Mehr erreichen für deinen Stadtteil!

So vielfältig wie die Stadtteile Hannovers, sind auch ihre Stadtteilrunden. In nahezu allen Stadtteilen treffen sich mehr oder weniger häufig engagierte VertreterInnen der Nachbarschaft, des Einzelhandels, sozialer Einrichtungen, der Politik und andere, um gemeinsam über die Entwicklung ihres Stadtteils zu beraten, Aktionen anzustoßen, sich über Geschehnisse im Stadtteil auszutauschen, Termine abzusprechen oder auch einfach nur um Kontakte zu pflegen.

Für die Werkstatt Bürgerbeteiligung „Mehr erreichen für Deinen Stadtteil!“ des Bürgerbüro Stadtentwicklung kamen engagierte Menschen im Februar 2019 in der Zukunftswerkstatt Ihmezentrum zusammen um sich gegenseitig zu inspirieren, wie sie mehr für ihren Stadtteil erreichen können.

So vielfältig wie ihre Zusammensetzung und die selbstgewählten Aufgaben ist auch die Entstehungsgeschichte von Stadtteilrunden. Manche entstanden initiiert durch das Sanierungsprogramm „Soziale Stadt“ andere sind bürgerinitiiert, manche können durch ihre Struktur als Träger für Projekte agieren, andere sind auf Projektträger aus dem Stadtteil angewiesen. In der vom Bürgerbüro Stadtentwicklung organisierten Werkstatt Bürgerbeteiligung wurden all diese unterschiedlichen Runden zusammengebracht und Erfahrungen konnten ausgetauscht werden.

Stadteilrunden in Hannover stehen vor ähnlichen Herausforderungen, Räume und andere Ressourcen hängen oft von einer öffentlichen Förderung ab. Rein ehrenamtlich getragene Stadteilrunde haben nur Zugang zu Räumen, wenn diese im Stadtteil niedrigschwellig zur Verfügung stehen. Einigen Stadtteilrunden fällt es schwer bei Politik und Verwaltung auf Akzeptanz für ihre Ideen zu treffen und einen Weg zur Umsetzung zu finden. Die Wünsche der Beteiligten machen deutlich, dass es vielfältige Hürden geben kann, die das Engagement für den Stadtteil ausbremsen.

Eine Stadtteilkonferenzen am Beispiel des Essener Stadtteils Katernberg bei der sich Einwohner*innen des Stadtteils mit Politiker*innen und Verwaltungsmitarbeiter*innen themenbezogen austauschen und ihre gemeinsamen Ziele entdecken können, könnten dabei Abhilfe schaffen. Das Beispiel für stadtteilinitiierte Stadtentwicklung des Referenten Prof. Klaus Wermker, ehemaliger Leiter des Büros Stadtentwicklung der Stadt Essen, zeigte eindrücklich die Identität mit dem eigenen Stadtteil und das Problembewusstsein der dortigen Akteure.

Neue Impulse für die eigenen Stadteilrunden wurden mitgenommen, die vor allem darauf abzielen, mehr Menschen aus dem Stadtteil einzubeziehen und unterschiedliche Milieus anzusprechen.

Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

Von |2019-05-23T13:10:51+01:0023.05.2019|

SAVE THE DATE ! 28. Juni 2019 Stadtradtour zum Bauhaus-Jubiläum

Die Gründung des Bauhauses in Weimar jährt sich zum 100sten Mal. Die neue Sachlichkeit ist ohne dessen Lehre, Lerer und Bauten undenkbar. Aber was ist davon in Hannover angekommen? Im traditionsgeleiteten Hannover ist die reine Lehre nur einmal vertrete, wo ihre Merkzeichen „weiß, klar, zweckmäßig“ anschaulich werden. Viele Bauten zählen zur Roten Moderene, die mit „rot, klar, zweckmäßig“ überzeugen. Die StadtRadTour führt zu zehn diskussionswerten Orten.

Die Fahrradtour wird wie immer von Dr. Sid Auffarth | Bauhistoriker geführt.

Die Tour ist auf max. 30-35 Teilnehmer*innen begrenzt. Wir bitten um Anmeldung unter info@bbs-hannover.de

In Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA) Niedersachsen.

Von |2019-05-23T12:07:19+01:0023.05.2019|

Jahresbericht 2018

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Zeit einen Blick zurück zuwerfen auf alles was in diesem Jahr gemacht und erreicht wurde. Der Jahresbericht 2018 ist da!

Hier ist der Download möglich: Jahresbericht_2018

Wir haben die Aktivitäten des vergangenen Jahres dokumentiert. Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit war die Zusammenarbeit mit der Stadt Hannover zur Umsetzung der Ziele des „Arbeitsprogramms Mein Hannover 2030“. Wir waren und sind hier bei der Verstetigung von Bürger*innenbeteiligung auf Stadtbezirksebene involviert, hierzu wird es auch im kommenden Jahr eine enge Zusammenarbeit geben.

Weiterhin  haben wir in unseren öffentlichen Veranstaltung Beiträge zu aktuellen Fragestellungen der Stadtentwicklung geliefert. In 2018 konnten wir unsere Reihe „Plätze, Parks & Co.“ fortsetzen und haben auch das Thema „Wohnraum in der Stadt“ auf einer Veranstaltung in den Fokus gerückt.

Außerdem wurde HannoverMachen als Demokratie-Ort ausgezeichnet. Unsere Plattform für Bürger*innenprojekte HannoverMachen haben wir weiter verbessert und die hannoversche Projektszene mit spannenden Formaten zu HannoverMachen begeleitet.  Unterstützen Sie die aktuellen Projekte auf HannoverMachen.de

Als größtes Projekt dieses Jahres haben die Audio.Stadtradtouren.de gelauncht! Ab jetzt kann jede und jeder jederzeit 14 Stadtradtouren der vergangenen Jahre auf eigene Faust nachfahren.

Und leider hat unser Klassiker die Stadtradtouren dieses Jahr zum letzten Mal stattgefunden. Wir danken Sid und Petra für ihr jahrzehntelanges Engagement!

Weitere Details zu unseren Aktivitäten im vergangenen Jahr finden Sie jetzt also in unserem Jahresbericht_2018 und natürlich weiterhin hier auf unserem Blog!

Von |2019-05-09T13:36:18+01:0003.01.2019|

Plätze, Parks & Co.: Freiräume in der Stadt – Tendenzen im Umgang mit dem öffentlichen Raum in Hannover

Trotz warmer Außentemperaturen haben sich am 11.06.2018 ungefähr 60 interessierte Bürger*innen und Fachleute in der VHS Hannover zum Thema „Freiräume in der Stadt“ ausgetauscht. Prof. Dr.-Ing. Scholich, Vorstand bbs, führte ins Thema ein. Seinen Vortrag finden Sie hier.

Anschließend gab Prof. Dr. Kaspar Klaffke, ehem. Leiter des Grünflächenamts Hannover, zum Thema „Freiraumplanung für die Stadt – vom Landschaftsrahmenplan über Stadt als Garten bis Stadtgrün 2030+“ einen umfangreichen Überblick über die Freiraumplanung in Hannover. Seinen eindrucksvollen Vortrag können Sie sich nebst der Präsentation herunterladen.

Sonja Beuning, Leiterin FB Planung und Raumordnung der Region Hannover, gab Einblicke zum Thema „Naherholung und Naturerleben in der Region Hannover – Fahrrad- und Gartenregion“. Sie weitete den planerischen Blickwinkel auf die gesamte Region Hannover aus und erläuterte die Freiraumsicherung in RROP und stellte eine Vielzahl an Projekten der Region zur Freiraumnutzung vor.

Als Dritter begann Herr Prof. Dr.-Ing. Martin Prominski, LUH, zum Thema „Die Stadt als Freiraum –Freiräume in einer Stadt“, bei dem er zunächst selbst einige studentische Projekte erläuterte, um im Anschluss das Wort an drei seiner Studierenden zu übergeben, die ebenfalls zwei Projekte kurz vorstellten, die mit spannenden Ideen gespickt waren.

Den Abschluss bildetet der Verein Hannover Voids , wo stellvertretend Maximilian Heise und Magdalena Jackstadt ihre Vision von zukünftiger Bürger*innenbeteiligung vorstellten.

Dietmar Scholich moderierte anschließend eine Abschlussdiskussion, bei der das bbs das Plenum darum bat, Meinungen, Wünsche und Erwartungen an Freiräume in der Stadt und Region zu formulieren. Rebekka Jakob, bbs, notierte die Wünsche und Anregungen.

 

Aus rechtlichen Gründen dürfen wir die weiteren Präsentantinnen und Vorträge leider nicht zur Verfügung stellen.

    

Von |2019-05-09T13:39:48+01:0018.06.2018|

Auszeichnung: Das Bürgerbüro Stadtentwicklung ist Demokratie-Ort


Die Partizipationsagentur Politik zum Anfassen e.V. hat unser Projekt HannoverMachen als einen der ersten Demokratie-Orte Hannovers ausgezeichnet .

 

Ein Demokratie-Ort kennzeichnet sich dadurch, dass er Demokratie vor der eigenen Haustür zum Leben erweckt. Mit HannoverMachen haben auch wir den Anspruch, diesen Gedanken in die Tat umzusetzen.  So unterstützen wir gezielt lokales Engagement vor Ort und geben gemeinwohlorientierten Ideen Hannovers eine Plattform.

 

Die Demokratie-Orte

Auf der Webseite HannoverLiebe besteht die Möglichkeit, einen interaktiven Rundgang durch die Demokratie-Orte Hannovers zu machen.

 

Herzlichen Dank für diese Auszeichnung, wir fühlen uns geehrt in einer Reihe mit weiteren tollen Projekten Hannovers genannt zu werden!

 

 

Die Demokratie-Orte sind eine Aktion der lokalen „Partnerschaft für Demokratie“ der Landeshauptstadt Hannover im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Von |2018-09-06T13:11:26+01:0010.06.2018|

Audio-StadtRadTouren sind online!

 

Hannover mit dem Rad erkunden? Mit uns kann man sich Stadthistorie und kulturelle Stätten am Wegesrand jetzt auch per Smartphone erklären lassen. Unsere Audio.StadtRadTouren sind online!

 

Seit 1990/91 führten der Bauhistoriker Sid Auffarth und Matthias Muncke (BUND) „historisch-ökologische Radtouren“ an, die später als „StadtRadTouren“ zu regelmäßigen Veranstaltungen in das Programm des neu gegründeten Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e.V. (bbs) überging.

 

Ab dem Jahr 2015 hat das Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e.V. alle StadtRadTouren mit Sid Auffarth und Petra Metsch aufgenommen, um daraus Audiodateien zu erstellen und diese allen Interessierten im Internet anzubieten. In den vergangenen 18 Monaten haben wir es mit großer Unterstützung geschafft, insgesamt 14 verschiedene Audio.StadtRadTouren mit insgesamt ca. 110 Hörstationen zu realisieren.

Ab sofort stehen diese Touren jederzeit zur kostenlosen Nutzung am PC (www.audio.stadtradtouren.de) oder unterwegs per Smartphone/Tablet (App „izi.travel„) zur Verfügung!

Bitte auf jeden Fall Testen & Weitersagen!!

DSC_0105_eröffnung mit plakat

 

 

 

Von |2019-05-06T12:50:25+01:0005.06.2018|

„Wohnen leitet Mobilität“ – 2. Dialogforum des VCD in Hannover

Verschiedene Vertreter*innen aus Mobilitäts- und Wohnungsbranche, sowie der Kommunen und Planungsbehörden trafen am Dienstag, den 10.04.2018 beim zweiten Dialogforum des Verkehrsclub Deutschland aufeinander. Das Thema der umwelt- und sozialverträglichen Mobilität innerhalb der Wohnquartiere stand dabei im Mittelpunkt

Der VCD entwickelt anhand von Dialogforen, die in halbjähriger Abfolge stattfinden, gemeinsam mit den unterschiedlichen Teilnehmenden Mobilitätskonzepte. Im Rahmen des Projektes „Wohnen leitet Mobilität“, sollen sie für intelligentere Mobilität am Wohnort sorgen. Ein Dialog zwischen Kommunen, Planer*innen und Wohnungsunternehmen wird hierbei angestrebt. Unter der Leitung von Hans-Christian Friedrichs (VCD Landesverband Niedersachsen) und Christian Harstrick, Regionalkoordinator des Projektes „Wohnen leitet Mobilität“ in Hannover, wurde die Veranstaltung im Hodlersaal des neuen Rathauses eröffnet. Zunächst wurde vorgestellt, wie das Wohnen in Hinblick auf das Mobilitätsverhalten nachhaltiger gestaltet werden kann. Präsentiert wurden das „digitale Brett“, als Smartboard im Hausflur, die Verkehrsinformationskarte der ÜSTRA und der sogenannte TrolleyBoy, als Transportalternative.

Unter der Betrachtung verschiedener Mobilitätsfaktoren, wie Nahmobilität, Car-Sharing, ÖPNV, PKW-Verkehr und Kommunikationssysteme/Apps wurde schließlich ein „World-Café“, als Workshop-Methode, durchgeführt. Anregungen, Strategien bzw. Lösungsvorschläge und zugehörige fördernde, als auch hemmende Faktoren wurden in diesem Zusammenhang gesammelt. Von Abänderung des Stellplatzschlüssels zugunsten Abstellmöglichkeiten von Fahrrädern oder aber digitalisierte Fahrscheinkonzepte – die Teilnehmenden besaßen eine Vielzahl an Ideen.

Dabei kam heraus, dass Kooperation und Zusammenarbeit in Netzwerken für die Aufstellung eines Konzeptes von hoher Bedeutung sind. Die vorgestellten Projekte zur Vereinfachung des Alltags der Mobilität sind letztendlich in Zusammenhang mit ihrem Nutzen zu hinterfragen. Deckt das Smartphone beispielsweise nicht bereits die Funktionen eines „digitalen Brettes“ ab oder wird es unser Mobilitätsverhalten wirklich vereinfachen? Neben den innerhalb des Dialogforums besprochenen Inhalten zur Vereinfachung des Mobilitätverhaltens werden in den anderen Foren des VCD weitere Themen, wie die Planung, den Bau oder die Umstrukturierung von Wohnquartieren für eine intelligentere Mobilität behandelt.

Das nächste Dialogforum des VCD findet im Herbst 2018 statt. Weitere Infos

 

zum Projekt „Wohnen leitet Mobilität“ oder zum Verein selbst finden Sie hier.

Von |2019-04-15T15:12:52+01:0024.04.2018|

Plätze, Parks & Co: Straßenräume, Stadträume, Lebensräume – Wie wollen wir leben auf unseren Straßen?

Welches Potenzial steckt eigentlich in unseren Straßen? Dieser Frage gingen wir in unsere Fortsetzung der Veranstaltungsreihe „Plätze, Parks & Co“ am 17. Januar 2018 nach. Unter dem Titel „Straßenräume, Stadträume, Lebensräume“  fanden ca. 70 Bürger*innen und Fachleute zusammen, um über die hannoverschen Straßen zu diskutieren.

 

Thematischen Einstieg bildete Prof. em. Hermann Knoflacher des Institut for Traffic Planning and Traffic Engineering in Wien. Aus verkehrsplanerischer Perspektive führte er in die Problematik ein, dass die städtischen Infrastrukturen vorwiegend auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet sind. Er brachte Beispiele aus seiner langjährigen Berufstätigkeit mit, bei denen er Quartiere durch Einschränkung des Autoverkehrs neues Leben eingehaucht hat.

 

Oliver Thiele, Architekt und Fahrradaktivist aus Hannover, zeigte welche Möglichkeiten die Straßen Hannovers offenbaren, sobald weniger Autos auf ihnen zu finden sind. Er erlaubte einen Blick hinter die Kulissen seines Projektes PlatzDa! Hannover. Und stellte sein neues Projekt Jamiel Kiez vor, bei dem Straßen zu kulturellen Begegnungsräumen werden sollen.

 

Abschließend gab Prof. Dr. Tanja Mölders eine Einführung in gender-gerechtes Planen. Die Studierenden ihres Seminars stellten vor wie sie dieses Wissen  auf den Straßenraum planerisch angewand haben.

Ergänzend war in den Räumlichkeiten der VHS eine Galerie eingerichtet, die den Teilnehmenden die Möglichkeit gab, sich die Beine zu vertreten und weitere studentische Projekte auf gestalteten Wandplakaten anzuschauen.

 

Abschluss bildete eine moderierte Reflexion zu der Frage, welche Erwartungen und mögliche Handlungsschritte bei den Zuschauenden vorliegen, um eine Veränderung auf unseren Straßen in der Stadt und Region zu erreichen. Das Bürgerbüro Stadtentwicklung e.V. notierte die Anregungen des Publikums.

 

        

Von |2019-04-17T09:20:35+01:0006.02.2018|

Jahresbericht 2017

 

Es gibt ihn wieder: einen ausführlichen Jahresbericht 2017 vom Bürgerbüro Stadtentwicklung!

HIer ist der Download möglich: bbs_Jahresbericht_2017

 

Wir haben wir alle unsere Aktivtäten des vergangenen Jahres dokumentiert und waren selbst etwas erstaunt, wie umfangreich das Jahr war.

Neben Klassikern wie den Stadtradtouren haben wir uns auch an neuen Formaten probiert und uns intensiv darum gekümmert HannoverMachen unsere Plattform für Bürgerprojekte zu etablieren. Die Aktivierung von Bürger*innen für die Entwickung unserer Stadt betrachten wir als ein wichtiges Element der Demokratieförderung.

Weiterhin  haben wir in unseren öffentlichen Veranstaltung Beiträge zu aktuellen Fragestellungen der Stadtentwicklung geliefert. In 2017 war das vor allem die Frage nach dem Umgang mit dem öffenltichen Raum auf Plätzen.

 

Weitere Details zu unseren Aktivitäten im vergangenen Jahr finden Sie jetzt also in unserem Jahrebericht und natürlich weiterhin hier auf unserem Blog!

 

 

 

Von |2019-04-17T10:00:41+01:0019.01.2018|

Zukunft des Köbelinger Marktes – Veranstaltung aus der Reihe „Plätze, Parks & Co.“

Anlieger*innen, Anwohner*innen, Planer*innen, Politiker*innen, interessierte Bürger*innen… über 90 Menschen kamen am Mittwoch, den 05.April 2017  in die städtische Galerie KUBUS um mit dem Bürgerbüro Stadtentwicklung über die Zukunft des Quartiers rund um den Köbelinger Markt zu diskutieren.

Manfred Müller (1. Vorsitzender des bbs) stellte den Sachstand zum Bebauung dar. Weitere Informationen in seiner Präsentation und auf den Webseiten der Stadt Hannover hier und hier.

Anschließend präsentierte Kai Koch (Vizepräsident des Bund Deutscher Architekten, BDA) Ergebnisse eines Workshops des BDA der im Vorfeld der City 2020+ Überlegungen zur Aufwertung der Altstadt 2005 durchgeführt wurde. Dabei wurden auch schon Überlegungen zum Köbelinger Markt angestellt. Sein Vortrag findet sich hier.

 

Oliver Kuklinski (Geschäftsführer des bbs) moderierte die Diskussion über die Zukunft des Köbelinger Markts und sammelte Perspektiven der Anlieger*innen aus dem Publikum ein. Die Anwesenden hielten in Kleingruppen ihre Wünsche und Ängste fest, die anschließend zusammengetragen wurden.

Grundsätzlich scheinen die Pläne der Stadt nach dem Abriss der Verwaltungsgebäudes Wohnbebauung zu errichten und eine Aufwertung und Belebung des Quartiers auf Akzeptanz zu treffen. Die Anwesenden wünschen sich eine gute soziale Durchmischung als Ziel für die Wohnbebauung.
Bedenken gibt es teilweise aufgrund der Höhe der geplanten Gebäude. Auch die verkehrlichen Änderungen bereiten einigen Anwesenden sorgen. Sie befürchten, dass der Verkehrsfluss ins Stocken gerät, durch die Umwandlung der Leinstr. in eine Sackgasse und die Auslastung der Marktstr. Andere wünschen sich genau das: eine Verkehrsberuhigung und eine zukunftsorientierte Verkehrsplanung rund um den Köbelinger Markt und bessere Bedingungen für Fahrradfahrer*innen sowie die Berücksichtigung der Anforderungen der E-Mobilität.
Umstritten ist auch die Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf dem Köbelinger Marktplatz, von einigen wurde sie begrüßt, da es Quartiernah bisher kaum Möglichkeit gibt sich im Freien aufzuhalten, andere befürchten, dass sich mit Trinkern eine ähnliche Situation wie am Weiße-Kreuz-Platz oder am Raschplatz entwickeln könnte und lehnen dies ab.

Eine Dokumentation der Anmerkungen aus dem Publikum sowie eine Zusammenstellung der Ergebnisse der Diskussion in Kleingruppen ist hier zu finden.

Einen Artikel der HAZ über unsere Veranstaltung können Sie hier nachlesen.

Von |2019-04-17T15:52:26+01:0007.04.2017|

Plätze, Parks & Co. – Auftakt der Veranstaltungsreihe

Standpunkte aus ganzen verschiedenen Blickwinkeln zum Umgang mit dem öffentlichen Raum gab es am 30. Januar bei unserer Auftaktveranstaltung zu der Reihe „Plätze, Parks & Co.“ im Pavillon. Das Podium war mit 12 Vertretern aus Politik, Planung und Bürgern mehr als gut besetzt. Aber auch im restlichen Saal drängten sich die Menschen: mehr als 120 Personen kamen, um zuzuhören, aber auch um selbst mitdiskutieren zu können. Einziger Wermutstropfen: ein Vertreter der Bauverwaltung konnte leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

 

Klaus Selle und Sid Auffarth hielten die Eingansreferate. Während Klaus Selle sich in seinem Vortrag vor allem der Bedeutung der öffentlichen Räume in der Vergangeheit und heute widmete, schlug Sid Auffarth in seinem Vortrag einen Bogen über die verschiedenen Aktivitäten zum Umgang mit dem öffentlichen Raum in Hannover in den letzten 3 Jahrzehnten.

 

Die Diskussionsbeiträge erstreckten sich über das Scheitern der Bebauung des Steintorplatzes, die aktuellen Streitgkeiten zur Umgestaltung des Wedekindplatzes und Experimentierkultur im öffentlichen Raum und die Rolle der Bürger*innenbeteiligung in all diesen Zusammenhängen.

 

h-eins.tv hat unsere Veranstaltung in voller Länge aufgezeichnet. Herzlichen Dank dafür!

 

ein Blog-Beitrag über unsere Veranstaltung findet sich hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

Von |2019-05-06T13:03:13+01:0021.03.2017|

HannoverMachen.de – CrowdfundingPlattform des bbs ist online!

Ein grüner Buzzer wird gedrückt, ein Feuerwerk geht los und HannoverMachen.de ist online!

Zur Auftaktfeier von HannoverMachen kam eine bunte Mischung an Stadtbewegern und –bewegten aus dem Dunstkreis des bbs, Mitarbeiter*innen der Stadt Hannover und die Initiatoren der ersten Bürger*innenprojekte die sich auf der Plattform HannoverMachen präsentieren.

In einer Feierstunde im Transformationswerk der Agentur neuwärts hielt der Oberbürgermeister Stefan Schostok ein Grußwort und schaltete gemeinsam mit Vertretern des bbs die Plattform frei. Außerdem wurden die ersten Projekte der Plattform präsentiert und die Initiatoren interviewt.

Anschließend klang die Feier bei Speis und Trank aus und die Anwesenden nutzten die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen.

H1 unser lokaler Fernsehsender berichtete von unserer Auftaktveranstaltung, der Bericht wurde am Mittwoch bei 0511 gezeigt und ist jetzt online zu finden.

Von |2019-05-06T13:04:04+01:0029.11.2016|

„Gesund durch Stadtplanung?“ im November der Wissenschaft – bbs und ARL lassen diskutieren

Das Podium hätte noch ewig weiter diskutieren können zu den Auswirkungen von Verkehr und Freiraumnutzung auf die menschliche Gesundheit.

 

Das Eingangsreferat von Prof. Dr.-Ing. Sabine Baumgart von TU Dortmund betonte den historischen Zusammenhang von Gesundheit und Stadtplanung und endete mit der Aufforderung diese beiden Aspekte auch heute mehr zusammen zu denken. Um den salutogenesischen Ansatz („Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit“) weiter zu verfolgen müssten bestehendes Know-How in den Kommunen als strategische Partner einbezogen werden. Sie endete mit einem Zitat von Jason Corburn: „Partizipative Stadtplanung ist somit auch eine Form präventiver Medizin“.

p1000312_das-plenum

Die sich anschließende Diskussion konzentrierte sich dabei stark auf das Streitthema Auto. Einig waren sich die meisten der Anwesenden, dass der Autoverkehr in der Stadt zu viel Raum einnimmt sowie Lärm und Schmutz verursacht. Michael Heesch von der Stadtverwaltung war es ein Anliegen zu betonen, dass das Auto nicht allein als „Schädling“ sondern auch als „Nützling“ angesehen werden müsse, auf das viele Menschen angewiesen seien.
Oliver Thieles (Initiative Hannovercyclechic und Platzda!) Forderung nach autofreien Quartieren in Hannover, parierte Heesch in dem er betonte, dass es der Stadt Hannover ein Anliegen sei für alle Bürger*innen der Stadt zu planen. Es gäbe daher derzeit keine Absichten Wohngegenden zu erreichten, in welche nur ein bestimmtes Klientel (in diesem Fall ohne Autobesitz) ziehen könnte. Heeschs Aussage ein Leben ohne Auto müsse man sich erstmal leisten können, rief einen Vertreter des VCD aus dem Publikum auf den Plan. Dieser betonte, man solle nicht den Eindruck erwecken, das Auto wäre das günstigere Verkehrsmittel.
Axel Priebs, Umwelt- und Planungsdezernent der Region Hannover, betonte, als öffentliche Hand könne man den Bürgern zwar Angebote und Anreize zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln bieten, die Entscheidung müsse in einem freiheitlichen Land aber jeder Bürger selbst treffen.
Aus dem Publikum gab es das Statement dem Autoverkehr würde es viel zu leicht gemacht: sobald sich an Engpässen wiederkehrende Stauereignisse bemerkbar machten, würden diese beseitigt, statt Bürger*innen dieser unbequemen Situation  auszusetzen und dadurch ein Umdenken einzuläuten.

p1000330_podium

Zurecht kam am Ende die Bemerkung aus dem Plenum, dass das Thema der Luftreinhaltung bzw. Schadstoffemissionen auf dem Podium viel zu kurz gekommen sei. Die Landtagsabgeordnete Maaret Westphely nutzte daher die Abschlussrunde um dieses Thema aufzugreifen und forderte, dass die „Umweltzone“ als ein Instrument des Luftreinhalteplans weiterentwickelt werden müsse, um Grenzwerte zu Stickoxidbelastungen einhalten zu können.

 

 

 

 

 

 

 

Hier gibt es die Folien aus dem Vortrag von Frau Baumgart zum Download.

 

Diese Veranstaltung organisierte das bbs gemeinsam mit der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL). Herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit!

Von |2019-05-06T13:05:50+01:0011.11.2016|

“Not a dime in my pocket – but a dream in my head” – Crowdfunding, was ist das ?

Viele Träumer*innen folgten dem Aufruf des Bürgerbüros Stadtentwicklung am 25.10.2016 in die Faust Warenannahme. Vor dem Hintergrund des Starts von HannoverMachen im November 2016 hatten wir den Crowdfunding-Experten Ernst Neumeister von CrowdCamp eingeladen, um über die Möglichkeiten von Crowdfunding bei der Realisierung von Projekten zu informieren.

 

Anhand zahlreicher Beispiele erklärte der Crowdfunding-Spezialist die grundlegenden Arten und Prinzipien von Crowdfunding sowie die für ihn wichtigsten Erfolgsfaktoren. Außerdem betonte er, dass durch eine gute Vorbereitung ein mögliches Scheitern des Crowdfundingziels fast ausgeschlossen werden kann. Ergänzend dazu, gab es eine Anleitung für die maßgeblichen Schritte auf dem Weg zur erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne.

dsc_0411Die zahlreichen Fragen während der Veranstaltung reflektieren das große Interesse des Publikums an diesem Thema. Damit möglichst viele Hannoveraner*innen ihre Träume für Hannover wahr werden lassen können, haben wir die die lokale Crowdfundingplattform HannoverMachen für gemeinnützige Projekte initiiert. Ab dem 21. November wird es hier tolle Projekte aus Hannover, für Hannover mit Hannover geben. Wir freuen uns auf alle die helfen Träume wahr werden zu lassen.

 

Wer den Abend noch einmal Revue passieren lassen möchte, findet hier die Präsentation von Ernst Neumeister. Weitere Informationen zu seiner Crowdfunding-Beratung Crowdcamp gibt es hier.

 

Hier noch ein freudestrahlendes Gruppenfoto zum Abschluss: das Team von HannoverMachen aus dem bbs mit unseren Pilotprojekt-Inihtiatoren und Ernst Neumeister.

dsc_0456

Von |2019-04-17T15:58:07+01:0004.11.2016|

Bürgerbüro Stadtentwicklung beim Forum für Bürger*innenbeteiligung

Dass die „Gesellschaft im Umbruch“ ist, zeigte auch die Kommunalwahl in Niedersachsen, bei der etablierte Parteien größtenteils herbe Stimmenverluste hinnehmen mussten.

Thema war dies auch bei der Tagung der Stiftung Mitarbeit, die am vergangenen Wochenende, vom 09. bis 11. September, in der ev. Akademie Loccum stattgefunden hat. Diskutiert wurde viel darüber wie unsere Demokratie lebendig bleibt und sich weiterentwickeln kann. Politische Entscheidungen sollten von einem Großteil der Bürger*innen mitgetragen werden und diese nicht rechtspopulistischen Parteien in die Arme getrieben werden – darüber waren sich die Teilnehmenden einig.
Für die Politik gilt es jetzt, das Vertrauen der Bürger*innen wieder zu gewinnen und Transparenz in Entscheidungsprozesse zu bringen. Eine Möglichkeit dafür wird in der Entwicklung und Umsetzung von Leitlinien für die Bürgerbeteiligung gesehen. Auf der Tagung stellten die Städte Heidelberg, Graz und Bonn ihre Leitlinien-Modelle und Erfahrungen vor.

 

Über unsere img_20160910_173118Crowdfunding Plattform für gemeinnützige Bürgerprojekte HannoverMachen haben wir in Loccum im Rahmen einer Projektbörse informiert. Die lokale Crowdfunding-Plattform fand großen Anklang bei den Profis der Bürger*innenbeteiligung aus Verwaltung, Politik, NGOs und freier Wirtschaft. Sie wird als Instrument verstanden um Bürger*innen dabei zu unterstützen, selbst Ihre Themen auf die Agenda zu setzen und sich in die Stadtentwicklung aktiv einzubringen.  Hannover gehört diesbezüglich zu den Pionieren im Empowerment von Bürger*innenengagement.

Von |2019-05-06T13:07:59+01:0015.09.2016|

Auch wählen gehen ist Bürger*innenbeteiligung!

…aber nur Wählen gehen reicht uns nicht! Für das Bürgerbüro Stadtentwicklung ist es ein wichtiges Anliegen, dass Bürger*innen sich in die Entwicklung ihrer Stadt aktiv einbringen können und von Politik und Verwaltung frühzeitig einbezogen werden. Die Weichen dafür werden jetzt wieder neu gestellt, am 11. September 2016 ist es soweit: die Kommunalwahlen stehen an!

 

Die Kommunalpolitik beeinflusst wie keine andere unser direktes Umfeld:

Die meisten Entscheidungen zur Stadtentwicklung treffen die von uns gewählten Kommunalpolitiker*innen. Sie bestimmen außerdem auch wann und wie weit sich Bürger*innen zur Vorbereitung dieser Entscheidungen in Beteiligungsprozessen einbringen dürfen. Belässt man es bei gesetzlichen Minimalanforderungen oder geht man frühzeitig mit den betroffenen Bürgern ins Gespräch? In der Kommunalwahl bestimmen die Wähler*innen mit, wie Bürgerbeteiligung in Hannover gelebt werden soll.

 

Aber auch die Kommunalpolitik selbst ist Beteiligung von Bürgern. Denn gewählt werden ganz normale Mitbürger*innen, die sich ehrenamtlich politisch engagieren und bereit sind Entscheidungen zum Wohle unserer Stadt zu treffen. Wer für den Bezirk, die Stadt und die Region Entscheidungen treffen soll, dass entscheiden die Wähler*innen.

 

In der kommenden Woche gibt es viele Gelegenheiten Kommunalpolitiker in Aktion zu erleben und sich die (Aus-)Wahl zu erleichtern. Hier eine kleine Auszug spannender parteiübergreifender Veranstaltungen zur Kommunalwahl:

 

  • Am Montag, 22. August 2016, 19:00 Uhr             Achtung: Veranstaltung nur für Frauen!!
    frauenpoli-Tisch, ich wähle…und du?… und warum?
    Im Frauenzentrum Laatzen
    Moderation: Dr. Christine Schwarz, Soziologin, Leibniz Universität Hannover
    Bitte anmelden Tel.: 0511 898 858 20
    http://frauenzentrum-laatzen.de/frauenpoli-tisch/
  • Dienstag, 23. August 2016, 18 Uhr,
    Zukunft des Ihmezentrums
    Im Capitol
    Der Verein Zukunftswerkstatt Ihmezentrum läd dazu ein mit Vertretern verschiedener Parteien die Zukunft des Ihmezentrums zu diskutieren.
    https://www.facebook.com/ihmezentrum/
  • Am Dienstag, 23. August 2016, 18:30 Uhr
    Speed-Dating zur Kommunalwahl 2016
    Im Kulturzentrum Pavillon
    Der Bildungsverein lädt ein Fraktionsvorsitzende von im Rat der Stadt Hannover vertretenden Parteien jeweils 12 min. auszufragen.
    Anmeldung bei Beate Gonitzki, (beate.gonitzki@bildungsverein.de)
    https://bildungsverein.de/node/3128819
  • Am Mittwoch, 24. August 2016, 20:00 Uhr
    HAZ-Forum zu Wahl
    im Anzeiger Hochhaus
    HAZ-Leser diskutieren mit Vertretern der Parteien SPD, CDU, Die Grünen, FDP, Die Linke, Die Hannoveraner, AfD und die Piraten.
    Moderation: Felix Harbart und Conrad von Meding (beide HAZ)
    Karten an den HAZ-Vorverkaufsstellen
    http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Reden-Sie-mit!-Das-HAZ-Forum-zur-Kommunalwahl
  • Am Montag, 29.August 2016, 18:00 Uhr
    Freie Träger! Forderungen zu Kommunalwahl in Hannover.
    im Kulturzentrum Pavillon
    Diskussion mit Vertreter_innen der Ratsfraktionen zu Zuwendungen für kommunale Aufgaben in freier Trägerschaft
    Moderation: Conrad von Meding
    http://pavillon-hannover.de/programm/veranstaltung/?nr=22106
Von |2019-05-06T12:35:17+01:0019.08.2016|

Wem gehört die Stadt – Bürger*innen in Bewegung

Diesen sehenswerten Dokumentarfilm zum Thema Stadtentwicklung und Bürger*innenbeteiligung zeigte das ZDF bis zum 12.07. in seiner Mediathek.

 

In Spielfilmlänge kommen Akteure mit verschiedene Perspektiven auf ein Großbauprojekt, hier eine Shopping Mall in Köln-Ehrenfeld, zu Wort. Investoren, Verwaltung, Bürger*innen und Politik sie alle haben ein Wörtchen mitzureden.

Hier gibts die website zum Film.

 

 

Von |2019-05-06T12:35:36+01:0011.07.2016|

Stadt lernen, Stadt machen – Jugend, Schule, Stadtentwicklung

Unter diesem Motto beendete das Bürgerbüro Stadtentwicklung (bbs) am vergangenen Freitag die Woche gegen Rechts für Demokratie im Neuen Rathaus in Hannover.

 

 

Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Stadtentwicklung von unten“, diese Reihe hatte das bbs eigens für den Dialog „Mein Hannover 2030“ entwickelt. Auf vielfachen Wunsch aus der Bürgerschaft wird diese nun fortgeführt. Das bürgerschaftliche Engagement in der Stadtentwicklung zu fördern steht dabei im Vordergrund. Menschen werden zur aktiven Mitgestaltung Hannovers angeregt und mobilisieren alternative Vorstellungen der Stadtentwicklung. Es werden hannoversche, aber auch überregionale Projekte präsentiert, die nicht durch Verwaltungshandeln oder Ratsbeschlüsse initiiert und realisiert wurden, sondern von den Bürger*innen in Eigenregie.

 

Beim Workshop am 3. Juni stand die Beteiligung junger Menschen ab dem Teenageralter im Vordergrund. Was sie zu bieten hatten, begeisterte auch die Älteren unter den Teilnehmern. An verschiedenen Tischen stellten Aktive aus dem schulischen, kulturellen und sozialen Bereich Beispiele vor die Jugendliche motivieren sich in Stadtentwicklungsthemen einzubringen.

 

Präsentiert wurden verschiedene Projekte aus der Schmiede des Vereins „Politik zum Anfassen e.V.“. Mit ihrer inzwischen bundesweiten Reichweite führen sie nicht nur in Hannover Jugendliche an Stadtentwicklung heran. Auch der hannoversche Verein Janun e.V. sowie das Historische Museum Hannover und die St.-Ursula-Schule zeigten Wege auf, wie sie auf Jugendliche zugehen um sie für Stadtentwicklung zu sensibilisieren oder einzubeziehen.

 

2016-06-03 14.24.57_Pferdestall

Besondere Beachtung fand ein Projekt von Schülern des Gymnasiums Julianum in Helmstedt. Im Seminarfach „Helmstedt 2020“ wurde die Idee geboren, Helmstedt aus Sicht der Jugend fit zu machen für die Zukunft. Es entstand ein Kultur- und Jugendcafé in einem ehemaligen Pferdestall. Zunächst gedacht vor allem für junge, kreative und engagierte Helmstedter*innen, frei nach dem Motto „Mach deine Stadt zu deiner Stadt“! Schon bald wurde daraus ein beliebter Treffpunkt für Bürger*innen allen Alters. Wie der Moderator Dietmar Scholich, Vorstand des bbs, zum Abschluss hervorhob, zeigen das Vorhaben aus Helmstedt wie auch die anderen Projekte, dass jugendliche Bürger*innen die Entwicklung ihrer Stadt selbst in die Hand nehmen und ihre Stadt mitgestalten können.

 

Anschließend wurden Erfahrungen bei der Realisierung der Projektideen ausgetauscht und Anregungen für Interessierte gegeben, die ähnliche oder auch andere Vorhaben in Angriff nehmen wollen.

 

Die Beiträge der Referenten sowie die Vorstellung der Projekte sind hier für Sie dokumentiert:

Begrüßung durch Dietmar Scholich, Bürgerbüro Stadtentwicklung e.V.

 

Impuls Dr. Frank-Michael Czapek, Studiendirektor, Landesschulbehörde Niedersachsen

Impuls Gregor Dehmel, Politik zum Anfassen e.V.

 

Kultur- und Jugendcafé „Pferdestall“

Politik zum Anfassen e.V.: Realitycheck2030, Pimp Your Town!

Politik zum Anfassen e.V.: Umfrage1417

Christiane Wiese: Jugend 2020

Andreas Eberth: Stadt der Zukunft (Poster)

Von |2019-05-06T13:09:59+01:0007.06.2016|

Sozialer Stadtrundgang mit Asphalt

Gestern durften wir beim sozialen Stadtrundgang in eine Welt eintauchen, die wohl für viele von uns meistens unsichtbar bleibt. Wir wollten erfahren, wie Wohnungslose die Stadt jenseits von teuren Fassaden erleben und uns an Orte führen lassen, wo sie keine Randgruppe sind. Asphalt formuliert es so: „Unsere Stadtführerinnen und Stadtführer sind Experten der Straße. Sie zeigen Ihnen auf dem Rundgang die Ecken Hannovers, an denen sich das Leben der Wohnungslosen abspielt und beantworten Ihre neugierigen Fragen“.

IMG_0608

Der Asphalt-Verkäufer Bernd führte uns an Plätze, die Wohnungslose aufsuchen können wenn Sie ein Bett, etwas zu essen oder sonstige Hilfe benötigen.

Startpunkt waren die Redaktionsräume von Asphalt in der List. Dort wurden wir sehr freundlich von Bernd in Empfang genommen.

Bevor es losging informierte uns der Vertriebsleiter von Asphalt über die Entwicklung des Straßenmagazins, dass seit über 20 Jahren in Hannover herausgebracht wird und die Existenzgrundlage für viele Menschen ist. Rund 80 Frauen und Männer verkaufen das Monatsmagazin. Und viele aus der Runde der Teilnehmer*innen hatten Geschichten von ihren Stammverkäuferinnen und –verkäufern zu berichten, bei denen sie regelmäßig nicht nur das Magazin erhalten sondern auch oft auf ein kurzes Gespräch stehen bleiben. Ausgehend von Hannover als größtem Standort ist Asphalt mittlerweile in 15 Städten Niedersachsens erhältlich. Mit einer Auflage von durchschnittlich 27.000 Zeitungen erreicht Asphalt monatlich rund 60.000 Leserinnen und Leser.

Der erste Stopp des Rundgangs war die Einrichtung „Bed by Night“, eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche. 13 Plätze bietet das Haus, das etwas versteckt zwischen hohen Bäumen am Welfenplatz liegt. IMG_0610

Gleich daneben steht ein alter Bunker der bis 2011 auch als Notanlaufstelle für obdachlose Menschen diente und heute Platz für Probenräume für Musiker*innen bietet. Weiter ging es durch die Straßen hinter dem Bahnhof zu Einrichtungen die – oft ganz unscheinbar im Stadtbild- schon seit vielen Jahren wichtige Anlaufstellen für Menschen in Not darstellen. Am Raschplatz hinter dem Bahnhof angekommen erzählte uns Bernd, wie sehr die Zahl der Wohnungslosen aus seiner Sicht vor allem im letzten Jahr zugenommen hat. Wir konnten uns vor Ort selbst ein Bild machen. Und als wir Zeuge einer Konfrontation zweier Männer wurden durften wir erleben wie Bernd sich sofort verantwortlich fühlte und sich kümmerte, wo wir anderen eher scheu und zurückhaltend reagierten. Am Ende ereilte uns noch das angekündigte Gewitter, das den schwülwarmen frühen Abend beendete. Wir hatten es alle eilig ins Trockene und nach Hause zu kommen. Und vielleicht spürten mehrere von uns an diesem Abend den hohen Wert, den ein eigenes trockenes Zuhause bietet.

 

Wer Lust hat, sich an einem sozialen Stadtrundgang zu beteiligen kann sich direkt an die Redaktion von Asphalt wenden: www.asphalt-magazin.de/

 

 

 

 

 

Von |2019-05-06T13:11:11+01:0001.06.2016|