Veranstaltung

Jubiläums-StadtRadTour mit Sid Auffahrt

Zum 80en Geburtstag von Sid Auffarth
Sonder-StadtRadTour am 3. August 2018

Anlässlich des 80sten Geburtstags von Sid Auffarth starteten wir am 3. August in der Tradition der StadtRadTouren mit einigen Weggefährten zu hannoverschen Orten und Projekten, die mit Sids beruflichem Wirken und mit der Geschichte des bbs gleichermaßen verbunden sind.

 

 

Vor dem denkmalgeschützten Küchengartenpavillon begrüßte uns Jonny Peter und gewährte Einblicke in die Historie von Ort und Gebäude, aber auch in die aktuelle Arbeit des dort ansässigen Quartier e. V..

 

Weiter gings den Lindener Berg hinunter zum Hanomaggelände und AhrbergViertel. Beides spannende Projekte der Brachen- und Fabrikumnutzung, die das bbs über längere Zeit begleitete und immer wieder „besuchte“. Am denkmalgeschützten Plenarsaal des Landtags, der vom bekannten hannoverschen Architekten Oesterlen Ende der 50er Jahre erbaut wurde und für dessen Erhalt sich Sid besonders engagierte, zeigte uns Hannoverkenner Michael Krische mit dem Fries neben dem Haupteingang zu Ehren Hoffmanns von Fallersleben eine Stelle, die den meisten an sich stadtkundigen Teilnehmer*innen unbekannt war.

 

Die Neugestaltung des Neustädter Marktes wurde in den 90ern vom bbs mit Bürger*innenwerkstätten begleitet; die mobilen Stühle – eine Idee von Sid – sind heute noch im Einsatz und bewährt. Der hannoversche Stadtgestalter Thomas Göbel-Groß erinnerte hier an das Stadtplatzprogramm, das auch vom bbs unter Federführung von Sid Auffarth maßgeblich geprägt wurde.

 

Nach einem Abstecher zum Sprengelgelände in der Nordstadt, beendeten wir auf dem Gelände der Wasserstadt die Rundfahrt; dort wurden wir von der seit Jahren aktiven Bürgerinitiative mit kalten Getränken begrüßt. Bei 35 Grad im Schatten eine wahre Wohltat.

 

Einige der beliebten StadtRadTouren der letzten Jahre können jetzt jederzeit kostenlos mit dem Smartphone und der App izi.travel nacherfahren werden.

 

In den letzten Monaten wurden mehr als hundert 3- bis 5-minütige Audiodateien aufbereitet, als Hörstationen auf einer Karte verortet und öffentlich zugänglich gemacht. Es gibt inzwischen 14 verschiedene Audio.Stadtradtouren mit Sid Auffarth.

 

Von |2019-05-06T12:36:20+01:0005.10.2018|

Autofreier Sonntag 2018

Juni 2018

 

Welche Initiativen und Projekte in Hannover kennen Sie? Wo engagieren Sie sich? Mit diesen Fragen wendeten wir uns an die vielen Hannoveraner*innen die bei bestem Wetter zum Jubiläum des 10. autofreien Sonntag im Zentrum der Innenstadt kamen.

 

Auf unseren großen Hannover-Stadtplan konnten mit pinken und gelben Zetteln die Passanten ihre Initiativen oder Vereine verorten. Überraschenderweise kannten einige Anwohnende viele Initiativen in ihrem Stadtteil nicht und waren positiv darüber überrascht, wie viele engagierte Mitbürger*innen es in ihrer direkten Nachbarschaft gibt.

 

Eine weitere Aktion am Stand waren unsere Taschen von HannoverMachen. Diese wurden ebenfalls mit sehr großer Begeisterung von Groß und Klein angenommen. Mit verschiedenen Farben konnten die Taschen auf unterschiedliche Art und Weise individuell gestaltet werden.

 

Außerdem nutzten wir die Gelegenheit, unser neues Projekt Audio-StadtRadTouren vorzustellen. Dies ging aus unserer populären StadtRadTour-Reihe mit Sid Auffarth hervor. Seit fast 30 Jahren bietet der Bauhistoriker für das Bürgerbüro Stadtentwicklung Radtouren durch Hannover und die Region an. Da es dieses Jahr die letzte Stadtradtour-Reihe in dieser Form geben wird, haben wir die Touren der letzten drei Jahre aufgezeichnet und Audiotouren produzieren lassen. Es sind 14 unterschiedliche Touren mit jeweils acht Stationen entstanden, die mithilfe der kostenlosen App Izi.Travel jederzeit mit dem Fahrrad und dem Smartphone nach(er)fahren werden können. Wer Sid Auffahrt noch einmal bei der StadtRadTour selbst erleben möchte, hat die Chance zu den letzten Terminen in diesem Sommer vorbeizukommen.

 

Wir freuen uns, dass viele Besucher*innen beim 10. autofreien Sonntag auf uns aufmerksam wurden und gleichzeitig erste Projektideen entstanden sind. Wir sind ganz gespannt welche sich davon irgendwann auf unserer HannoverMachen Plattform wiederfinden werden.

 

Von |2018-10-23T19:42:56+01:0019.06.2018|

Das bbs zu Gast bei der Plattenkiste von NDR1 Niedersachsen

Die NDR 1 – Zuhörer*innen unter Ihnen haben es möglicherweise bereits mitbekommen bzw. mitgehört.

 

Am 22. Februar waren wir von 12-13 Uhr zu Gast bei der Plattenkiste und konnten, zwischen unseren Musikwünschen, von unserer Arbeit im Bürgerbüro Stadtentwicklung berichten. Dietmar Scholich, Manfred Müller und Jamuna Putzke wurden von Jens Krause durch die Sendung geführt und zu unserer Arbeit und unseren Projekten interviewt.

 

Viele interessante und aktuelle Themen aus Hannover kamen auf, wie z.B. der Neu- und Ausbau von Schulen oder die Neugestaltung der Fahrradwege. Auch über unsere Crowdfunding-Plattform „HannoverMachen“ und die darauf präsentierten Projekte konnte kurz berichtet werden.

 

Was genau bei der Plattenkiste besprochen wurde, können Sie in dem folgenden, ausführlichen Bericht des NDR entnehmen:

 

 

Bürgerbüro Stadtentwicklung aus Hannover gestaltet die Sendung Plattenkiste von NDR 1 Niedersachsen

 

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Von |2019-05-06T12:50:01+01:0007.03.2018|

Herausforderung Wohnen – Kooperationsveranstaltung von bbs und ARL

Unsere erste Veranstaltung des Jahres und gleich so ein Andrang! Die Kooperation mit der Akademie für Raumfoschung und Landesplanung (ARL) erwies sich damit mal wieder als ein toller Erfolg! Wir hatten wirklich nicht damit gerechnet, dass weit über 120 Einwohner*innen Hannovers unserer Einladung zum Thema „Herausforderung Wohnen“ folgen würden. Viele mussten wir wieder nach Hause schicken, weil die Werkstatt Ihmezentrum am 15. Januar 2018 aus allen Nähten platzte. Ein lebender Beweis dafür, dass das Thema Wohnen auch in Hannover zu einer drängenden Herausforderung geworden ist?

 

Prof. Dr.-Ing. Dietmar Scholich (Vorstand des Bürgerbüro Stadtentwicklung) begrüßte die dichtgedrängten Zuhörer*innen und führte in die aktuellen Fragestellungen der Thematik „Herausforderung Wohnraum“ ein. Sein Kurzinput lässt sich hier nachlesen: Einführung Scholich

 

Anschließend hielt Prof. Dr. Barbara Schönig von der Bauhaus Universität Weimar einen Vortrag mit dem Titel „Herausforderung Wohnraum für alle“. Prof. Dr. Schönig hat ein Buch herausgegeben, welches sich mit dieser Fragestellung dezidiert auseinander setzt. Hier finden Sie eine Leseprobe als Zusammenfassung des Vortrages.

 

Im Anschluß stellte Daniel Fuhrhop, Autor von „Verbietet das Bauen“, seine Thesen zur Lösung der neuen Wohnfrage vor. Im Anschluss stellte er pragmatische Lösungen für Einwohner*innen und Kommunen vor. Seine Thesen hat Daniel Fuhrhop für uns in einem kurzen Text zusammengefasst.

 

Danach startete die Podiumsdiskussion mit Michael Heesch (Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Landeshauptstadt Hannover) , Dr. Frank Eretge (Firmengruppe Gundlach) und Dr. Klaus Habermann-Nieße (Stadtplaner plan zwei und Gründungs- und Vorstandsmitglied der WOGE Nordstadt) . Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Dr. – Ing. Evelyn Gustedt (ARL).

 

Vielen unserer Gäste ist sicher deutlich geworden, dass die Stadt Hannover schon auf den Wohnungsmarkt Einfluss zu nimmt und dass der Einfluss nur begrenzt nämlich vor allem auf öffentlichen Flächen und im Bereich von Neubauten möglich ist. Die aktuelle Wohnfrage muss auf vielen Ebenen gelöst werden. Die öffentliche Hand betrifft dies nicht nur auf kommunaler sondern auch auf Landes- und Bundesebene, vor allem im Hinblick auf die Finanzierung und Förderung von sozialem Wohnungsbau und die Etablierung einer Wohnungspolitik die nicht nur Randgruppen, sondern auch die breite Masse im Fokus hat.
Auch die Bürger*innen selbst und hier vor allem die einkommensstarken können sich nicht aus der Verantwortung nehmen und müssen sich fragen lassen, ob der immer größere Bedarf an Wohnfläche gerechtfertigt ist. Die Kommerzialisierung des Wohnungsmarktes hat dafür gesorgt, dass die soziale Schere im Bereich Wohnen ähnlich weit auseinanderklafft wie bei den Einkommen. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt auch in Zukunft kommt es beim Wohnen darauf an ob sich auch Bessergestellte auf Verkleinerungen á la Fuhrhop einlassen können.

Wir danken allen Akteuren und Gästen für die gelungene Veranstaltung!

Einen ausführlichen Bericht zu der Veranstaltung finden Sie hier als Download.

 

Von |2019-04-17T09:56:50+01:0001.02.2018|

Zukunft am Waterlooplatz – Veranstaltung aus der Reihe „Plätze, Parks und Co.“

 

„Der Stellenwert des Waterlooplatzes ist gleich 0“, so ein Statement eines Bürgers aus den Zuschauerreihen, als Dietmar Scholich (stellv. Vors. bbs) bei der Abschlussdiskussion nach der Bedeutung des Platzes für die Anwesenden fragte.

Kontroverse Zukunftsbilder für den Waterlooplatz wurden deutlich, als am Montag, den 29.05.2017 rund 70 interessierte Bürger*innen aus Hannover ihren Weg in die Volkshochschule gefunden haben, um mit dem Bürgerbüro Stadtentwicklung Meinungen, Wünsche, Ideen und Erwartungen zur „Zukunft am Waterlooplatz“  auszutauschen.

Prof. Dr.-Ing. Dietmar Scholich eröffnete die Veranstaltung und leitete Vortragende und Interessierte durch einen Abend voller Ideen. Scholich machte aufmerksam auf die Notwendigkeit des kooperativen Umgangs im öffentlichen Raum und plädierte für die Partizipation bei gesellschaftlich und politisch relevanten Entscheidungen.

Dr.-Ing. Sid Auffarth, Bauhistoriker und Anwaltsplaner, lieferte mit seinem ersten Statement einen Einstieg in die Thematik, indem er die Besucher mitnahm auf einen historischen Streifzug des Waterlooplatzes von der Planung 1825 bis heute. Der Platz erfuhr in der Vergangenheit einen Wechsel zwischen Militarisierung und Entmilitarisierung. Heute wird der Platz für temporäre Veranstaltungen genutzt und befindet sich in mitten des Regierungsviertels von Hannovers.  Fotos zu seinem Vortrag finden Sie hier.

Anschließend knüpften Ernst Futterlieb und Klaus Heinzel, Architekten und Stadtplaner an, und präsentierten ihre städtebauliche Konzeptstudie „Wohnen im Regierungsviertel“, die im Zusammenhang mit Mein Hannover 2030 entstanden ist. Beide gehen davon aus, dass eine Bebauung an der Südseite mit vielseitiger Nutzung im Erdgeschoss dazu beitrage, dem Platz neue Energie und Lebensqualität einzuhauchen. Ziel sei eine Bereicherung der Stadt durch das Wachsen sozialer und urbaner Qualitäten. Näheres zum Vortrag finden Sie hier und hier.

Ein abschließendes Statement lieferten Landschaftsarchitektur und Architektur Studierende der Leibniz Universität Hannover, im Rahmen eines Seminars, mit dem Schwerpunkt gendergerechte Planung, unter der Leitung von Prof. Dr. Tanja Mölders. Besonders prägende Gedanken lieferte dabei der Architekturstudent Ibrahim Salim Klingeberg-Behr, dessen Vortrag in den Zuschauerreihen großen Anklang gefunden hat. Klingeberg-Behr konzentriert sich in seinem Entwurf auf das Diversity-Konzept, indem er jede gesellschaftliche Gruppe bei der Planung miteinbezieht und ein multifunktionales Forum rund um die Waterloosäule vorsieht. Platz für vielfältige Nutzungen könnte sein so genanntes „Haus der Demokratie“ bieten. Landschaftsarchitekturstudierende schlagen wiederum eine Bebauung, südlich am Waterlooplatz vor, mit Raum für soziale Projekte auf den Flachdächern der Häuserreihe. Weiteres ist hier nachzulesen.

Dietmar Scholich moderierte die Abschlussdiskussion, Rebekka Jakob sammelte Wünsche und Ideen der Besucher*innen an der Flipchart ein: Es scheint Einigkeit darüber zu herrschen, dass der Waterlooplatz derzeit einen geringen Stellenwert in Hannover einnimmt. Doch gibt es verschiedene Ansätze und Ideen, wie mit diesem zukünftig besser umgegangen werden kann. Die einen sprechen sich für eine Bebauung am Waterlooplatz aus, andere verneinen dies vehement. Andere hingegen wünschen sich einen Abenteuerspielplatz oder einen Bürgerpark, der Raum für verschiedenste Aktivitäten, gerade für die Anwohner der Calenberger-Neustadt, bietet. Die Diskussion zeigt, dass der Waterooplatz trotz fehlender Freiflächen in Hannover kaum genutzt wird, da einerseits die Lavesallee eine Barriere zur Zugänglichkeit darstellt und andererseits der Verkehrslärm eine Nutzung kaum möglich macht.

Eine Dokumentation der Anmerkungen aus dem Publikum sowie eine Zusammenstellung der Ergebnisse der Diskussion ist hier zu finden.

 

Einen Artikel der HAZ über unsere Veranstaltung können Sie hier nachlesen.

 

Ibrahim Klingeberg-Behr verfasste eine schriftliche Ausarbeitung zu seinem Entwurf für den Waterlooplatz im Rahmen des Seminars „Plätze, Parks und Co – Freiräume in der Stadt (geschlechter)gerecht gestalten“, nachdem er diesen auf der Veranstaltung des Bürgerbüro präsentierte. Interessierte können diese hier nachlesen.

 

 

 

 

 

 

Von |2019-05-06T13:02:05+01:0031.05.2017|