicht, Raum für Aussprache von Problemen gegeben und auf Änderungen reagiert werden.

Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltungfinden Sie hier.

Jahresbericht 2018

Von |2019-05-09T13:36:18+01:0003.01.2019|

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Zeit einen Blick zurück zuwerfen auf alles was in diesem Jahr gemacht und erreicht wurde. Der Jahresbericht 2018 ist da!

Hier ist der Download möglich: Jahresbericht_2018

Wir haben die Aktivitäten des vergangenen Jahres dokumentiert. Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit war die Zusammenarbeit mit der Stadt Hannover zur Umsetzung der Ziele des „Arbeitsprogramms Mein Hannover 2030“. Wir waren und sind hier bei der Verstetigung von Bürger*innenbeteiligung auf Stadtbezirksebene involviert, hierzu wird es auch im kommenden Jahr eine enge Zusammenarbeit geben.

Weiterhin  haben wir in unseren öffentlichen Veranstaltung Beiträge zu aktuellen Fragestellungen der Stadtentwicklung geliefert. In 2018 konnten wir unsere Reihe „Plätze, Parks & Co.“ fortsetzen und haben auch das Thema „Wohnraum in der Stadt“ auf einer Veranstaltung in den Fokus gerückt.

Außerdem wurde HannoverMachen als Demokratie-Ort ausgezeichnet. Unsere Plattform für Bürger*innenprojekte HannoverMachen haben wir weiter verbessert und die hannoversche Projektszene mit spannenden Formaten zu HannoverMachen begeleitet.  Unterstützen Sie die aktuellen Projekte auf HannoverMachen.de

Als größtes Projekt dieses Jahres haben die Audio.Stadtradtouren.de gelauncht! Ab jetzt kann jede und jeder jederzeit 14 Stadtradtouren der vergangenen Jahre auf eigene Faust nachfahren.

Und leider hat unser Klassiker die Stadtradtouren dieses Jahr zum letzten Mal stattgefunden. Wir danken Sid und Petra für ihr jahrzehntelanges Engagement!

Weitere Details zu unseren Aktivitäten im vergangenen Jahr finden Sie jetzt also in unserem Jahresbericht_2018 und natürlich weiterhin hier auf unserem Blog!

Jubiläums-StadtRadTour mit Sid Auffahrt

Von |2019-05-06T12:36:20+01:0005.10.2018|

Zum 80en Geburtstag von Sid Auffarth
Sonder-StadtRadTour am 3. August 2018

Anlässlich des 80sten Geburtstags von Sid Auffarth starteten wir am 3. August in der Tradition der StadtRadTouren mit einigen Weggefährten zu hannoverschen Orten und Projekten, die mit Sids beruflichem Wirken und mit der Geschichte des bbs gleichermaßen verbunden sind.

 

 

Vor dem denkmalgeschützten Küchengartenpavillon begrüßte uns Jonny Peter und gewährte Einblicke in die Historie von Ort und Gebäude, aber auch in die aktuelle Arbeit des dort ansässigen Quartier e. V..

 

Weiter gings den Lindener Berg hinunter zum Hanomaggelände und AhrbergViertel. Beides spannende Projekte der Brachen- und Fabrikumnutzung, die das bbs über längere Zeit begleitete und immer wieder „besuchte“. Am denkmalgeschützten Plenarsaal des Landtags, der vom bekannten hannoverschen Architekten Oesterlen Ende der 50er Jahre erbaut wurde und für dessen Erhalt sich Sid besonders engagierte, zeigte uns Hannoverkenner Michael Krische mit dem Fries neben dem Haupteingang zu Ehren Hoffmanns von Fallersleben eine Stelle, die den meisten an sich stadtkundigen Teilnehmer*innen unbekannt war.

 

Die Neugestaltung des Neustädter Marktes wurde in den 90ern vom bbs mit Bürger*innenwerkstätten begleitet; die mobilen Stühle – eine Idee von Sid – sind heute noch im Einsatz und bewährt. Der hannoversche Stadtgestalter Thomas Göbel-Groß erinnerte hier an das Stadtplatzprogramm, das auch vom bbs unter Federführung von Sid Auffarth maßgeblich geprägt wurde.

 

Nach einem Abstecher zum Sprengelgelände in der Nordstadt, beendeten wir auf dem Gelände der Wasserstadt die Rundfahrt; dort wurden wir von der seit Jahren aktiven Bürgerinitiative mit kalten Getränken begrüßt. Bei 35 Grad im Schatten eine wahre Wohltat.

 

Einige der beliebten StadtRadTouren der letzten Jahre können jetzt jederzeit kostenlos mit dem Smartphone und der App izi.travel nacherfahren werden.

 

In den letzten Monaten wurden mehr als hundert 3- bis 5-minütige Audiodateien aufbereitet, als Hörstationen auf einer Karte verortet und öffentlich zugänglich gemacht. Es gibt inzwischen 14 verschiedene Audio.Stadtradtouren mit Sid Auffarth.

 

Autofreier Sonntag 2018

Von |2023-10-16T09:30:14+01:0019.06.2018|

Juni 2018

 

Welche Initiativen und Projekte in Hannover kennen Sie? Wo engagieren Sie sich? Mit diesen Fragen wendeten wir uns an die vielen Hannoveraner*innen die bei bestem Wetter zum Jubiläum des 10. autofreien Sonntag im Zentrum der Innenstadt kamen.

 

Auf unseren großen Hannover-Stadtplan konnten mit pinken und gelben Zetteln die Passanten ihre Initiativen oder Vereine verorten. Überraschenderweise kannten einige Anwohnende viele Initiativen in ihrem Stadtteil nicht und waren positiv darüber überrascht, wie viele engagierte Mitbürger*innen es in ihrer direkten Nachbarschaft gibt.

 

Eine weitere Aktion am Stand waren unsere Taschen von HannoverMachen. Diese wurden ebenfalls mit sehr großer Begeisterung von Groß und Klein angenommen. Mit verschiedenen Farben konnten die Taschen auf unterschiedliche Art und Weise individuell gestaltet werden.

 

Außerdem nut日本藤素
zten wir die Gelegenheit, unser neues Projekt Audio-StadtRadTouren vorzustellen. Dies ging aus unserer populären StadtRadTour-Reihe mit Sid Auffarth hervor. Seit fast 30 Jahren bietet der Bauhistoriker für das Bürgerbüro Stadtentwicklung Radtouren durch Hannover und die Region an. Da es dieses Jahr die letzte Stadtradtour-Reihe in dieser Form geben wird, haben wir die Touren der letzten drei Jahre aufgezeichnet und Audiotouren produzieren lassen. Es sind 14 unterschiedliche Touren mit jeweils acht Stationen entstanden, die mithilfe der kostenlosen App Izi.Travel jederzeit mit dem Fahrrad und dem Smartphone nach(er)fahren werden können. Wer Sid Auffahrt noch einmal bei der StadtRadTour selbst erleben möchte, hat die Chance zu den letzten Terminen in diesem Sommer vorbeizukommen.

 

Wir freuen uns, dass viele Besucher*innen beim 10. autofreien Sonntag auf uns aufmerksam wurden und gleichzeitig erste Projektideen entstanden sind. Wir sind ganz gespannt welche sich davon irgendwann auf unserer HannoverMachen Plattform wiederfinden werden.

 

Plätze, Parks & Co.: Freiräume in der Stadt – Tendenzen im Umgang mit dem öffentlichen Raum in Hannover

Von |2019-05-09T13:39:48+01:0018.06.2018|

Trotz warmer Außentemperaturen haben sich am 11.06.2018 ungefähr 60 interessierte Bürger*innen und Fachleute in der VHS Hannover zum Thema „Freiräume in der Stadt“ ausgetauscht. Prof. Dr.-Ing. Scholich, Vorstand bbs, führte ins Thema ein. Seinen Vortrag finden Sie hier.

Anschließend gab Prof. Dr. Kaspar Klaffke, ehem. Leiter des Grünflächenamts Hannover, zum Thema „Freiraumplanung für die Stadt – vom Landschaftsrahmenplan über Stadt als Garten bis Stadtgrün 2030+“ einen umfangreichen Überblick über die Freiraumplanung in Hannover. Seinen eindrucksvollen Vortrag können Sie sich nebst der Präsentation herunterladen.

Sonja Beuning, Leiterin FB Planung und Raumordnung der Region Hannover, gab Einblicke zum Thema „Naherholung und Naturerleben in der Region Hannover – Fahrrad- und Gartenregion“. Sie weitete den planerischen Blickwinkel auf die gesamte Region Hannover aus und erläuterte die Freiraumsicherung in RROP und stellte eine Vielzahl an Projekten der Region zur Freiraumnutzung vor.

Als Dritter begann Herr Prof. Dr.-Ing. Martin Prominski, LUH, zum Thema „Die Stadt als Freiraum –Freiräume in einer Stadt“, bei dem er zunächst selbst einige studentische Projekte erläuterte, um im Anschluss das Wort an drei seiner Studierenden zu übergeben, die ebenfalls zwei Projekte kurz vorstellten, die mit spannenden Ideen gespickt waren.

Den Abschluss bildetet der Verein Hannover Voids , wo stellvertretend Maximilian Heise und Magdalena Jackstadt ihre Vision von zukünftiger Bürger*innenbeteiligung vorstellten.

Dietmar Scholich moderierte anschließend eine Abschlussdiskussion, bei der das bbs das Plenum darum bat, Meinungen, Wünsche und Erwartungen an Freiräume in der Stadt und Region zu formulieren. Rebekka Jakob, bbs, notierte die Wünsche und Anregungen.

 

Aus rechtlichen Gründen dürfen wir die weiteren Präsentantinnen und Vorträge leider nicht zur Verfügung stellen.

    

Auszeichnung: Das Bürgerbüro Stadtentwicklung ist Demokratie-Ort

Von |2018-09-06T13:11:26+01:0010.06.2018|


Die Partizipationsagentur Politik zum Anfassen e.V. hat unser Projekt HannoverMachen als einen der ersten Demokratie-Orte Hannovers ausgezeichnet .

 

Ein Demokratie-Ort kennzeichnet sich dadurch, dass er Demokratie vor der eigenen Haustür zum Leben erweckt. Mit HannoverMachen haben auch wir den Anspruch, diesen Gedanken in die Tat umzusetzen.  So unterstützen wir gezielt lokales Engagement vor Ort und geben gemeinwohlorientierten Ideen Hannovers eine Plattform.

 

Die Demokratie-Orte

Auf der Webseite HannoverLiebe besteht die Möglichkeit, einen interaktiven Rundgang durch die Demokratie-Orte Hannovers zu machen.

 

Herzlichen Dank für diese Auszeichnung, wir fühlen uns geehrt in einer Reihe mit weiteren tollen Projekten Hannovers genannt zu werden!

 

 

Die Demokratie-Orte sind eine Aktion der lokalen “Partnerschaft für Demokratie” der Landeshauptstadt Hannover im Rahmen des Bundesprogramms “Demokratie leben” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Audio-StadtRadTouren sind online!

Von |2019-05-06T12:50:25+01:0005.06.2018|

 

Hannover mit dem Rad erkunden? Mit uns kann man sich Stadthistorie und kulturelle Stätten am Wegesrand jetzt auch per Smartphone erklären lassen. Unsere Audio.StadtRadTouren sind online!

 

Seit 1990/91 führten der Bauhistoriker Sid Auffarth und Matthias Muncke (BUND) “historisch-ökologische Radtouren” an, die später als “StadtRadTouren” zu regelmäßigen Veranstaltungen in das Programm des neu gegründeten Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e.V. (bbs) überging.

 

Ab dem Jahr 2015 hat das Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e.V. alle StadtRadTouren mit Sid Auffarth und Petra Metsch aufgenommen, um daraus Audiodateien zu erstellen und diese allen Interessierten im Internet anzubieten. In den vergangenen 18 Monaten haben wir es mit großer Unterstützung geschafft, insgesamt 14 verschiedene Audio.StadtRadTouren mit insgesamt ca. 110 Hörstationen zu realisieren.

Ab sofort stehen diese Touren jederzeit zur kostenlosen Nutzung am PC (www.audio.stadtradtouren.de) oder unterwegs per Smartphone/Tablet (App “izi.travel“) zur Verfügung!

Bitte auf jeden Fall Testen & Weitersagen!!

DSC_0105_eröffnung mit plakat

 

 

 

„Wohnen leitet Mobilität“ – 2. Dialogforum des VCD in Hannover

Von |2019-04-15T15:12:52+01:0024.04.2018|

Verschiedene Vertreter*innen aus Mobilitäts- und Wohnungsbranche, sowie der Kommunen und Planungsbehörden trafen am Dienstag, den 10.04.2018 beim zweiten Dialogforum des Verkehrsclub Deutschland aufeinander. Das Thema der umwelt- und sozialverträglichen Mobilität innerhalb der Wohnquartiere stand dabei im Mittelpunkt

Der VCD entwickelt anhand von Dialogforen, die in halbjähriger Abfolge stattfinden, gemeinsam mit den unterschiedlichen Teilnehmenden Mobilitätskonzepte. Im Rahmen des Projektes „Wohnen leitet Mobilität“, sollen sie für intelligentere Mobilität am Wohnort sorgen. Ein Dialog zwischen Kommunen, Planer*innen und Wohnungsunternehmen wird hierbei angestrebt. Unter der Leitung von Hans-Christian Friedrichs (VCD Landesverband Niedersachsen) und Christian Harstrick, Regionalkoordinator des Projektes „Wohnen leitet Mobilität“ in Hannover, wurde die Veranstaltung im Hodlersaal des neuen Rathauses eröffnet. Zunächst wurde vorgestellt, wie das Wohnen in Hinblick auf das Mobilitätsverhalten nachhaltiger gestaltet werden kann. Präsentiert wurden das „digitale Brett“, als Smartboard im Hausflur, die Verkehrsinformationskarte der ÜSTRA und der sogenannte TrolleyBoy, als Transportalternative.

Unter der Betrachtung verschiedener Mobilitätsfaktoren, wie Nahmobilität, Car-Sharing, ÖPNV, PKW-Verkehr und Kommunikationssysteme/Apps wurde schließlich ein „World-Café“, als Workshop-Methode, durchgeführt. Anregungen, Strategien bzw. Lösungsvorschläge und zugehörige fördernde, als auch hemmende Faktoren wurden in diesem Zusammenhang gesammelt. Von Abänderung des Stellplatzschlüssels zugunsten Abstellmöglichkeiten von Fahrrädern oder aber digitalisierte Fahrscheinkonzepte – die Teilnehmenden besaßen eine Vielzahl an Ideen.

Dabei kam heraus, dass Kooperation und Zusammenarbeit in Netzwerken für die Aufstellung eines Konzeptes von hoher Bedeutung sind. Die vorgestellten Projekte zur Vereinfachung des Alltags der Mobilität sind letztendlich in Zusammenhang mit ihrem Nutzen zu hinterfragen. Deckt das Smartphone beispielsweise nicht bereits die Funktionen eines „digitalen Brettes“ ab oder wird es unser Mobilitätsverhalten wirklich vereinfachen? Neben den innerhalb des Dialogforums besprochenen Inhalten zur Vereinfachung des Mobilitätverhaltens werden in den anderen Foren des VCD weitere Themen, wie die Planung, den Bau oder die Umstrukturierung von Wohnquartieren für eine intelligentere Mobilität behandelt.

Das nächste Dialogforum des VCD findet im Herbst 2018 statt. Weitere Infos

 

zum Projekt „Wohnen leitet Mobilität“ oder zum Verein selbst finden Sie hier.

Das bbs zu Gast bei der Plattenkiste von NDR1 Niedersachsen

Von |2019-05-06T12:50:01+01:0007.03.2018|

Die NDR 1 – Zuhörer*innen unter Ihnen haben es möglicherweise bereits mitbekommen bzw. mitgehört.

 

Am 22. Februar waren wir von 12-13 Uhr zu Gast bei der Plattenkiste und konnten, zwischen unseren Musikwünschen, von unserer Arbeit im Bürgerbüro Stadtentwicklung berichten. Dietmar Scholich, Manfred Müller und Jamuna Putzke wurden von Jens Krause durch die Sendung geführt und zu unserer Arbeit und unseren Projekten interviewt.

 

Viele interessante und aktuelle Themen aus Hannover kamen auf, wie z.B. der Neu- und Ausbau von Schulen oder die Neugestaltung der Fahrradwege. Auch über unsere Crowdfunding-Plattform „HannoverMachen“ und die darauf präsentierten Projekte konnte kurz berichtet werden.

 

Was genau bei der Plattenkiste besprochen wurde, können Sie in dem folgenden, ausführlichen Bericht des NDR entnehmen:

 

 

Bürgerbüro Stadtentwicklung aus Hannover gestaltet die Sendung Plattenkiste von NDR 1 Niedersachsen

 

(mehr …)

Plätze, Parks & Co: Straßenräume, Stadträume, Lebensräume – Wie wollen wir leben auf unseren Straßen?

Von |2019-04-17T09:20:35+01:0006.02.2018|

Welches Potenzial steckt eigentlich in unseren Straßen? Dieser Frage gingen wir in unsere Fortsetzung der Veranstaltungsreihe “Plätze, Parks & Co” am 17. Januar 2018 nach. Unter dem Titel “Straßenräume, Stadträume, Lebensräume”  fanden ca. 70 Bürger*innen und Fachleute zusammen, um über die hannoverschen Straßen zu diskutieren.

 

Thematischen Einstieg bildete Prof. em. Hermann Knoflacher des Institut for Traffic Planning and Traffic Engineering in Wien. Aus verkehrsplanerischer Perspektive führte er in die Problematik ein, dass die städtischen Infrastrukturen vorwiegend auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet sind. Er brachte Beispiele aus seiner langjährigen Berufstätigkeit mit, bei denen er Quartiere durch Einschränkung des Autoverkehrs neues Leben eingehaucht hat.

 

Oliver Thiele, Architekt und Fahrradaktivist aus Hannover, zeigte welche Möglichkeiten die Straßen Hannovers offenbaren, sobald weniger Autos auf ihnen zu finden sind. Er erlaubte einen Blick hinter die Kulissen seines Projektes PlatzDa! Hannover. Und stellte sein neues Projekt Jamiel Kiez vor, bei dem Straßen zu kulturellen Begegnungsräumen werden sollen.

 

Abschließend gab Prof. Dr. Tanja Mölders eine Einführung in gender-gerechtes Planen. Die Studierenden ihres Seminars stellten vor wie sie dieses Wissen  auf den Straßenraum planerisch angewand haben.

Ergänzend war in den Räumlichkeiten der VHS eine Galerie eingerichtet, die den Teilnehmenden die Möglichkeit gab, sich die Beine zu vertreten und weitere studentische Projekte auf gestalteten Wandplakaten anzuschauen.

 

Abschluss bildete eine moderierte Reflexion zu der Frage, welche Erwartungen und mögliche Handlungsschritte bei den Zuschauenden vorliegen, um eine Veränderung auf unseren Straßen in der Stadt und Region zu erreichen. Das Bürgerbüro Stadtentwicklung e.V. notierte die Anregungen des Publikums.

 

        

Herausforderung Wohnen – Kooperationsveranstaltung von bbs und ARL

Von |2019-04-17T09:56:50+01:0001.02.2018|

Unsere erste Veranstaltung des Jahres und gleich so ein Andrang! Die Kooperation mit der Akademie für Raumfoschung und Landesplanung (ARL) erwies sich damit mal wieder als ein toller Erfolg! Wir hatten wirklich nicht damit gerechnet, dass weit über 120 Einwohner*innen Hannovers unserer Einladung zum Thema “Herausforderung Wohnen” folgen würden. Viele mussten wir wieder nach Hause schicken, weil die Werkstatt Ihmezentrum am 15. Januar 2018 aus allen Nähten platzte. Ein lebender Beweis dafür, dass das Thema Wohnen auch in Hannover zu einer drängenden Herausforderung geworden ist?

 

Prof. Dr.-Ing. Dietmar Scholich (Vorstand des Bürgerbüro Stadtentwicklung) begrüßte die dichtgedrängten Zuhörer*innen und führte in die aktuellen Fragestellungen der Thematik “Herausforderung Wohnraum” ein. Sein Kurzinput lässt sich hier nachlesen: Einführung Scholich

 

Anschließend hielt Prof. Dr. Barbara Schönig von der Bauhaus Universität Weimar einen Vortrag mit dem Titel “Herausforderung Wohnraum für alle”. Prof. Dr. Schönig hat ein Buch herausgegeben, welches sich mit dieser Fragestellung dezidiert auseinander setzt. Hier finden Sie eine Leseprobe als Zusammenfassung des Vortrages.

 

Im Anschluß stellte Daniel Fuhrhop, Autor von “Verbietet das Bauen”, seine Thesen zur Lösung der neuen Wohnfrage vor. Im Anschluss stellte er pragmatische Lösungen für Einwohner*innen und Kommunen vor. Seine Thesen hat Daniel Fuhrhop für uns in einem kurzen Text zusammengefasst.

 

Danach startete die Podiumsdiskussion mit Michael Heesch (Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Landeshauptstadt Hannover) , Dr. Frank Eretge (Firmengruppe Gundlach) und Dr. Klaus Habermann-Nieße (Stadtplaner plan zwei und Gründungs- und Vorstandsmitglied der WOGE Nordstadt) . Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Dr. – Ing. Evelyn Gustedt (ARL).

 

Vielen unserer Gäste ist sicher deutlich geworden, dass die Stadt Hannover schon auf den Wohnungsmarkt Einfluss zu nimmt und dass der Einfluss nur begrenzt nämlich vor allem auf öffentlichen Flächen und im Bereich von Neubauten möglich ist. Die aktuelle Wohnfrage muss auf vielen Ebenen gelöst werden. Die öffentliche Hand betrifft dies nicht nur auf kommunaler sondern auch auf Landes- und Bundesebene, vor allem im Hinblick auf die Finanzierung und Förderung von sozialem Wohnungsbau und die Etablierung einer Wohnungspolitik die nicht nur Randgruppen, sondern auch die breite Masse im Fokus hat.
Auch die Bürger*innen selbst und hier vor allem die einkommensstarken können sich nicht aus der Verantwortung nehmen und müssen sich fragen lassen, ob der immer größere Bedarf an Wohnfläche gerechtfertigt ist. Die Kommerzialisierung des Wohnungsmarktes hat dafür gesorgt, dass die soziale Schere im Bereich Wohnen ähnlich weit auseinanderklafft wie bei den Einkommen. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt auch in Zukunft kommt es beim Wohnen darauf an ob sich auch Bessergestellte auf Verkleinerungen á la Fuhrhop einlassen können.

Wir danken allen Akteuren und Gästen für die gelungene Veranstaltung!

Einen ausführlichen Bericht zu der Veranstaltung finden Sie hier als Download.

 

Jahresbericht 2017

Von |2019-04-17T10:00:41+01:0019.01.2018|

 

Es gibt ihn wieder: einen ausführlichen Jahresbericht 2017 vom Bürgerbüro Stadtentwicklung!

HIer ist der Download möglich: bbs_Jahresbericht_2017

 

Wir haben wir alle unsere Aktivtäten des vergangenen Jahres dokumentiert und waren selbst etwas erstaunt, wie umfangreich das Jahr war.

Neben Klassikern wie den Stadtradtouren haben wir uns auch an neuen Formaten probiert und uns intensiv darum gekümmert HannoverMachen unsere Plattform für Bürgerprojekte zu etablieren. Die Aktivierung von Bürger*innen für die Entwickung unserer Stadt betrachten wir als ein wichtiges Element der Demokratieförderung.

Weiterhin  haben wir in unseren öffentlichen Veranstaltung Beiträge zu aktuellen Fragestellungen der Stadtentwicklung geliefert. In 2017 war das vor allem die Frage nach dem Umgang mit dem öffenltichen Raum auf Plätzen.

 

Weitere Details zu unseren Aktivitäten im vergangenen Jahr finden Sie jetzt also in unserem Jahrebericht und natürlich weiterhin hier auf unserem Blog!

 

 

 

Zukunft am Waterlooplatz – Veranstaltung aus der Reihe „Plätze, Parks und Co.“

Von |2019-05-06T13:02:05+01:0031.05.2017|

 

“Der Stellenwert des Waterlooplatzes ist gleich 0“, so ein Statement eines Bürgers aus den Zuschauerreihen, als Dietmar Scholich (stellv. Vors. bbs) bei der Abschlussdiskussion nach der Bedeutung des Platzes für die Anwesenden fragte.

Kontroverse Zukunftsbilder für den Waterlooplatz wurden deutlich, als am Montag, den 29.05.2017 rund 70 interessierte Bürger*innen aus Hannover ihren Weg in die Volkshochschule gefunden haben, um mit dem Bürgerbüro Stadtentwicklung Meinungen, Wünsche, Ideen und Erwartungen zur „Zukunft am Waterlooplatz“  auszutauschen.

Prof. Dr.-Ing. Dietmar Scholich eröffnete die Veranstaltung und leitete Vortragende und Interessierte durch einen Abend voller Ideen. Scholich machte aufmerksam auf die Notwendigkeit des kooperativen Umgangs im öffentlichen Raum und plädierte für die Partizipation bei gesellschaftlich und politisch relevanten Entscheidungen.

Dr.-Ing. Sid Auffarth, Bauhistoriker und Anwaltsplaner, lieferte mit seinem ersten Statement einen Einstieg in die Thematik, indem er die Besucher mitnahm auf einen historischen Streifzug des Waterlooplatzes von der Planung 1825 bis heute. Der Platz erfuhr in der Vergangenheit einen Wechsel zwischen Militarisierung und Entmilitarisierung. Heute wird der Platz für temporäre Veranstaltungen genutzt und befindet sich in mitten des Regierungsviertels von Hannovers.  Fotos zu seinem Vortrag finden Sie hier.

Anschließend knüpften Ernst Futterlieb und Klaus Heinzel, Architekten und Stadtplaner an, und präsentierten ihre städtebauliche Konzeptstudie „Wohnen im Regierungsviertel“, die im Zusammenhang mit Mein Hannover 2030 entstanden ist. Beide gehen davon aus, dass eine Bebauung an der Südseite mit vielseitiger Nutzung im Erdgeschoss dazu beitrage, dem Platz neue Energie und Lebensqualität einzuhauchen. Ziel sei eine Bereicherung der Stadt durch das Wachsen sozialer und urbaner Qualitäten. Näheres zum Vortrag finden Sie hier und hier.

Ein abschließendes Statement lieferten Landschaftsarchitektur und Architektur Studierende der Leibniz Universität Hannover, im Rahmen eines Seminars, mit dem Schwerpunkt gendergerechte Planung, unter der Leitung von Prof. Dr. Tanja Mölders. Besonders prägende Gedanken lieferte dabei der Architekturstudent Ibrahim Salim Klingeberg-Behr, dessen Vortrag in den Zuschauerreihen großen Anklang gefunden hat. Klingeberg-Behr konzentriert sich in seinem Entwurf auf das Diversity-Konzept, indem er jede gesellschaftliche Gruppe bei der Planung miteinbezieht und ein multifunktionales Forum rund um die Waterloosäule vorsieht. Platz für vielfältige Nutzungen könnte sein so genanntes „Haus der Demokratie“ bieten. Landschaftsarchitekturstudierende schlagen wiederum eine Bebauung, südlich am Waterlooplatz vor, mit Raum für soziale Projekte auf den Flachdächern der Häuserreihe. Weiteres ist hier nachzulesen.

Dietmar Scholich moderierte die Abschlussdiskussion, Rebekka Jakob sammelte Wünsche und Ideen der Besucher*innen an der Flipchart ein: Es scheint Einigkeit darüber zu herrschen, dass der Waterlooplatz derzeit einen geringen Stellenwert in Hannover einnimmt. Doch gibt es verschiedene Ansätze und Ideen, wie mit diesem zukünftig besser umgegangen werden kann. Die einen sprechen sich für eine Bebauung am Waterlooplatz aus, andere verneinen dies vehement. Andere hingegen wünschen sich einen Abenteuerspielplatz oder einen Bürgerpark, der Raum für verschiedenste Aktivitäten, gerade für die Anwohner der Calenberger-Neustadt, bietet. Die Diskussion zeigt, dass der Waterooplatz trotz fehlender Freiflächen in Hannover kaum genutzt wird, da einerseits die Lavesallee eine Barriere zur Zugänglichkeit darstellt und andererseits der Verkehrslärm eine Nutzung kaum möglich macht.

Eine Dokumentation der Anmerkungen aus dem Publikum sowie eine Zusammenstellung der Ergebnisse der Diskussion ist hier zu finden.

 

Einen Artikel der HAZ über unsere Veranstaltung können Sie hier nachlesen.

 

Ibrahim Klingeberg-Behr verfasste eine schriftliche Ausarbeitung zu seinem Entwurf für den Waterlooplatz im Rahmen des Seminars “Plätze, Parks und Co – Freiräume in der Stadt (geschlechter)gerecht gestalten”, nachdem er diesen auf der Veranstaltung des Bürgerbüro präsentierte. Interessierte können diese hier nachlesen.

 

 

 

 

 

 

Zukunft des Köbelinger Marktes – Veranstaltung aus der Reihe „Plätze, Parks & Co.“

Von |2019-04-17T15:52:26+01:0007.04.2017|

Anlieger*innen, Anwohner*innen, Planer*innen, Politiker*innen, interessierte Bürger*innen… über 90 Menschen kamen am Mittwoch, den 05.April 2017  in die städtische Galerie KUBUS um mit dem Bürgerbüro Stadtentwicklung über die Zukunft des Quartiers rund um den Köbelinger Markt zu diskutieren.

Manfred Müller (1. Vorsitzender des bbs) stellte den Sachstand zum Bebauung dar. Weitere Informationen in seiner Präsentation und auf den Webseiten der Stadt Hannover hier und hier.

Anschließend präsentierte Kai Koch (Vizepräsident des Bund Deutscher Architekten, BDA) Ergebnisse eines Workshops des BDA der im Vorfeld der City 2020+ Überlegungen zur Aufwertung der Altstadt 2005 durchgeführt wurde. Dabei wurden auch schon Überlegungen zum Köbelinger Markt angestellt. Sein Vortrag findet sich hier.

 

Oliver Kuklinski (Geschäftsführer des bbs) moderierte die Diskussion über die Zukunft des Köbelinger Markts und sammelte Perspektiven der Anlieger*innen aus dem Publikum ein. Die Anwesenden hielten in Kleingruppen ihre Wünsche und Ängste fest, die anschließend zusammengetragen wurden.

Grundsätzlich scheinen die Pläne der Stadt nach dem Abriss der Verwaltungsgebäudes Wohnbebauung zu errichten und eine Aufwertung und Belebung des Quartiers auf Akzeptanz zu treffen. Die Anwesenden wünschen sich eine gute soziale Durchmischung als Ziel für die Wohnbebauung.
Bedenken gibt es teilweise aufgrund der Höhe der geplanten Gebäude. Auch die verkehrlichen Änderungen bereiten einigen Anwesenden sorgen. Sie befürchten, dass der Verkehrsfluss ins Stocken gerät, durch die Umwandlung der Leinstr. in eine Sackgasse und die Auslastung der Marktstr. Andere wünschen sich genau das: eine Verkehrsberuhigung und eine zukunftsorientierte Verkehrsplanung rund um den Köbelinger Markt und bessere Bedingungen für Fahrradfahrer*innen sowie die Berücksichtigung der Anforderungen der E-Mobilität.
Umstritten ist auch die Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf dem Köbelinger Marktplatz, von einigen wurde sie begrüßt, da es Quartiernah bisher kaum Möglichkeit gibt sich im Freien aufzuhalten, andere befürchten, dass sich mit Trinkern eine ähnliche Situation wie am Weiße-Kreuz-Platz oder am Raschplatz entwickeln könnte und lehnen dies ab.

Eine Dokumentation der Anmerkungen aus dem Publikum sowie eine Zusammenstellung der Ergebnisse der Diskussion in Kleingruppen ist hier zu finden.

Einen Artikel der HAZ über unsere Veranstaltung können Sie hier nachlesen.

Plätze, Parks & Co. – Auftakt der Veranstaltungsreihe

Von |2019-05-06T13:03:13+01:0021.03.2017|

Standpunkte aus ganzen verschiedenen Blickwinkeln zum Umgang mit dem öffentlichen Raum gab es am 30. Januar bei unserer Auftaktveranstaltung zu der Reihe “Plätze, Parks & Co.” im Pavillon. Das Podium war mit 12 Vertretern aus Politik, Planung und Bürgern mehr als gut besetzt. Aber auch im restlichen Saal drängten sich die Menschen: mehr als 120 Personen kamen, um zuzuhören, aber auch um selbst mitdiskutieren zu können. Einziger Wermutstropfen: ein Vertreter der Bauverwaltung konnte leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

 

Klaus Selle und Sid Auffarth hielten die Eingansreferate. Während Klaus Selle sich in seinem Vortrag vor allem der Bedeutung der öffentlichen Räume in der Vergangeheit und heute widmete, schlug Sid Auffarth in seinem Vortrag einen Bogen über die verschiedenen Aktivitäten zum Umgang mit dem öffentlichen Raum in Hannover in den letzten 3 Jahrzehnten.

 

Die Diskussionsbeiträge erstreckten sich über das Scheitern der Bebauung des Steintorplatzes, die aktuellen Streitgkeiten zur Umgestaltung des Wedekindplatzes und Experimentierkultur im öffentlichen Raum und die Rolle der Bürger*innenbeteiligung in all diesen Zusammenhängen.

 

h-eins.tv hat unsere Veranstaltung in voller Länge aufgezeichnet. Herzlichen Dank dafür!

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Mehr Informationen

 

ein Blog-Beitrag über unsere Veranstaltung findet sich hier:

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Weitere Informationen

 

 

 

 

 

 

 

 

HannoverMachen.de – CrowdfundingPlattform des bbs ist online!

Von |2019-05-06T13:04:04+01:0029.11.2016|

Ein grüner Buzzer wird gedrückt, ein Feuerwerk geht los und HannoverMachen.de ist online!

Zur Auftaktfeier von HannoverMachen kam eine bunte Mischung an Stadtbewegern und –bewegten aus dem Dunstkreis des bbs, Mitarbeiter*innen der Stadt Hannover und die Initiatoren der ersten Bürger*innenprojekte die sich auf der Plattform HannoverMachen präsentieren.

In einer Feierstunde im Transformationswerk der Agentur neuwärts hielt der Oberbürgermeister Stefan Schostok ein Grußwort und schaltete gemeinsam mit Vertretern des bbs die Plattform frei. Außerdem wurden die ersten Projekte der Plattform präsentiert und die Initiatoren interviewt.

Anschließend klang die Feier bei Speis und Trank aus und die Anwesenden nutzten die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen.

H1 unser lokaler Fernsehsender berichtete von unserer Auftaktveranstaltung, der Bericht wurde am Mittwoch bei 0511 gezeigt und ist jetzt online zu finden.

„Gesund durch Stadtplanung?“ im November der Wissenschaft – bbs und ARL lassen diskutieren

Von |2019-05-06T13:05:50+01:0011.11.2016|

Das Podium hätte noch ewig weiter diskutieren können zu den Auswirkungen von Verkehr und Freiraumnutzung auf die menschliche Gesundheit.

 

Das Eingangsreferat von Prof. Dr.-Ing. Sabine Baumgart von TU Dortmund betonte den historischen Zusammenhang von Gesundheit und Stadtplanung und endete mit der Aufforderung diese beiden Aspekte auch heute mehr zusammen zu denken. Um den salutogenesischen Ansatz („Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit“) weiter zu verfolgen müssten bestehendes Know-How in den Kommunen als strategische Partner einbezogen werden. Sie endete mit einem Zitat von Jason Corburn: „Partizipative Stadtplanung ist somit auch eine Form präventiver Medizin“.

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Die sich anschließende Diskussion konzentrierte sich dabei stark auf das Streitthema Auto. Einig waren sich die meisten der Anwesenden, dass der Autoverkehr in der Stadt zu viel Raum einnimmt sowie Lärm und Schmutz verursacht. Michael Heesch von der Stadtverwaltung war es ein Anliegen zu betonen, dass das Auto nicht allein als „Schädling“ sondern auch als „Nützling“ angesehen werden müsse, auf das viele Menschen angewiesen seien.
Oliver Thieles (Initiative Hannovercyclechic und Platzda!) Forderung nach autofreien Quartieren in Hannover, parierte Heesch in dem er betonte, dass es der Stadt Hannover ein Anliegen sei für alle Bürger*innen der Stadt zu planen. Es gäbe daher derzeit keine Absichten Wohngegenden zu erreichten, in welche nur ein bestimmtes Klientel (in diesem Fall ohne Autobesitz) ziehen könnte. Heeschs Aussage ein Leben ohne Auto müsse man sich erstmal leisten können, rief einen Vertreter des VCD aus dem Publikum auf den Plan. Dieser betonte, man solle nicht den Eindruck erwecken, das Auto wäre das günstigere Verkehrsmittel.
Axel Priebs, Umwelt- und Planungsdezernent der Region Hannover, betonte, als öffentliche Hand könne man den Bürgern zwar Angebote und Anreize zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln bieten, die Entscheidung müsse in einem freiheitlichen Land aber jeder Bürger selbst treffen.
Aus dem Publikum gab es das Statement dem Autoverkehr würde es viel zu leicht gemacht: sobald sich an Engpässen wiederkehrende Stauereignisse bemerkbar machten, würden diese beseitigt, statt Bürger*innen dieser unbequemen Situation  auszusetzen und dadurch ein Umdenken einzuläuten.

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Zurecht kam am Ende die Bemerkung aus dem Plenum, dass das Thema der Luftreinhaltung bzw. Schadstoffemissionen auf dem Podium viel zu kurz gekommen sei. Die Landtagsabgeordnete Maaret Westphely nutzte daher die Abschlussrunde um dieses Thema aufzugreifen und forderte, dass die „Umweltzone“ als ein Instrument des Luftreinhalteplans weiterentwickelt werden müsse, um Grenzwerte zu Stickoxidbelastungen einhalten zu können.

 

 

 

 

 

 

 

Hier gibt es die Folien aus dem Vortrag von Frau Baumgart zum Download.

 

Diese Veranstaltung organisierte das bbs gemeinsam mit der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL). Herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit!

“Not a dime in my pocket – but a dream in my head” – Crowdfunding, was ist das ?

Von |2019-04-17T15:58:07+01:0004.11.2016|

Viele Träumer*innen folgten dem Aufruf des Bürgerbüros Stadtentwicklung am 25.10.2016 in die Faust Warenannahme. Vor dem Hintergrund des Starts von HannoverMachen im November 2016 hatten wir den Crowdfunding-Experten Ernst Neumeister von CrowdCamp eingeladen, um über die Möglichkeiten von Crowdfunding bei der Realisierung von Projekten zu informieren.

 

Anhand zahlreicher Beispiele erklärte der Crowdfunding-Spezialist die grundlegenden Arten und Prinzipien von Crowdfunding sowie die für ihn wichtigsten Erfolgsfaktoren. Außerdem betonte er, dass durch eine gute Vorbereitung ein mögliches Scheitern des Crowdfundingziels fast ausgeschlossen werden kann. Ergänzend dazu, gab es eine Anleitung für die maßgeblichen Schritte auf dem Weg zur erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne.

dsc_0411Die zahlreichen Fragen während der Veranstaltung reflektieren das große Interesse des Publikums an diesem Thema. Damit möglichst viele Hannoveraner*innen ihre Träume für Hannover wahr werden lassen können, haben wir die die lokale Crowdfundingplattform HannoverMachen für gemeinnützige Projekte initiiert. Ab dem 21. November wird es hier tolle Projekte aus Hannover, für Hannover mit Hannover geben. Wir freuen uns auf alle die helfen Träume wahr werden zu lassen.

 

Wer den Abend noch einmal Revue passieren lassen möchte, findet hier die Präsentation von Ernst Neumeister. Weitere Informationen zu seiner Crowdfunding-Beratung Crowdcamp gibt es hier.

 

Hier noch ein freudestrahlendes Gruppenfoto zum Abschluss: das Team von HannoverMachen aus dem bbs mit unseren Pilotprojekt-Inihtiatoren und Ernst Neumeister.

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Bürgerbüro Stadtentwicklung beim Forum für Bürger*innenbeteiligung

Von |2019-05-06T13:07:59+01:0015.09.2016|

Dass die „Gesellschaft im Umbruch“ ist, zeigte auch die Kommunalwahl in Niedersachsen, bei der etablierte Parteien größtenteils herbe Stimmenverluste hinnehmen mussten.

Thema war dies auch bei der Tagung der Stiftung Mitarbeit, die am vergangenen Wochenende, vom 09. bis 11. September, in der ev. Akademie Loccum stattgefunden hat. Diskutiert wurde viel darüber wie unsere Demokratie lebendig bleibt und sich weiterentwickeln kann. Politische Entscheidungen sollten von einem Großteil der Bürger*innen mitgetragen werden und diese nicht rechtspopulistischen Parteien in die Arme getrieben werden – darüber waren sich die Teilnehmenden einig.
Für die Politik gilt es jetzt, das Vertrauen der Bürger*innen wieder zu gewinnen und Transparenz in Entscheidungsprozesse zu bringen. Eine Möglichkeit dafür wird in der Entwicklung und Umsetzung von Leitlinien für die Bürgerbeteiligung gesehen. Auf der Tagung stellten die Städte Heidelberg, Graz und Bonn ihre Leitlinien-Modelle und Erfahrungen vor.

 

Über unsere img_20160910_173118Crowdfunding Plattform für gemeinnützige Bürgerprojekte HannoverMachen haben wir in Loccum im Rahmen einer Projektbörse informiert. Die lokale Crowdfunding-Plattform fand großen Anklang bei den Profis der Bürger*innenbeteiligung aus Verwaltung, Politik, NGOs und freier Wirtschaft. Sie wird als Instrument verstanden um Bürger*innen dabei zu unterstützen, selbst Ihre Themen auf die Agenda zu setzen und sich in die Stadtentwicklung aktiv einzubringen.  Hannover gehört diesbezüglich zu den Pionieren im Empowerment von Bürger*innenengagement.

Auch wählen gehen ist Bürger*innenbeteiligung!

Von |2019-05-06T12:35:17+01:0019.08.2016|

…aber nur Wählen gehen reicht uns nicht! Für das Bürgerbüro Stadtentwicklung ist es ein wichtiges Anliegen, dass Bürger*innen sich in die Entwicklung ihrer Stadt aktiv einbringen können und von Politik und Verwaltung frühzeitig einbezogen werden. Die Weichen dafür werden jetzt wieder neu gestellt, am 11. September 2016 ist es soweit: die Kommunalwahlen stehen an!

 

Die Kommunalpolitik beeinflusst wie keine andere unser direktes Umfeld:

Die meisten Entscheidungen zur Stadtentwicklung treffen die von uns gewählten Kommunalpolitiker*innen. Sie bestimmen außerdem auch wann und wie weit sich Bürger*innen zur Vorbereitung dieser Entscheidungen in Beteiligungsprozessen einbringen dürfen. Belässt man es bei gesetzlichen Minimalanforderungen oder geht man frühzeitig mit den betroffenen Bürgern ins Gespräch? In der Kommunalwahl bestimmen die Wähler*innen mit, wie Bürgerbeteiligung in Hannover gelebt werden soll.

 

Aber auch die Kommunalpolitik selbst ist Beteiligung von Bürgern. Denn gewählt werden ganz normale Mitbürger*innen, die sich ehrenamtlich politisch engagieren und bereit sind Entscheidungen zum Wohle unserer Stadt zu treffen. Wer für den Bezirk, die Stadt und die Region Entscheidungen treffen soll, dass entscheiden die Wähler*innen.

 

In der kommenden Woche gibt es viele Gelegenheiten Kommunalpolitiker in Aktion zu erleben und sich die (Aus-)Wahl zu erleichtern. Hier eine kleine Auszug spannender parteiübergreifender Veranstaltungen zur Kommunalwahl:

 

  • Am Montag, 22. August 2016, 19:00 Uhr             Achtung: Veranstaltung nur für Frauen!!
    frauenpoli-Tisch, ich wähle…und du?… und warum?
    Im Frauenzentrum Laatzen
    Moderation: Dr. Christine Schwarz, Soziologin, Leibniz Universität Hannover
    Bitte anmelden Tel.: 0511 898 858 20
    http://frauenzentrum-laatzen.de/frauenpoli-tisch/
  • Dienstag, 23. August 2016, 18 Uhr,
    Zukunft des Ihmezentrums
    Im Capitol
    Der Verein Zukunftswerkstatt Ihmezentrum läd dazu ein mit Vertretern verschiedener Parteien die Zukunft des Ihmezentrums zu diskutieren.
    https://www.facebook.com/ihmezentrum/
  • Am Dienstag, 23. August 2016, 18:30 Uhr
    Speed-Dating zur Kommunalwahl 2016
    Im Kulturzentrum Pavillon
    Der Bildungsverein lädt ein Fraktionsvorsitzende von im Rat der Stadt Hannover vertretenden Parteien jeweils 12 min. auszufragen.
    Anmeldung bei Beate Gonitzki, (beate.gonitzki@bildungsverein.de)
    https://bildungsverein.de/node/3128819
  • Am Mittwoch, 24. August 2016, 20:00 Uhr
    HAZ-Forum zu Wahl
    im Anzeiger Hochhaus
    HAZ-Leser diskutieren mit Vertretern der Parteien SPD, CDU, Die Grünen, FDP, Die Linke, Die Hannoveraner, AfD und die Piraten.
    Moderation: Felix Harbart und Conrad von Meding (beide HAZ)
    Karten an den HAZ-Vorverkaufsstellen
    http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Reden-Sie-mit!-Das-HAZ-Forum-zur-Kommunalwahl
  • Am Montag, 29.August 2016, 18:00 Uhr
    Freie Träger! Forderungen zu Kommunalwahl in Hannover.
    im Kulturzentrum Pavillon
    Diskussion mit Vertreter_innen der Ratsfraktionen zu Zuwendungen für kommunale Aufgaben in freier Trägerschaft
    Moderation: Conrad von Meding
    http://pavillon-hannover.de/programm/veranstaltung/?nr=22106

Wem gehört die Stadt – Bürger*innen in Bewegung

Von |2019-05-06T12:35:36+01:0011.07.2016|

Diesen sehenswerten Dokumentarfilm zum Thema Stadtentwicklung und Bürger*innenbeteiligung zeigte das ZDF bis zum 12.07. in seiner Mediathek.

 

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Mehr Informationen

In Spielfilmlänge kommen Akteure mit verschiedene Perspektiven auf ein Großbauprojekt, hier eine Shopping Mall in Köln-Ehrenfeld, zu Wort. Investoren, Verwaltung, Bürger*innen und Politik sie alle haben ein Wörtchen mitzureden.

Hier gibts die website zum Film.

 

 

Stadt lernen, Stadt machen – Jugend, Schule, Stadtentwicklung

Von |2019-05-06T13:09:59+01:0007.06.2016|

Unter diesem Motto beendete das Bürgerbüro Stadtentwicklung (bbs) am vergangenen Freitag die Woche gegen Rechts für Demokratie im Neuen Rathaus in Hannover.

 

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Mehr Informationen

 

Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Stadtentwicklung von unten“, diese Reihe hatte das bbs eigens für den Dialog „Mein Hannover 2030“ entwickelt. Auf vielfachen Wunsch aus der Bürgerschaft wird diese nun fortgeführt. Das bürgerschaftliche Engagement in der Stadtentwicklung zu fördern steht dabei im Vordergrund. Menschen werden zur aktiven Mitgestaltung Hannovers angeregt und mobilisieren alternative Vorstellungen der Stadtentwicklung. Es werden hannoversche, aber auch überregionale Projekte präsentiert, die nicht durch Verwaltungshandeln oder Ratsbeschlüsse initiiert und realisiert wurden, sondern von den Bürger*innen in Eigenregie.

 

Beim Workshop am 3. Juni stand die Beteiligung junger Menschen ab dem Teenageralter im Vordergrund. Was sie zu bieten hatten, begeisterte auch die Älteren unter den Teilnehmern. An verschiedenen Tischen stellten Aktive aus dem schulischen, kulturellen und sozialen Bereich Beispiele vor die Jugendliche motivieren sich in Stadtentwicklungsthemen einzubringen.

 

Präsentiert wurden verschiedene Projekte aus der Schmiede des Vereins „Politik zum Anfassen e.V.“. Mit ihrer inzwischen bundesweiten Reichweite führen sie nicht nur in Hannover Jugendliche an Stadtentwicklung heran. Auch der hannoversche Verein Janun e.V. sowie das Historische Museum Hannover und die St.-Ursula-Schule zeigten Wege auf, wie sie auf Jugendliche zugehen um sie für Stadtentwicklung zu sensibilisieren oder einzubeziehen.

 

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Besondere Beachtung fand ein Projekt von Schülern des Gymnasiums Julianum in Helmstedt. Im Seminarfach „Helmstedt 2020“ wurde die Idee geboren, Helmstedt aus Sicht der Jugend fit zu machen für die Zukunft. Es entstand ein Kultur- und Jugendcafé in einem ehemaligen Pferdestall. Zunächst gedacht vor allem für junge, kreative und engagierte Helmstedter*innen, frei nach dem Motto „Mach deine Stadt zu deiner Stadt“! Schon bald wurde daraus ein beliebter Treffpunkt für Bürger*innen allen Alters. Wie der Moderator Dietmar Scholich, Vorstand des bbs, zum Abschluss hervorhob, zeigen das Vorhaben aus Helmstedt wie auch die anderen Projekte, dass jugendliche Bürger*innen die Entwicklung ihrer Stadt selbst in die Hand nehmen und ihre Stadt mitgestalten können.

 

Anschließend wurden Erfahrungen bei der Realisierung der Projektideen ausgetauscht und Anregungen für Interessierte gegeben, die ähnliche oder auch andere Vorhaben in Angriff nehmen wollen.

 

Die Beiträge der Referenten sowie die Vorstellung der Projekte sind hier für Sie dokumentiert:

Begrüßung durch Dietmar Scholich, Bürgerbüro Stadtentwicklung e.V.

 

Impuls Dr. Frank-Michael Czapek, Studiendirektor, Landesschulbehörde Niedersachsen

Impuls Gregor Dehmel, Politik zum Anfassen e.V.

 

Kultur- und Jugendcafé „Pferdestall“

Politik zum Anfassen e.V.: Realitycheck2030, Pimp Your Town!

Politik zum Anfassen e.V.: Umfrage1417

Christiane Wiese: Jugend 2020

Andreas Eberth: Stadt der Zukunft (Poster)

Sozialer Stadtrundgang mit Asphalt

Von |2019-05-06T13:11:11+01:0001.06.2016|

Gestern durften wir beim sozialen Stadtrundgang in eine Welt eintauchen, die wohl für viele von uns meistens unsichtbar bleibt. Wir wollten erfahren, wie Wohnungslose die Stadt jenseits von teuren Fassaden erleben und uns an Orte führen lassen, wo sie keine Randgruppe sind. Asphalt formuliert es so: „Unsere Stadtführerinnen und Stadtführer sind Experten der Straße. Sie zeigen Ihnen auf dem Rundgang die Ecken Hannovers, an denen sich das Leben der Wohnungslosen abspielt und beantworten Ihre neugierigen Fragen“.

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Der Asphalt-Verkäufer Bernd führte uns an Plätze, die Wohnungslose aufsuchen können wenn Sie ein Bett, etwas zu essen oder sonstige Hilfe benötigen.

Startpunkt waren die Redaktionsräume von Asphalt in der List. Dort wurden wir sehr freundlich von Bernd in Empfang genommen.

Bevor es losging informierte uns der Vertriebsleiter von Asphalt über die Entwicklung des Straßenmagazins, dass seit über 20 Jahren in Hannover herausgebracht wird und die Existenzgrundlage für viele Menschen ist. Rund 80 Frauen und Männer verkaufen das Monatsmagazin. Und viele aus der Runde der Teilnehmer*innen hatten Geschichten von ihren Stammverkäuferinnen und –verkäufern zu berichten, bei denen sie regelmäßig nicht nur das Magazin erhalten sondern auch oft auf ein kurzes Gespräch stehen bleiben. Ausgehend von Hannover als größtem Standort ist Asphalt mittlerweile in 15 Städten Niedersachsens erhältlich. Mit einer Auflage von durchschnittlich 27.000 Zeitungen erreicht Asphalt monatlich rund 60.000 Leserinnen und Leser.

Der erste Stopp des Rundgangs war die Einrichtung „Bed by Night“, eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche. 13 Plätze bietet das Haus, das etwas versteckt zwischen hohen Bäumen am Welfenplatz liegt. IMG_0610

Gleich daneben steht ein alter Bunker der bis 2011 auch als Notanlaufstelle für obdachlose Menschen diente und heute Platz für Probenräume für Musiker*innen bietet. Weiter ging es durch die Straßen hinter dem Bahnhof zu Einrichtungen die – oft ganz unscheinbar im Stadtbild- schon seit vielen Jahren wichtige Anlaufstellen für Menschen in Not darstellen. Am Raschplatz hinter dem Bahnhof angekommen erzählte uns Bernd, wie sehr die Zahl der Wohnungslosen aus seiner Sicht vor allem im letzten Jahr zugenommen hat. Wir konnten uns vor Ort selbst ein Bild machen. Und als wir Zeuge einer Konfrontation zweier Männer wurden durften wir erleben wie Bernd sich sofort verantwortlich fühlte und sich kümmerte, wo wir anderen eher scheu und zurückhaltend reagierten. Am Ende ereilte uns noch das angekündigte Gewitter, das den schwülwarmen frühen Abend beendete. Wir hatten es alle eilig ins Trockene und nach Hause zu kommen. Und vielleicht spürten mehrere von uns an diesem Abend den hohen Wert, den ein eigenes trockenes Zuhause bietet.

 

Wer Lust hat, sich an einem sozialen Stadtrundgang zu beteiligen kann sich direkt an die Redaktion von Asphalt wenden: www.asphalt-magazin.de/

 

 

 

 

 

Viel Besuch beim Autofreien Sonntag

Von |2019-05-06T13:11:48+01:0030.05.2016|

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Gestern beim Autofreien Sonntag konnten wir vielen Hannoveranerinnen und Hannoveranern ihren Lieblingsort in Hannover entlocken. Auf der großen Stadtkarte konnte man schnell sehen, welche Orte besonders beliebt sind: Hannover liebt ganz besonders seine Grünfläche. Und ganz weit vorne liegen Maschsee und Eilenriede. Richtig gerne sind die Menschen aus Hannover auch in ihren eigenen Stadtteilen unterwegs und am schönsten ist es für viele einfach zu Hause. Das Hannover eine Stadt voller leidenschaftlicher Kleingärtner*innen ist, zeigten die vielen Nennungen der zahlreichen Kleingartenkolonien und dem breiten Ruf nach deren Erhalt.

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Trotz des Regens am Morgen hatten wir an unserem Stand immer viel Besuch. Am Ende des Tages hatten wir über 200 Lieblingsorte gesammelt und mit noch mehr Standgästen über ihre Stadt gesprochen. Auch Wünsche und Kritik konnten unsere Besucher*innen und Besucher auf unserer Wäscheleine loswerden und die Orte auf der Karte markieren. Hier wurde schnell deutlich, dass sich viele Menschen eine Belebung des Ihmezentrums wünschen und ein Konzept um den Raschplatz als Aufenthaltsort attraktiver zu machen.

 

Unser neues Projekt HannoverMachen konnten wir bei dieser Gelegenheit erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. Dabei führten wir viele spannende Gespräche – vielleicht bahnt sich hier schon das ein oder andere Projekt für unsere Crowdfunding-Plattform für Bürger*innenprojekte an.

Rundgang durch das Ihme-Zentrum gibt tiefe Einblicke und eröffnet neue Perspektiven. Ein neuer Blick – ein neues Gefühl?

Von |2019-05-06T13:12:51+01:0021.03.2016|

„Wann waren Sie zuletzt hier“ fragte Constantin Alexander, Initiator der Aktion „Das Ihme-Zentrum, ein neues Wahrzeichen für Hannover“, die Teilnehmer*innen am Rundgang durch das Ihme-Zentrum in Hannover Linden. Bei den meisten liegt das schon eine ganze Weile zurück. Zu wenig Anlässe, die einen in den großen und verwinkelten Komplex führen, es sei denn, man möchte zu den Stadtwerken oder sein Kind anmelden im Fachbereich Jugend und Familie der Landeshauptstadt Hannover.

 

Doch an diesem windigen Dienstagabend hatte sich eine Gruppe aus Interessierten und Mitarbeiter*innen des Bürgerbüros versammelt, um an einem der geführten Rundgänge teilzunehmen die Constantin Alexander seit einer Weile anbietet.

 

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Er startete mit einem Blick in die lange Geschichte des Ihme-Zentrums und die Bedingungen seiner Erbauung. Auch Teilnehmer*innen, die sich noch an diese Zeit erinnern, konnten hier viel Neues erfahren. Auch darüber, warum es kein Lösung sein kann, das Ihme-Zentrum abzureißen, wie es oft in Gesprächen schnell tönt. Die Geschichte des Ihme-Zentrums ist eine voller Visionen, Erwartungen und enttäuschter Hoffnungen unter der Beteiligung vieler Akteure die sich im Laufe der Jahrzehnte daran gerieben haben. Der Rundgang führte dann durch die Tiefgaragen, hinauf auf die Ebene 1, ehemals die Einkaufsmeile, und weiter auf die Dächer einer Zwischenebene. Die teils aufgerissenen Wände der Fassaden wirkten beim vorbeistreifen wie offene Wunden. Die unbelebten und ungepflegten Wege und Plätze wirkten unwirtlich und wenig einladend.

 

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Doch je näher man hinsah und die Distanz aufbrach, desto mehr gaben sie sich als gestaltbare Flächen zu erkennen. Hier wäre für so viel Ausprobieren im urbanen Raum Platz. Platz für Kunst und Kultur wäre in rauen Mengen vorhanden. Hier könnte Mehr-Generationen-Wohnen stattfinden, aus dem Zusammenleben von Flüchtlingen, Studierenden und den alten Bewohnern könnten neue Gemeinschaften entstehen. Constantin Alexander formuliert es so: „Das Ihme-Zentrum ist kein Problem, sondern eine Herausforderung“ Oh ja! Eine Herausforderung die immer mehr Menschen anzunehmen bereit erscheinen. Das Gefühl zum Ihme-Zentrum verändert sich grade. Die Wahrnehmung ist einem Wandel unterworfen, weil es Menschen wie Constantin Alexander gibt, die sich auf einmal so dafür einsetzen. Dieser Einsatz steckt an, das Interesse springt über, und die Phantasie ist plötzlich beflügelt ob der Möglichkeiten, die sich hier bieten.

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All diese Möglichkeiten sammelt Constantin Alexander übrigens als Vorschläge auf seiner Seite: https://experimentihmezentrum.wordpress.com. Mitvisionieren ist ausdrücklich erwünscht. Anmelden für einen Rundgang kann man sich unter rundgang@ihmezentrum.org. Das Ganze ist kostenlos und dauert rund anderthalb Stunden.

4. Utopianale

Von |2019-04-23T09:09:15+01:0008.03.2016|

Sehr gerührt schaute Felix Kostrzewa, Frontmann des Utopianale-Orgateams auf seine Mannschaft. Zwei Tage Festival lagen hinter ihnen und fast ein ganzes Jahr Vorbereitungszeit. Nun, am Sonntagabend war es geschafft, sie hatten den Hannoveranner*innen und Gästen aus der Region zwei Tage lang wunderbare Filme von und für Visionäre vorgeführt und viele dabei tief bewegt. Sie hatten Möglichkeiten der Begegnung geschaffen die sicher bei vielen Besucher*innen nachwirken werden. Und sie hatten ein vielseitiges Rahmenprogramm angeboten, dass viele vor die Qual der Wahl stellte.

 

Dass die Utopianale weit mehr zu bieten hat als Utopien, hat sie am letzten Februar-Wochenende 2016 bereits zum vierten Mal bewiesen.

 

Das Filmfestival offenbarte den Besucher*innen ein vielseitiges Programm rund um das Thema „Wie wollen wir uns bewegen?“. Diese Frage bezog sich sowohl auf die Frage nach unserer Mobilität und nachhaltigen Verkehrskonzepten der Zukunft als auch darauf, wie wir uns aufeinander zu und miteinander bewegen, und welche Bürger*innenbewegungen daraus entstehen können.

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An zwei Tagen tummelten sich 450 Menschen in den Räumen des Freizeitheims Linden. Gemeinsam wurden sechs Filme geschaut. Den Aufschlag machte „The Human Scale“. Eine Dokumentation über das Leben in Städten – insbesondere auch in den Megacities von denen es weltweit immer mehr gibt – und welchen Einfluss es auf uns ausübt.

 

„Bikes versus Cars“ zeigte die Arbeit von Aktivisten*innen, die die Straße als Lebensraum für alle zurückerobern wollen. Einer der Höhepunkte war sicherlich die sogenannte „Werksschau“ über das Ihmezentrum von Hendrik Millauer und Alexander Constantin. In „Ihmezentrum – Traum – Ruine – Zukunft“ ließen sie Bewohner*innen, Architekten*innen, Stadtplaner*innen und andere Zeitzeugen zu Wort kommen. Die Fertigstellung des Films ist übrigens im Sommer 2016 geplant. „How to Change the World“ zeigte die Geschichte von Greenpeace und „Yes Men“ beeindruckte mit spektakulären Aktionen zum Klimaschutz um die Aktivisten Andy und Mike aus den USA.

 

Die Utopianale ist eine Veranstaltung die auf Kooperation aufbaut, und so wurden die 11 Workshops durch zahlreiche Organisationen durchgeführt die sich und ihre Arbeit auch auf dem „Markt der Möglichkeiten“ vorstellten.

 

Die Gelegenheiten für Begegnungen unter den Besucher*innen waren durch zahlreiche Mitmachaktionen geboten. Berührungs- oder Kontaktängste konnten bereits beim Mitbringfrühstück abgebaut werden. Und spätestens in den Workshop Phasen ergab sich durch lebhafte Diskussionen, die auch Platz für persönliche Anteile ließen, ein enger Austausch zwischen den engagierten Teilnehmer*innen.

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Auch das bbs hatte sich mit einem Workshop unter dem Motto „Bürgerbeteiligung in Hannover und ein Rückblick auf den Stadtentwicklungsdialog “MH2030“ beteiligt.

 

Lebhaft wurde dort noch einmal das Qualitäts-Empfinden des Dialogs diskutiert, ob sich ein solcher Prozess tatsächlich für echte Beteiligung der Bürger*innen eignet und wie in Hannover auch in Zukunft eine möglichst vielschichtige und heterogene Kultur des politischen Austauschs gelebt und erhalten werden kann. Auch Einwohner*innen, die bisher wenig Kontakt mit “MH2030” hatten bekamen so die Gelegenheit, mit Akteuren und Teilnehmer*innen am Prozess in einen Austausch zu treten und an deren Erfahrungen zu partizipieren.

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Evaluationsworkshop der Stadt Hannover in Kooperation mit dem bbs

Von |2019-05-06T13:15:29+01:0002.02.2016|

Gut 100 Personen aus Verwaltung, Wirtschaft, bürgerlicher Öffentlichkeit und Politik nahmen am letzten Freitag an dem Evaluationsworkshop im Neunen Rathaus, der von der Stadt Hannover in Kooperation mit dem Bürgerbüro Stadtentwicklung veranstaltet worden ist, teil. Ziel der Veranstaltung war es, auf der einen Seite zurück zu schauen und Stolpersteine und Erfolge des Stadtentwicklungsdialoges “Mein Hannover 2030” zu identifizieren und zum anderen zukünftige Beteiligungsstrategien und -verfahren für die Stadt Hannover zu erarbeiten.

 

In kollegialer Atmosphäre wurden in dem 4-stündigen Workshop folgende Thesen/Ziele erarbeitet:

1) Bürger*innenbeteiligung soll verstetigt werden, d.h. auch in Zukunft zu allen Stadtbild verändernden Entscheidungen bzw. Maßnahmen der Stadt bzw. der Verwaltung stattfinden bzw. ein Prüfung erfolgen, ob Bürger*innenbeteiligung im Vorfeld oder während dieser Entscheidungen oder Maßnahmen relevant ist.

 

2) Bürger*innenbeteiligung soll professionalisiert werden. Das Wissen über erfolgreiche Verfahren und Konzepte der Bürger*innenbeteiligung sollen sowohl innerhalb der Verwaltung, die für die Beteiligungsverfahren der Stadt hauptverantwortlich ist, als auch bei externen Partnerorganisationen kontinuierlich gebündelt und schnell und routiniert in die Praxis umgesetzt werden. Dazu bedarf es der Bildung langfristiger und gefestigter Netzwerke innerhalb der Verwaltung und zwischen der Verwaltung und Partnerorgnisationen in Hannover.

 

3) Insgesamt sollen Bürger*innenbeteiligungsverfahren, insbesondere, wenn sie onlinegestützt sind, im Sinne der oben genannten Professionalisierung moderner und zeitgemäßer, insbesondere auch in visuell-ästhetischer Hinsicht, vorbereitet und durchgeführt werden.

 

4) Die Zusammenarbeit mit den Medien soll auf eine neue Ebene gehoben werden: Dafür soll die Bedeutsamkeit von Bürger*innenbeteiligung als wichtiger (und immer wichtiger werdender) Faktor der demokratischen Struktur verdeutlicht werden. Sowohl externe Organisationen und Gruppen, als auch die Verwaltung sorgen gleichzeitig dafür, dass ein mediales Verständnis dafür entsteht, dass die Veränderungen von Strukturen Zeit bedarf und Hannover als Stadt mit einerlebendigen Beteiligungskultur nur durch die gemeinsame Verpflichtung (Öffentlichkeit, Politik, Medien, Verwaltung) gegenüber diesem Ziel geschaffen werden kann.

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4.Utopianale 2016

Von |2016-01-26T12:17:49+01:0026.01.2016|

Im Februar findet zum 4.Mal die Utopianale statt – das mittlerweile auch über Linden hinaus bekannte Filmfestival über nachhaltiges Leben und gesellschaftliche Utopien. Mit dabei auch wieder das bbs. Wir wollen am Sonntag den 28.Februar in einem Workshop mit Ihnen gemeinsam reflektieren, wie in Hannover auch in Zukunft eine möglichst vielschichtige und heterogene Kultur des politischen Austauschs gelebt und erhalten werden kann! Alles Weitere finden Sie unter: http://utopianale.de/

Fachexkursion 2015 – noch einmal ins Ruhrgebiet

Von |2023-10-16T09:30:14+01:0010.01.2016|

Paar Wörter über unsere Fachexkursion 2015.

 

Die Forderung Willy Brandts im Jahr 1961, der Himmel über dem Ruhrgebiet müsse wieder blau werden, markiert den Beginn des umweltpolitischen Denkens in Deuts犀利士
chland. Wir haben auf unseren Ausflügen von Ratingen aus etliche Zeugnisse der frühen Industrialisierung, des Kohleabbaus, der Stahlproduktion  bis hin zur Entwicklung der Kulturlandschaft Ruhr kennengelernt. Dabei bilden Industriekultur und Industrienatur den Rohstoff für ein neues, ein anderes Ruhrgebiet, dessen Himmel blau ist.
Da wir schon 1999, 2005 und 2010 das Gebiet der IBA Emscher Park bereist haben, wollten wir einige Projekte wieder sehen und in Augenschein nehmen, was sich seitdem getan hat. In Duisburg erkundeten wir den Innenhafen mit dem Garten der Erinnerung, dem Jüdischen Gemeindezentrum, dem Museum Küppersmühle und der Buckelbrücke. In Dortmund gings zum Phoenix-See, wo bis 2001 ein Stahlwerk stand, das von Chinesen teilweise abgebaut und in China weiter genutzt wird. Heute verdecken Eigentumswohnungen am Wasser das angrenzende Arbeiter*innenquartier. In Ratingen besichtigten wir mit der Spinnerei Cromford von 1790 den ältesten mechanischen Textilbetrieb des Kontinents, von dem außer dem Produktionsgebäude auch Arbeiterwohnungen und Herrenhaus erhalten sind.

Sid Auffarth wird mit Cord-Borgentrick-Stein geehrt

Von |2019-04-23T09:14:58+01:0001.12.2015|

Der Mitbegründer und das langjährige “Gesicht” des Bürgerbüros Stadtentwicklung Sid Auffahrt wird mit dem Cord-Borgentrick-Stein für sein Engagement für die Bewahrung der Baukultur der Stadt Hannover geehrt. Besonders hervorgehoben wird der Einsatz Sid Auffahrts, der von Haus aus Bauhistoriker ist, für seinen Einsatz für den Erhalt des Plenarsaals des Landtages in Hannover.

Die Ehrung wird vom Heimatbund Niedersachsen vergeben und zeichnet besonders engagierte Bürger*innen aus, die sich für den Erhalt der hannoverschen Baukultur und die Heimatpflege insgesamt einsetzten.

Der Stein wird im kommenden Jahr vor dem Platz am Döhrener Turm eingesetzt.

 

Stadt stellt Ergebnisse des Stadtentwicklungsdialog online

Von |2019-05-06T13:20:34+01:0024.11.2015|

Der Konzeptentwurf des Stadtentwicklungskonzept “Mein Hannover 2030” ist online. Lesen Sie die Vorhaben, die die Stadt Hannover aus der Dialogphase aus ca.1400 Einzelergebnissen herausgefiltert hat, unter https://www.yumpu.com/en/embed/view/wQdjkvV2eFXOTI1U

 

Auch ein Online-Dialog ist freigeschaltet, in dem bis zum 17.Dezember, Vorschläge und Kommentare zu dem Konzept aufgeführt werden können.

https://www.e-government.hannover-stadt.de/dialog/index.php?app=hannover&section=meinung

 

 

 

Die Ergebnisse des Bürgerdialogs “Mein Hannover 2030”!

Von |2019-04-23T09:15:41+01:0024.11.2015|

Das Bürgerbüro Stadtentwicklung hat den Bügerbeteiligungsdialog “Mein Hannover 2030” in den letzten Monaten intensiv begleitet. Wir freuen uns Ihnen alle zentralen Schlüsse vorzustellen, die wir aus den Veranstaltungen dieses Jahres zusammengefasst haben. Lesen Sie selbst!

 

 

 

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Präsentation der Ergebnisse von “Mein Hannover 2030” am 19.11 im Sprengel-Museum

Von |2019-05-06T13:21:15+01:0006.11.2015|

Während des Bürgerdialoges “Mein Hannover 2030” haben Bürger*innen auf knapp 200 Veranstaltungen sechs Monate mit Verwaltungsmitarbeiter*innen und Politikern über die Zukunft Hannovers diskutiert. Ziel der Bürger*innenbeteiligung war es, die Grundlage für ein neues integriertes Stadtentwicklungskonzept zu erarbeiten. Der erste Konzeptentwurf wird am 19.11.2015 im Sprengel-Museum der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Das bbs war während des Bürger*innendialoges mittendrin und hat den Prozess mit einer eigenen Online-Umfrage und den beiden Veranstaltungsreihen „Mein Hannover 2030 unter der Lupe“ und „Stadtentwicklung von unten…“ aktiv mitgestaltet. Wir freuen uns an diesem Abend auch die Ergebnisse der Online-Umfrage und unserer beiden Veranstaltungsreihen zu präsentieren.

 

Dafür laden wir Sie herzlich ein. Wir freuen uns auf einen lebendigen Austausch mit Ihnen und einen spannenden Abend in den neu gesatalteten Räumlichkeiten des Sprengel-Museums.

 

Die Veranstaltung findet statt am 19.November 2015, von 18.00- 21.30 Uhr im „Calder-Saal des Sprengel Museums Hannover, Kurt-Schwitters-Platz 1,30169 Hannover

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4. Veranstaltung von ‘Mein Hannover 2030 unter der Lupe’

Von |2019-05-06T13:25:20+01:0022.07.2015|

Die Begleitveranstaltung des bbs zum Stadtentwicklungsdialog ‘Mein Hannover 2030’ ist zum Abschluss gekommen. In einem leider zu kleinen und nur unzureichend belüfteten Raum im Pavillon am Raschplatz trafen sich am Mittwoch, den 15.07 gut 30 Bürger*innen, um ein gemeinsames Fazit zum Stadtentwicklungsdialog MH2030 zu ziehen. Folgendes wurde festgehalten:

 

  • MH2030 ist ein erfolgreicher und begrüßenswerter Versuch eine thematisch breite, die langfristige Entwicklung der Stadt betreffende Bürger*innenbeteiligung in Hannover zu realisieren.
  • MH2030 wird als ein anspruchsvoller Prozess mit hohen selbstgesteckten Zielen betrachtet.
  • Begrüßt wurde die breite Auswahl an Themen und die Tatsache, dass überhaupt der Dialog auf unterschiedlichen Ebenen und mit unterschiedlichen Akteuren geführt wurde.
  • In vielen Veranstaltungen fühlten sich die Bürger*innen gehört.
  • MH2030 ist hinsichtlich seiner Reichweite und seiner Transparenz verbesserungswürdig.
  • Viele Bevölkerungsgruppen waren unterrepräsentiert (insbesondere Jugendliche und Menschen mit Migrationshintergrund).
  • Eine nachhaltige Kooperation mit den Medien ist nicht geglückt, was den Bekanntheitsgrad von MH2030 schmälert. Viele Bürger*innen fühlen sich unzureichend informiert.
  • Zudem wurde bemängelt, dass der Dialog zu vielen Themen nicht detailliert und ausführlich genug geführt wurde bzw. werden konnte.

In wie immer lebhaften Diskussionen wurde darüber hinaus darüber reflektiert, wie Bürger*innenbeteiligung in Hannover verstetigt werden kann. Diesbezüglich wird eine Plattform für eine kooperative Stadtentwicklung angestrebt, die es ermöglichen würde, dass auf der einen Seite Vorhaben der Stadt frühzeitig an die Bürger*innen herangetragen und begleitet und auf der anderen Seite Ideen, Projekte, Anliegen der Bürger*innen frühzeitig an die zuständigen Stellen/Ansprechpartner*innen der Stadt vermittelt und rückgekoppelt werden. Diese Strategie würde einen dauerhaften Diskurs zu den relevanten Themen und Projekten der Stadtentwicklung ermöglichen und die Umsetzung von Vorhaben sowohl aus der Zivilgesellschaft als auch von Politik und Stadtverwaltung nachhaltig und bürgernah voranbringen.

 

Das bbs freut sich auf die Umsetzung und Weiterentwicklung der zahlreichen innovativen Vorschläge der Teilnehmer*innen aus den Veranstaltungen und die Begleitung von MH2030 in den kommenden Monaten!11745468_945946172132739_946717347830013527_n 11753746_945947925465897_6827716095708973799_n 11695885_945948252132531_3725280063706795904_n

Impressionen der StadtRadTour zum Thema ‘Wasser’

Von |2019-05-06T13:27:09+01:0008.07.2015|

Zum Thema ‘Maschsee und sonst nix?’ fand die 3. StadtRadTour dieses Sommers statt – an einem  zum Thema passenden – regnerischen Freitag. Hier einige Impressionen der Radtour, die erkundete, welche Rolle ‘Wasser’ im hannoverschen Städtebau spielt. Dabei ging es entlang der Ihme, Leine und Hannovers zahlreichen Kanälen – so es das Wetter denn zuließ.

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Abschluss der Veranstaltungsreihe ‘Stadtentwicklung von unten…’ zum Thema ‘Quartier und Nachbarschaft’

Von |2019-05-06T13:28:26+01:0003.07.2015|

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe ‘Stadtentwicklung von unten…’ stellte am letzten Freitag, den 26.06 die Veranstaltung ‘Quartier und Nachbarschaft’ dar.

 

Wie es im Veranstaltungsflyer hieß, bilden soziale Beziehungen den Kitt des Gemeinwesens. Ein zentraler Ort an dem sich soziale Beziehungen vollziehen, sind Nachbarschaften bzw. Quartiere. Deswegen sind sie als wichtiger Bestandteil einer zukunftsorientierten Stadt auch von Interesse für eine nähere Betrachtung im Dialogprozess von Mein Hannover 2030.

 

Ausgangspunkt der Veranstaltung war die Frage, wie es zu der Herausbildung solcher gut integrierten Quartiere kommt, welche Chancen damit verbunden sind und wie Kommunen derartige Prozesse unterstützen können.

 

Dass die zunehmende Mobilität, das Verschwinden von Grenzen in räumlicher, sozialer und kultureller Hinsicht, mit andern Worten, dass der Prozess der Globalisierung nicht gegen den Trend der sozialräumlichen Integration spricht, sondern dafür, machte Dr. Olaf Schnur deutlich.

 

Er verwies in seinem Impulsvortrag darauf, dass gerade die Prozesse der Individualisierung und Entgrenzung und der Verlust ‘vorgefertigter’ Biografien, die mit der Globalisierung einhergehen, das Bedürfnis nach Stabilität und Gemeinschaftlichkeit im unmittelbaren sozialräumlichen Umfeld verstärken. Hier bieten Quartiere die Möglichkeit an, sich einer Vielzahl an sozialen, kulturellen und ökonomischen Anknüpfungspunkten und Netzwerken anzuschließen und auf diese Weise Stabilität herzustellen.

 

Quartiere sind in Zeiten des demografischen Wandels Ort der Kommunikation, der nachbarschaftlichen Nothilfe und sozialen Kontrolle. Sie können als ‘Integrationsmaschinen’ dienen und Orte der sozialen, ökonomischen und kulturellen Teilhabe sein, als lebensweltlicher Dreh- und Angelpunkt fungieren und ‘echte’ nachbarschaftliche Partizipation generieren.

 

Im zweiten Teil der Veranstaltung stellten sich Projekte vor, die lebendige Nachbarschaften exemplarisch (vor-)leben:

 

Fazit der Veranstaltung ‘Quartier und Nachbarschaft’: Die Identifikation mit dem direkten räumlichen Umfeld führt zu der Steigerung sozialer Teilhabe, der kulturellen Vielfalt und der Orientierung am Gemeinwohl! In Hannover existiert diese lebendige Identifikation mit dem Quartier bereits vielerorts – und das nicht nur in Linden-Nord. Indem die Stadt die richtigen Rahmenbedingungen schafft, kann sie bis 2030 den sozialen Zusammenhalt auch in den bisher ‘toten’ Quartieren fördern. Vorschläge dafür waren u.a.:

 

  • Finanzielle Förderung von mehr Nachbarschaftseinrichtungen und Personal
  • Kommune als Ermöglicher: Spiel-/Räume bereitstellen, offene Atmosphäre aufbauen, keine Erfolgszwänge schaffen
  • Verwaltung muss für neue/kreative/”verrückte” Ideen offen sein
  • Soziale Durchmischung der Quartiere fördern
  • Bereitstellen von nutzbaren Flächen und Räumen

Vielen Dank für die spannenden und bereichernden Diskussionen, Ideen und Vorträge!

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2.Stadtradtour “Straßenkunst oder Schmierereien?”

Von |2015-06-19T02:04:05+01:0018.06.2015|

In dem vergangenen Monat sind wir durch Calenberger Neustadt, Linden-Nord  und Nordstadt geradelt. Das Thema der Radtour ist “Straßenkunst oder Schmierereien” gewesen. Dabei haben wir zahlreiche Graffiti angeschaut:

 

Station 01. Das UJZ Glocksee: ein Übungsparcours mit Grüßen von Kater Karlo und Hulk und anderen. Das Jugendzentrum wurde 1972 eröffnet. Den Anstoß gab ein Konzert der „Ton,Steine, Scherben“ im besetzten Haus in der Arndtstraße 1971 („Macht kaputt, was euch kaputt macht!“. Ursprünglich für das städtische Fuhramt gebaut, beherbergt es heute Kindergarten, Hort, Indigo und Café, Werkstätten und Theater)

 

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Wussten Sie schon, dass… Glocksee Abriss

 

 

Station 02. Das Capitol, Konzert- und Party-Club in Linden, kehrt sein Inneres nach Außen

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Station 03. Die 2010 eröffnete Ihme-Gallery gibt Bezeichnendes, Nachdenkliches und Fröhliches

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Station 04. Am Lindener Markt lädt Hannah Arendt zum philosophischen Gespräch: „Niemand hat das Recht zu gehorchen.“

August 2014 vom Graffitikünstler Patrick Wolters (BeneR1) zusammen mit Kevin Lasner (Koarts) im Auftrag der Hausgemeinschaft geschaffen.

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Station 05. Tierisches am Küchengarten

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Station 06. Unbekanntes an der Rampenstraße. Auch so kann Werbung aussehen – an der Rampenstraße waren Ayla, Alev und Hülya aktiv

 

Station 07. Auf dem Wasser und unter dem Wasser – Nasses am Spielplatz Albert + Stärkestraße

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Station 08. Politisches an der Ecke Stärkestraße: „500 Jahre Kolonialismus und Völkermord, 500 Jahre Widerstand!“

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Station 09. Menschen und Masken bei FAUST, und die Omi schaut zu

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Station 10. Nedderfeldstraße: Von Hasen und Scillas und Linden

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Station 11. Eine typisch Schwittersche Lebensweisheit: „Das Leben ist eine herrliche Erfindung. Man sollte sich ein Patent darauf geben lassen.“

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Station 12. Der anonyme Riesen-Sprayer vom „autonomen Zentrum“ in Aktion an der Limmerstraße 98 und die Farb-(beutel-) Kleckse, geschaffen von Jasha Müller (streetartshit) Ende 2013

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Station 13. Wird das Chemie-Schloss an der Callinstraße grafftiti-frei? Die Vandalen und die Übermaler; sowie „little Guggenheim“ in Callinstraße 4 (Führung Ralf Gartelmann)

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Station 14. Die Kofferfabrik n der Schaufelder Straße: „Die Revolution ist großartig; alles andere ist Quark.“ Rosa Luxemburg (1918) zeigt, wo‘s langgeht. 1987 besetzten linke Aktivisten die leerstehende Fabrik, im August 1995 Höhepunkt der Auseinandersetzungen- übrig blieben Bürgerschule (Kulturtreff) und die Kofferfabrik mit dem Sprengelkino

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Veranstaltung “Nachhaltige Stadt” regt zum Nachdenken an

Von |2019-04-29T10:13:59+01:0016.06.2015|

Am 12. Juni fand die 6. Veranstaltung der Veranstaltungsreihe ‘Stadtentwicklung von unten…’ des Bürgerbüros Stadtentwicklung (bbs) in der Bürgerschule (Stadtteilzentrum Nordstadt) statt.

 

Thema der Veranstaltung war ‘Nachhaltige Stadt’: Gesellschaftliche Herausforderungen zeigen sich besonders deutlich in Städten, seien es Klimawandel, Ressourcenverbrauch, Freiraumsicherung, Energieversorgung, soziale und kulturelle Integration oder bezahlbares Wohnen. Die Anstrengungen um eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung werden wesentlich in den Städten entschieden.

 

Diskussionsgegenstand war daher die Frage, wie Hannover eine solche nachhaltige Stadt werden kann, eine vielfältige Stadt, mit Angeboten für unterschiedliche Lebensstile, Einkommen und Qualifikationen, ein Ort, wo jede und jeder die Chance bekommt, entsprechend seinen individuellen Voraussetzungen ein zufriedenes Leben zu entwickeln.

 

Zu Beginn gab Tanja Mölders, Professorin an der Leibniz Universität, Einblicke in die aktuellen Debatten zum Thema ‘Nachhaltige Entwicklung’. Anschließend stellte Dr. Klaus Habermann-Nieße, Inhaber des Planugsbüro plan zwei, überregionale und lokale Projekte mit interessanten bürgerschaftlichen Ansätzen für eine nachhaltige Stadt vor.

 

Im Rahmen eines Marktplatzes berichteten im zweiten Teil eingeladene Projektverantwortliche über ihre Initiativen und diskutierten mit den Teilnehmern über Erfahrungen, Erfolge und Probleme:

 

Ulrike Prüß von „Berthas Beete – Die Essbare Südstadt Hannover“

 

Nadja Dorokhova von „GENUSS − Gemeinsam für Natur- und Umweltschutz im Stadtteil“

 

Kirsten Klehn von der Wohnungsgenossenschaft WOGE Nordstadt eG

 

Maren Coldewey von „Kultur des Wandels“

 

Lars Wichmann von „HANNAH − Lastenräder für Hannover“

 

Velten Wilharm von der Stadt-Teil-Werkstatt und Repair Café.

 

Die präsentierten Projekte machten deutlich, wie Menschen bereits heute ihre Stadtquartiere im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gestalten und haben Anregung gegeben es ihnen

gleich zu tun.

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Die dritte Veranstaltung von “Mein Hannover 2030 unter der Lupe”

Von |2019-04-29T10:18:21+01:0009.06.2015|

Wie ist der Stand von ‘Mein Hannover 2030’ momentan? Entwickelt sich der Bürgerdialog in die gewünscht Richtung? Macht es Sinn eine feste Bürgergruppe zu instalieren, die die Qualität der Bürgerbeteiligung bei den kommenden Phasen von ‘Mein Hannover 2030’ im Auge behält?

Wie lassen sich noch mehr Mitbürger*innen zur Mitarbeit motivieren? Was benötigen Bürger*innen aus Hannover langfristig, damit ihr Bedürfnis nach politischer Teilhabe in der Stadt gerecht wird?

 

Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der 3. Veranstaltung von ‘Mein Hannover 2030 unter der Lupe‘, der Bürger*innenbegeleitgruppe zum Stadtdialog. Die diesmal etwas geringere Teilnehmer*innenzahl ermöglichte es, noch tiefer ins Detail zu gehen. Dies führte auch dazu, dass wir einige Punkte als Ergebnisse festhalten konnten:

 

  • Eine so genannte ‘Lobbygruppe’ müsste so aufgebaut sein, dass sie auf der einen Seite Kriterien nach innen an ihre Mitglieder*innen hat (Wunsch nach Förderung der Demokratie, Akzeptanz der bestehenden politischen Strukturen) und auf der anderen Seite einen klaren Arbeitsauftrag hat – der eine IMG_0319kurzfristige Perspektive  (Begleitung und Evalutation der derzeitigen Bürgerbeteiligungsprozesse der Stadt) und einen langfristige Perspektive (Förderung der politischen Teilhabe in der Stadt Hannover insbesondere für jene, die momentan ihre politschen Rechte kaum wahrnehmen [können]) hat.
  • Die Einführung eines festen Veranstaltungformates zu festen Terminen im Jahr an dem wichtige Themen der Stadt (Verkehr, Integration, Bildung, etc.) mit Verwaltungsmitarbeiter*innen und Politker*innen gemeinsam diskutiert und abgestimmt werden.
  • Die Werbung für die Möglichkeiten von Mitbestimmung müssen vereinheitlicht und ausgeweitet werden.

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Das Ihme-Zentrum in Hannover: Monumentale Bausünde oder urbanes Wahrzeichen?

Von |2019-04-29T10:21:50+01:0002.06.2015|

Zahlreich strömten die Besucher*innen aus Hannover am Freitag Abend zum Dialog an Deck auf die MS Wissenschaft an der Vahrenwalder Straße. Bei der Diskussion ging es um ein Thema, das die Stadt seit langem umtreibt: Die Zukunft des Ihme-Zentrums.

Das Ihme-Zentrum ist ein monumentales Bauprojekt aus den 70er Jahren mit der Idee der „Stadt in der Stadt“, architektonisch im Brutalismus verortet, nie komplett fertiggestellt, die Gewerbeflächen heute verwaist – im Moment ein nicht zu übersehendes großes Fragezeichen der Stadtentwicklung in Hannover.

Eigentlich waren sich Publikum und Experten*innen relativ schnell einig: Das Ihme-Zentrum ist als Baudenkmal wichtig – und auch emotional anscheinend besser in die Stadt integriert, als manch abweisend wirkende Fassade es vermuten lassen könnte. Die vielen Wohnungseigentümer*innen und Mieter*innen leben gerne dort, und viele Menschen in Hannover haben durchaus positive Erinnerungen an die frühen Jahre, als das Ihme-Zentrum eine wichtige Adresse für den Großeinkauf war. Aber die seit langem leerstehenden Gewerbeflächen, marode Geschosse, unwirtliche Treppenhäuser, die schwierige Zugänglichkeit für Fußgänger*innen sind Themen, die nicht nur die Bewohner*innen des Ihme-Zentrums umtreiben. Aus anderen Städten gibt es gute Beispiele, dass eine „Revitalisierung“ von mit den Jahrzehnten veralteten Infrastrukturen in solchen Wohn- und Gewerbekomplexen möglich ist: zum Beispiel das Märkische Viertel in Berlin. Die Hoffnungen richten sich jetzt auf den Investor, der das Ihme-Zentrum erworben hat. Für Gespräche mit ihm haben die Bürger*innen bereits kreative Ideen, wie man das Ihme-Zentrum neu gestalten und entwickeln könnte: man wünscht sich einen bunten Mix aus Gewerbe und Kultur und einen neu gestalteten Zugang zur Ihme. Auch ein Hotel könnte dort einziehen, eine Hochschule oder ein städtisches Schwimmbad. Parkplätze für Wohnmobile oder Ladestationen für E-Autos könnten das Ihme-Zentrum zu einem Mobilitätszentrum machen. Für die Bewohner*innen vor Ort ist die Basis-Infrastruktur wichtig: ein Supermarkt, eine Ärztehaus und die Instandsetzung der teilweise maroden Gebäudestrukturen. Diese Vorstellungen und Visionen der Bürger*innen finden durchaus Anklang bei der Stadt – gemeinsam hofft man jetzt auf einen gesprächsbereiten Investor, der die sozialen Aspekte ebenso ernst nimmt wie die ökonomischen.

Text von: Redaktion » Beate Langholf, Wissenschaft im Dialog gGmbH

 

Weitere Informationen zum Thema:

http://digital.haz.de/ihmezentrum/

und

https://experimentihmezentrum.wordpress.com/

 

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Dialog an Deck in Hannover, 29.05.2015. Wissenschaft im Dialog. CC BY 2.0 DE

 

Die Veranstaltung auf der MS Wissenschaft wurde von der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), der Initiative Wissenschaft im Dialog (WID) und dem Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover durchgeführt.

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