Bürgerbüro Stadtentwicklung e. V.

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So gelingt die kooperative Transformation der Innenstadt Hannovers

Von |2023-01-05T16:01:26+01:0005.01.2023|

So gelingt die kooperative Transformation der Innenstadt Hannovers

Elfte Veranstaltung des Citydialogs ZUKUNFTinnenSTADT des Bürgerbüro Stadtentwicklung

3. November 2022, Enno Luchtmann

Über den Tellerrand schauen und Experimente wagen: Was muss passieren, damit die kooperative Transformation der Innenstadt gelingt?

Die elfte und finale Veranstaltung des Bürgerbüro Stadtentwicklung zum Citydialog ZUKUNFTinnenSTADT fand am 03. November 2022 in der VHS statt. Die 50 Teilnehmenden zeigten, dass auch nach dieser langen und breitgefächerten Beteiligungsreihe das Interesse am Innenstadt-Prozess weiter groß ist.

Oliver Seidel von den Cityförstern zeigte innovative Beispiele aus anderen Großstädten und kommentierte, dabei blieb die mögliche Projektion auf Hannover immer im Blick.

Auszüge aus dem Vortrag von Oliver Seidel, Cityförster: Ecovillage, die Leine in der Innenstadt und das Platzprojekt in Hannover. (c) Cityförster

In kleinen Gruppen entwickelten die Teilnehmenden Fragen zu Oliver Seidels Input und sprachen über die Zukunft der Stadtentwicklung in Hannover. In der Diskussion wurde klar, welche Herausforderungen als besonders wichtig wahrgenommen, und somit im Prozess der Stadtentwicklung berücksichtigt werden sollten.

Auf einem offenen Podium wurden diese Fragen diskutiert. Besonders gefragt waren dabei unsere Gäste aus dem Rat der Stadt Hannover, die Fraktionsvorsitzenden der Mehrheitskoalition Elisabeth Clausen-Muradian (Grüne) und Lars Kelich (SPD).

Die Teilnehmenden sehnen sich danach, dass etwas passiert – und wünschen sich Teilhabe an den Entscheidungsprozessen. Sie möchten frühzeitig und transparent über Entscheidungen der Stadt informiert werden, zum Beispiel an einem zentralen Ort für Diskurs und Diskussion. Außerdem wurde der Wunsch nach einem digitalen Beteiligungsportal geäußert.

Im Publikum wurde darüber gesprochen, dass das Interesse am Dialog erhalten bleiben müsse und dass bestimmte Akteur*innen der Zivilgesellschaft auch direkt in die Umsetzung einbezogen werden sollten. Mehr Diversität in den Prozessen könne aufsuchende Beteiligung an Schulen ermöglichen, damit mehr junge Menschen eingebunden werden.

Für die Entwicklung der Innenstadt von Hannover wird es von Bedeutung sein, über den Tellerrand zu schauen, Experimente zu wagen und inspiriert von den Erfolgen anderer Veränderungen anzugehen. Dafür müssen an den richtigen Stellen Tabus überwunden werden, wie z.B. der Rückbau des Cityrings. Die Leitprojekte sollten dabei gemeinschaftlich angegangen werden. Da Planungen häufig zu abstrakt sind, ist gute Kommunikation besonders wichtig, um Erfolge sichtbar zu machen. Fundierte Pläne, die bereits aufwendig erarbeitet wurden und noch „in der Schublade liegen“, sollten berücksichtigt und genutzt werden.

Diese Kernbotschaften aus der Veranstaltung, zusammen mit all den weiteren Ergebnissen der gesamten Reihe gilt es nun, auf kooperative Weise in die Stadtentwicklung Hannovers umzusetzen, immer mit dem Ziel einer gerechten Stadt vor Augen.

Was plant die Stadtverwaltung für unsere Innenstadt?

Von |2023-01-09T12:21:43+01:0015.10.2022|

Was plant die Stadtverwaltung für unsere Innenstadt? “Mitte neu denken – Das Innenstadtkonzept 2035” in Diskussion

Zehnte Veranstaltung des Citydialogs ZUKUNFTinnenSTADT des Bürgerbüro Stadtentwicklung

6. Oktober 2022, Anna Finn

Was plant die Stadtverwaltung für unsere Innenstadt? Diese Frage stellte das Bürgerbüro gemeinsam mit der Volkshochschule am 6.10.2022. Eingeladen waren Stadtbaurat Thomas Vielhaber, Melanie Botzki vom Projektteam Innenstadtdialog und Bernd Michaelis vom Amt für Umwelt und Stadtgrün. Anlass der Frage war der Citydialog ZUKUNFTinnenSTADT, mit dem das Bürgerbüro den Innenstadtdialog der Stadtverwaltung begleitete.

Stadtbaurat Vielhaber präsentierte das Innenstadtkonzept 2035 als Ergebnis des Dialogs. Die 70 Teilnehmenden hatten daraufhin im großen Saal der Volkshochschule Hannover die Möglichkeit über Kultur, Verkehr, Grün und “dritte Orte” zu diskutieren. An vier “Marktstände”, die sich an bestimmten Leitprojekten des Konzepts orientierten, trafen sie neben Verwaltungsmitarbeiter*innen auch Expert*innen aus der Zivilgesellschaft, die im Gespräch mit den Gästen ihre Standpunkte vermittelten.

Der Marktstand “Klimaanpassung und Grün in der Innenstadt am Beispiel Leineuferpark” wurde von Bernd Michaelis betreut. Er wurde von der Stadtplanerin und Architektin Karin Kellner und Heiko Heybey, Initiator der Leinewelle, unterstützt. Es trafen so unterschiedliche Interpretationen aufeinander, die aber viele Gemeinsamkeiten bargen: Die politisch beschlossenen Klimaziele können nur erreicht werden, wenn 50% weniger Auto gefahren wird. Die dreispurige Straße am Leibniz-Ufer trennt die Calenberger Neustadt von der Altstadt und galt politisch als unantastbar. Dies soll sich jetzt ändern: Naturnahe Umgestaltungen und die Zusammenführung von Altstadt und Calenberger Neustadt stehen im Vordergrund. Von den Gästen wurde angeregt, mit Pop-Up-Grün und Flohmärkten die Fahrbahn umzunutzen. Das Management von Regenwasser wurde als wichtiges Thema genannt.

Der Marktstand “Lokale Verkehrswende – Integriertes Mobilitätskonzept” wurde von Stadtbaurat Thomas Vielhaber betreut. Er erläuterte die Verkehrssituation aus Sicht der Stadtverwaltung und stellte das städtische Konzept zur Diskussion. Dirk Hillbrecht, Vorstandsmitglied des ADFC Stadt Hannover, steuerte ebenfalls wichtige Impulse und Informationen bei.

Es bestand große Einigkeit sowohl bei der Diagnose als auch bei den Vorstellungen zur Lösung. Einhellig bemängelt wurde der enorme Platzverbrauch durch Autos – zu breite Straßen, zu viel Parkraum für den ruhenden Verkehr. Durchaus selbstkritisch wurde ein aggressives Gegeneinander aller Verkehrsteilnehmenden konstatiert – dabei ist doch jede*r auch mal mit dem Auto, Rad oder zu Fuß unterwegs. Eine kluge Umverteilung und Optimierung der Infrastruktur soll eine „Befriedung“ sowie entspannteres Fortkommen für alle bewirken. Schwerpunkte sollten in folgenden Bereichen gesetzt werden, etliche davon sind im städtischen Konzept vorgesehen:

  • Taschenprinzip: Erreichbarkeit JA – Durchgangsverkehr NEIN! Für mobilitätseingeschränkte Menschen wird die Erreichbarkeit durch dieses Konzept verbessert.
  • Prioritäten bei Übergängen ändern: nicht immer Autos den Vorrang geben!
  • Umverteilung des Straßenraumes nötig aufgrund neuer Bedarfe (mehr Radverkehr)
  • Logistikverkehr bündeln, Waren sollen am Rand der Innenstadt auf kleinere Fahrzeuge umgeladen werden
  • Shuttlesysteme aufbauen, Park and Ride sollte näher an die City herangeführt und auch quantitativ ausgebaut werden.

Nach Meinung der meisten Teilnehmer*innen könnten die Verkehrsplaner*innen der Stadt ruhig noch mutigere Schritte vorsehen, damit das von allen unterstützte Ziel auch erreicht wird: Flächen für Grünbereiche und Aufenthaltsqualität gewinnen, saubere Luft und Verkehrssicherheit erhöhen. Das städtische Verkehrskonzept wird im Frühjahr 2023 in den Ausschüssen diskutiert.

Der Marktstand “Kultur als Leitfunktion in der Innenstadt?” wurde von Melanie Botzki betreut. Sie wurde von Merle Nowack aus der Agentur für Zwischenraumnutzung unterstützt. Zentrale Themen waren Diversität der bestehenden Planung und Überwindung der Grenzen des Kulturdreiecks. Was passiert abseits des Kulturdreiecks (zwischen Staatsoper, Schauspiel und Künstlerhaus)? Angesprochen wurden die Qualitäten von anderen Quartieren der Innenstadt. Dabei stand klar die Frage im Vordergrund, inwiefern andere Kulturhintergründe und Menschen mit Migrationsgeschichte am Dialog zur Innenstadt berücksichtigt oder beteiligt wurden.

Die Fokussierung auf das Kulturdreieck berücksichtigt zudem die dezentralen Leerstände in Hannovers Innenstadt nicht. Es wurde vorgeschlagen, dass die Stadt diese Ladenflächen anmietet und niederschwellige Zugänge für Kunst- und Kulturschaffende schafft. Die Kooperation mit anderen Akteur*innen in Innenräumen der Innenstadt stand ebenfalls zur Debatte. Zu den öffentlichen Räumen im Kulturdreieck selbst wünschten sich die Gäste (räumliche und digitale) Anknüpfungspunkte. Für die Belebung und Nutzung dieser Flächen wurde vorgeschlagen, Initialveranstaltungen durchzuführen, um sie sichtbar zu machen. Der Zugang zu diesen Flächen sollte möglichst einfach und unbürokratisch gestaltet werden. Straßenmusik und Versammlungen dauerhaft auf diesen Flächen zu erlauben, könnte ein möglicher Schritt sein.

Der Marktstand “Dritte Orte in der Innenstadt: Orte der Begegnung und des Diskurses der Stadtgesellschaft” wurde aufgrund von Krankheit leider nicht durch die Verwaltung betreut. Trotzdem tauschten sich die Gäste mit Sebastian Cunitz vom Cameo Kollektiv über neue, kuratierte öffentliche Orte in der Innenstadt aus. Vor allem die Idee von Kälte- und Wärmeorten in Zeiten der Klimakrise und steigenden Energiekosten wurde begrüßt. Die Transformation der Innenstadt biete viele Themen, zu denen es einen hohen Bedarf an Austausch und Verstetigung gibt und die Stadt tut gut daran, Begegnungsorte auch abseits des bisher bekannten zu schaffen und Menschen zum Verweilen einzuladen.

Im abschließenden Plenum stellten die Gäste blitzlichtartig ihre wichtigsten Erkenntnisse aus den Gruppen vor (siehe Galerie unten). Es wurde ein Ausblick geboten auf kommende Aktivitäten der Stadt sowie des Bürgerbüros, das als finale Veranstaltung zur Reihe ZUKUNFTinnenSTADT im kommenden Monat einladen wird, das Innenstadtkonzept und kooperative Stadtentwicklung gemeinsam mit Vertreter*innen der Politik zu diskutieren.

Innenstadt in Transformation

Von |2022-09-14T14:23:02+01:0007.09.2022|

Innenstadt in Transformation

Podiumsdiskussion

19.07.2022 – Leibniz Universität; Fakultät für Architektur und Landschaft

Am 19.07 fand in der Architekturfakultät der Leibniz Universität Hannover eine Podiumsdiskussion statt, bei der verschiedene Gäste über Zukunftsszenarien für die Innenstadt von Hannover sprachen. Mobilitätsexpertin Stefanie Anna Bremer, Inga Glander von der Bundesstiftung Baukultur, Guido Langemann von der Industrie- und Handelskammer sowie Stadtbaurat Thomas Vielhaber diskutierten über den Cityring und die Verknüpfung der Innenstadt mit den angrenzenden Quartieren, die verschiedenen Straßen- und Platzräume als Potenzialräume einer neuen Öffentlichkeit sowie über große Gebäude in der Innenstadt und die Möglichkeit der Umnutzung dieser. Die Veranstaltung wurde moderiert von Ina-Marie Kapitola und Lennart Beckebanze und war eine Kooperation zwischen der Hochschule und dem Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover. Wir haben uns über alle Gäste gefreut, die bei hochsommerlichen Temperaturen dabei sein konnten.

Die Diskussion fand anlässlich der Veröffentlichung der Publikation INNENSTADT IN TRANSFORMATION statt, die am Fachbereich Architektur und Städtebau der Leibniz Universität Hannover entstanden ist. Studierende hatten die Innenstadt Hannovers in den Blick genommen und Ideen für die Transformation des Stadtzentrums entwickelt, die den notwendigen Wandel der Mobilität, den Rückgang des stationären Einzelhandels und die sich ändernde Bedeutung des öffentlichen Raumes Rechnung tragen. Komplementiert werden die für die Publikation ausgewählten Projekte durch Interviews und Gastbeiträge von themenspezifischen Fachleuten. Die Publikation ist im Verlag Books People Places erschienen und kostet 10 Euro. Sie kann in Buchläden oder im Internet bestellt werden.

https://bookspeopleplaces.com/Publishing/innenstadt-in-transformation

Zusammenschau: ZUKUNFTinnennSTADT

Von |2023-01-09T12:43:55+01:0012.08.2022|

Zusammenschau ZUKUNFTinnenSTADT

Neunte Veranstaltung des Citydialogs ZUKUNFTinnenSTADT des Bürgerbüro Stadtentwicklung

07.07.2022 – bbs Hannover

“So habe ich Hannover ja gar nicht gesehen, das ist mir bisher noch nie aufgefallen!” bemerkt ein Teilnehmer überrascht. Nicht nur in der Arbeitsgruppe Genderplanning wurden neue Perspektiven auf Hannover entdeckt.

Am 07.07.2022 fand die neunte Veranstaltung des Citydialogs ZUKUNFTinnennSTADT des Bürgerbüro Stadtentwicklung statt. Zusammen mit 30 Teilnehmenden wurde im großen Saal der Volkshochschule Hannover über die Ergebnisse der Reihe und die Zukunft von Hannovers Innenstadt diskutiert. In den vorausgegangenen monatlichen Veranstaltungen wurden wichtige innerstädtische Teilthemen diskutiert. Dazu gehörten Fragestellungen zur Innenstadt als Kulturraum, öffentlichen Räumen, Grün und Mobilität. Die Rückkehr des Wohnens, Sport und Frauen und Mädchen in der Innenstadt waren Aspekte des Programms. Aus jeder Veranstaltung wurden zentrale Erkenntnisse, Anregungen, Ideen und Thesen mitgenommen und zusammengetragen. Die aktuelle Veranstaltung bot die Möglichkeit, die Thesen in einer Ideenwerkstatt in Kleingruppe zu debattieren und zu ergänzen.

Helene Grenzebach und Manfred Müller, Geschäftsstellenleitung und Vorstand des bbs, eröffneten den Abend mit übergreifenden Überlegungen und Erkenntnissen zur Innenstadt. Diese habe wenige Ecken und Kanten und sei wenig authentisch: Nach Geschäftsschluss werden die Straßen leer und leblos: Die Bürgersteige werden sprichwörtlich hochgeklappt. Doch so müsste das nicht sein: Durch die Schaffung multifunktionaler Räume, mehr Grünflächen sowie nicht-kommerziellen Aufenthaltsmöglichkeiten könnte wieder mehr Leben in die Innenstadt kommen.

Die Befragung des bbs hat gezeigt, dass insbesondere Bewohner*innen der Stadtteile Linden, List und Nordstadt die Innenstadt meiden. Ihre Behauptung: Ihre Stadtteile würden Ihnen schon alles bieten, was sie zum Leben brauchen, seien es Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Freiplätze, Parks oder Stätten der Kultur. Manch Einer würde sogar behaupten, dass Ihre Stadtteile mehr zu bieten haben als die Innenstadt selbst. Um auch der Innenstadt mehr Charakter und Vielfalt einzuhauchen, brauche es Mut zu Veränderungen. Stadtentwicklung endet nicht, sie ist ein immerwährender Prozess.

Vor diesem Hintergrund fanden die Diskussionen in den vier Kleingruppen statt: Poster mit Thesen gaben den Teilnehmenden zunächst einen Einblick ins Thema.Während der Gruppenphase konnten die Teilnehmer*innen jeweils 15 Minuten Anregungen, Fragen und Wünsche äußern, welche daraufhin zusammen mit den Mitarbeiter*innen festgehalten wurden. Es wurden Anregungen und Ideen entwickelt, Fragen in den Raum geworfen und  Lösungsansätze verfolgt. Nachdem alle vier Gruppen jede Station einmal besucht hatte, wurden zentrale Erkenntnisse im Plenum vorgetragen:

1. Stadtgrün und die Bedeutung von Natur in Stadtzentren (Manfred Müller)

Zentral war für alle der Wunsch nach „Mehr“: Mehr Grünflächen, mehr Freiräume, mehr Bäume, mehr Wasserflächen, mehr Fassaden- und Dachbegrünung. Dies könnte zum Beispiel durch Patenschaften und gemeinsame Pflege der „grünen“ Freiflächen möglich gemacht werden. Ein weiterer Vorschlag zielte darauf ab, alle Dächer der städtischen Gebäude zu begrünen, um somit ein Exempel zu geben.

2. Recht auf Stadt: Frauen und und Mädchen im öffentlichen Raum (Anna Finn & Joana Hartmann)

Nur wenigen Teilnehmer*innen war das Thema „Gender Planning“ vertraut – ein leider häufig beobachtetes Phänomen, was zeigt, dass neben den Behörden auch die Stadtbevölkerung über Gender Planning informiert werden sollte. Nach einer kurzen Einführung entwickelten sich in den Kleingruppen die ersten Ideen und Vorschläge, wie etwa der Wunsch nach mehr Kinderbetreuungsplätze in der Innenstadt, mehr multifunktionalen Aufenthaltsräumen oder die Anpassung des Nahverkehrs an die Bedürfnisse pflegender Personen.

3. Straße – Macht – Stadt: Die Innenstadt als Lebensraum (Helene Grenzebach)

Zum Thema Verkehr und Mobilität in der Innenstadt herrschte unter den Besucher*innen große Einigkeit. Der Wunsch nach mehr Fahrradwegen sowie Fahrrad-Schnellwegen in und um die Innenstadt war allgegenwärtig. Die „autofreien Innenstadt“ wird ersehnt und Konzepte dazu begrüßt. Wichtig war den Teilnehmenden aber auch die gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr.

4. Wohnen in der Innenstadt: Wunsch und Wirklichkeit (Daniela Catalán)

„Wohnen in der Innenstadt gehört dazu und ist wichtig für eine Wiederbelebung der Innenstädte“ so Daniela Catalán. Die Planung dürfe nicht nur den Investor*innen überlassen werden. Vielmehr solle der Bevölkerung die Chance geben werden, ihre Ideen zu äußern. Wichtig dabei sei der Mut zu Kreativität in der Gestaltung – zum Beispiel durch Umnutzung statt Abriss und Neubau – oder dem Ausprobieren von experimentellen Wohnformen.

Das Bürgerbüro wird die Erkenntnisse aus der Veranstaltung mitnehmen. Denn gemeinsam mit der Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung wollen wir die Zukunft unserer Innenstadt im Sinne einer gerechten, zukunftssicheren Entwicklung mitgestalten. Wir werden Impulse aufnehmen, weitertragen, Ideen entwickeln und Lösungen für die anstehenden Zukunftsfragen in unserer (Innen-)Stadt finden. Wir freuen uns schon darauf.

Für alle, die darüber hinaus ihre Inspirationen und Vorschläge in den politischen Apparat einbringen möchten, wurde kurz auf Paragraph 34 im Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) hingewiesen. Er umschreibt genau diese Möglichkeit.

Nach der Sommerpause geht es am 6.10. weiter: “Mitte neu denken – Das Innenstadtkonzept 2035” heißt das Ergebnis des Innenstadtdialogs der Stadtverwaltung. An ihm soll die Zukunft von Hannovers Innenstadt ausgerichtet werden. Das Bürgerbüro Stadtentwicklung lädt ein, gemeinsam mit den Macher*innen aus der Stadtverwaltung einen Blick auf das Gesamtkonzept zu werfen und es zu diskutieren

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